Auch im Juni 2014 kam es im Deutschen Stromnetz zu etlichen asynchronen Redispatches. Ein Änderung, veranlasst durch die Übertragungsnetzbetreiber, in die Fahrpläne der Kraftwerke.

Der Stromhandel bestimmt, auf Basis der Angebots/Nachfragesituation, welche Kraftwerke zu welchem Zeitpunkt Strom liefern sollen. Sind nicht genügend Leitungskapazitäten vorhanden, so sind die vier Übertragungsnetzbetreiber berechtigt die Kraftwerke aufzufordern, die Leistung zu reduzieren.

Bereits für den Februar/März 2014 hatte blog.stromhaltig das Engpassmanagement visualisiert. Der Juni 2014 kommt zu einem deutlich verschobenen Lagebild. Eine Animation auf Youtube.

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An die Situation, dass es wegen der sogenannten Anfahrrampen der fossilen Kraftwerke scheinbar nicht möglich ist, eine Volumenänderung zu verhindern, muss man sich scheinbar gewöhnen. Auch im Juni 2014 ist dadurch mehr Strom ins Netz eingespeist worden, als durch den Handel eigentlich „bezahlt“ wurde.

Auffallend ist, dass die Redispatches zu den Vorarlberger Illwerke AG im Monat Juni sehr gering ausgefallen sind. Im April berichtete blog.stromhaltig, wie diese Wasserkraftwerke in der Alpenregion als Speicher für Strom aus Deutschland verwendet wird.

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Ein Gedanke zu “[Animation] Engpassmanagement im Juni 2014

  1. Die häufigen Leistungsminderungen im Raum Ostsachsen könnten auch mit Netzengpässen zu tun haben, da die 380-kV-Leitung Bärwalde – Schmölln noch nicht fertig ist. Jedenfalls rechnete 50Hz mit „erheblicher Einsenkung der KW-Leistung am Standort Boxberg und darüber hinaus “ beim Fehlen dieser Leitung.
    Außerdem scheinen einige Braunkohlekraftwerke auch bei Stromüberschuss weiterzulaufen, da sie nach Angabe der Netzbetreiber im NEP im Zwangsbetrieb laufen (z. B. dienen angeblich Schwarze Pumpe, Jänschwalde, Boxberg und Lippendorf zur Fernwärmebereitstellung), so dass die übrigen Kraftwerke dann um so häufiger abgeregelt werden müssen.

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