Dieses Wochenende war Mittsommer. Wie bereits berichtet wurde am Tag mit der längsten Sonnenscheindauer 143 GWh in das Deutsche Stromnetz eingespeist. War dieser Strom rein für den Export?

Im Jahre 2014 war Mittsommer an einem Samstag, somit zu einem Zeitpunkt, bei dem es etwas weniger Verbrauch durch die Industrie gibt. Steigt dann die Erzeugung aus Erneuerbaren Energierträgern wie Wind und Sonne, dann lautet der Mythos gerne, dass man in Deutschland für den Export produziert.

Ein Kompliment an die Netzbetreiber, Kraftwerksbetreiber, Bilanzkreisverantwortlichen und allen anderen, die mitgewirkt haben, dass das Stromnetz in dieser Form ausgeglichen war. Erzeugung und Verbrauch hielten sich über 24 Stunden die Waage.

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Im Informationsportal des Europäischen Strom Verteilnetzes (ENTSOe) kann man den physikalischen Stromfluss zwischen den Ländern des Verbundnetzes abrufen.

Für den 21.06.2014 kann eine ausgeglichene Bilanz für Deutschland erkannt werden. Im Gegensatz zu allen anderen Ländern in der Nachbarschaft wurde zu keinem Zeitpunkt ein großer Export oder Import Überschuss ermittelt.

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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