„Die Energiewende ist eine Herkulesaufgabe.“

Meinte die Kanzlerin am 25.06.2014. Dies ist auch den Juroren von Energie Neu Denken aufgefallen, die nicht ganz zu unrecht der Kanzlerin damit die begehrte Taschenlampe mit Dynamo (für bessere Sicht bei Wissensverdunklung) verleihen. Frau Merkel ist damit die Trägerin des Blackout des Monats Juni 2014.

In der Begründung wird angemerkt, dass die Verwendung des Begriffs Herkules beim Hörer falsche Assoziationen weckt. Man denke eher an jemanden, der tapfer gegen Monster kämpft und diese auch besiegt. Nicht aber neue Monster erschafft. (Frankenstein?)

Das Ziel ist sehr komplex. Die Auswirkungen sind vielschichtig und Lobbyisten wissen – im Gegensatz zu anderen Interessengruppen – bereits sehr genau, was sie erreichen wollen. Es ist also sehr zweifelhaft, ob eine Person allein, vor allem mit der Historie von Herrn Gabriel, diese Aufgabe adäquat erfüllen kann.

Der Jury von Energie Neu Denken ist scheinbar entgangen, dass die Kanzlerin die gleiche Assoziation bereits vorher im Zusammenhang mit dem Atomausstieg und der Energiewende verwendet. Im Jahre 2011 entstand diese Verknüpfung, im Rahmen der Regierungserklärung mit dem Thema „Der Weg zur Energie der Zukunft“, es war die Zeit des Ausstiegs vom Ausstieg des Ausstiegs (oder so ähnlich…).

Fast auf den Tag genau 3 Jahre später immer noch eine Statue in Kassel das Kämpfen beizubringen, deutet nicht unbedingt auf viele Erfolge hin.

Was sagte damals eigentlich die SPD (in der Opposition) zur Herkulesaufgabe?

SPD-Fraktionschef Dr. Frank-Walter Steinmeier warf der Regierung „Unaufrichtigkeit und falsches Pathos“ vor. Sie sei „genau dort jetzt angekommen, wo Rot-Grün die Dinge schon gestaltet“ habe. Die Novelle des Atomgesetzes sei bloß ein „Irrtumbereinigungsgesetz“.

Und heute?

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