Der Bundesminister für Industrie und Wirtschaftsinteressen – Sigmar Gabriel, besuchte am Dienstag die Merck-Gruppe, um dort die neue Energiezentrale des Unternehmens einzuweihen. Hatte Peter Altmaier noch Windräder umarmt, so tummelt Gabriel lieber bei den Verbrennern.

Wer sich unabhängig macht von den sozialisierten Kosten der Stromwende, der bekommt Aufmerksamkeit. Der Minister für Energie kommt zu Besuch und holt sich die Lorbeeren für die geleistete Arbeit ab. Der Wähler, Bürger – oder das gemeine Volk darf – ganz ohne Haushaltabgabe – dem Komödienstadel zusehen.

Das Unternehmen Merck wurde im Jahre 1668 gegründet. Dem gewöhnlichen Wahlvolk sind die Produkte zur Selbstmedikation des Unternehmens am ehesten bekannt: Kytta, Nasivin, Seven Seas… . Merck zählt nach aktueller BAFA Liste nicht zu den Unternehmen mit EEG-Privileg, wodurch Maßnahmen zur Eigenstromnutzung natürlich noch spannender werden.

Hören wir einmal in den Beitrag des ARD Nachtmagazin, welcher bereits die schöne URL „Gabrielkraftwerk“ bekommen hatte.  Tom Schneider(HR) berichtet von der Veranstaltung, dass Gabriel die Energiefrage einigermaßen wirtschaftsfreundlich gelöst hätte.  In der Wirtschaft gilt, was im Schwabenland gute Tradition ist:

Wenn der Schwob nidd schembfd, noch ischs a Lob

Staatshilfen hat es dafür gegeben, dass sich das Unternehmen vom öffentlichen Energiemarkt zunehmend abkapselt und die „lästige EEG-Umlage“ spart, so im Beitrag. Gabriel als Genosse der Bosse.

„Zu vielen Nachfragen weicht der Minister aus“

Mit diesen Worten endet der Beitrag. Danke an Tom Schneider, ein gelungenes Stück kritischer Berichterstattung, in dem nicht nur die Lobsudelei der Pressemeldungen aufgekocht wird.

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