Dieses Wochenende war Mittsommer. Wie bereits berichtet wurde am Tag mit der längsten Sonnenscheindauer 143 GWh in das Deutsche Stromnetz eingespeist. War dieser Strom rein für den Export?

Im Jahre 2014 war Mittsommer an einem Samstag, somit zu einem Zeitpunkt, bei dem es etwas weniger Verbrauch durch die Industrie gibt. Steigt dann die Erzeugung aus Erneuerbaren Energierträgern wie Wind und Sonne, dann lautet der Mythos gerne, dass man in Deutschland für den Export produziert.

Ein Kompliment an die Netzbetreiber, Kraftwerksbetreiber, Bilanzkreisverantwortlichen und allen anderen, die mitgewirkt haben, dass das Stromnetz in dieser Form ausgeglichen war. Erzeugung und Verbrauch hielten sich über 24 Stunden die Waage.

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Im Informationsportal des Europäischen Strom Verteilnetzes (ENTSOe) kann man den physikalischen Stromfluss zwischen den Ländern des Verbundnetzes abrufen.

Für den 21.06.2014 kann eine ausgeglichene Bilanz für Deutschland erkannt werden. Im Gegensatz zu allen anderen Ländern in der Nachbarschaft wurde zu keinem Zeitpunkt ein großer Export oder Import Überschuss ermittelt.

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4 Gedanken zu “Animation: Mittsommer in Europa – Deutsches Netz ausbalanciert

      • Zur Abweichung der Daten antwortete Agora-Energiewende per Mail:

        Vielen Dank für Ihr Interesse an unseren grafischen Darstellungen zu Import und Export.

        Wir nutzen für die Darstellung die angemeldeten Handelsflüsse („Cross-Border Commercial Schedule“) und nicht die sogenannten Physical Flows. Das liegt insbesondere daran, dass die Physical Flows häufig erst mit einer deutlichen Verzögerung vorliegen. Da die Abweichungen zwischen den angemeldeten und realisierten Handelsflüssen in der Regel keinem bestimmten Muster unterliegen, nehmen wir an, dass die angemeldeten Handelsflüsse die beste Schätzung der realisierten sind.

        Weitere Informationen zu der grafischen Umsetzung der Daten finden Sie in unserer Hintergrunddokumentation unter http://www.agora-energiewende.de/service/aktuelle-stromdaten/

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  1. Physical Flow(s) = Physikalische Fluss / Physikalische Flüsse

    Faszinierend ! Was doch eine kleine Bewegung im Sprachgebrauch alles auslösen kann. Entgegen der Einstellung „Monetary Flow“ also „Geldfluss“ sei tonangebend, bin ich nach wie vor der Überzeugung Geld ist allenfalls ein Hilfsmittel bei der Lösung von „physikalischen Problemen“.

    Irgendwann werden alle das schmerzhaft begreifen. Geld hilft nur, wenn es dafür einen „physikalischen Gegenwert / physical equivalent“ gibt. Ist erst mal der fossile „Hype“ ganz beim „Topf auskratzen“ angelangt und kann auch mit allergrößten Summen keine Energie mehr „eingekauft“ werden, wird es zu spät sein für einen „sanften Übergang“ in die alleinige Abhängigkeit von solarer, ach so unstetige Energie. Man muss schon Politiker mit dem „4Jahreshorizont“ oder schlicht dumm sein um das nicht zu begreifen.

    Nun nach meinem eher allgemeinen Kommentar, einige interessante Links, die mir unter Google „Physical Flows“ erwähnenswert erscheinen – wie üblich nicht hier sondern unter einem Klick auf „Rainer“ zu finden, alle haben irgendwie mit „Cross-border physical flows“ zu tun und könnten hilfreich sein – zuletzt ein PDF mit interessanten Beobachtungen was das Speichern von el. Energie angeht.

    Letzteres ( das PDF) – meine akkumulierte Jahresproduktion (10 MWh) würde in einem Pumpspeicher 14.000 m³ Wasser, oder 3.400 m³ Luft oder 30 m³ Li-Ionen-Akku oder 10 m³ LOHC-Speicher (Chemische Wasserstoffspeicher) belegen. Mal sehen was da noch erfunden wird – bevor ich den Löffel endgültig abgeben werde…

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