Am 18.05.2014 um 17:23 Uhr war es soweit, etwas über 8 Monate nach dem Start im September 2013 konnten erstmalig mehr als 100.000 Abrufe des GrünstromIndex innerhalb von 24 Stunden verzeichnet werden.

Der Grünstromindex (GSI) ist ein von blog.stromhaltig entwickeltes Verfahren zur Ermittlung von relativer Verfügbarkeit des Stroms aus Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik, wie sie dezentral in den Verteilnetzen vorhanden ist.  Durch Integration bei integrierten Systemen (Android, Embedded OS), Energiemanagement (Eaton), Homemanagement (IP-Symcon) und anderen verbreiteten Standards liegt der GrünstromIndex heute in seiner Verbreitung weit vor anderen Projekten.

Im März berichtete die Zeitung für kommunale Wirtschaft, wie sich der Trend zu eine durch Speicher abgefederte Autarkie von den Letztverbrauchern hin zu den Verteilnetzen verlagern wird. Ortschaften, die zu weiten Strecken keinen  Austausch von elektrischer Energie mit den Nachbarnetzen, oder dem Übertragungsnetz brauchen.

„Da die Eigenerzeugung zunimmt, werden sich auch die Stromversorgungsnetze langfristig in Richtung Autarkie bewegen“ Jan Fuhrberg-Baumann, Geschäftsführer der Netz Leipzig gegenüber Energate.

Unterstützt werden kann dies mit intelligenten Lösungen zum Management der Netze. Dies funktioniert nur, wenn Verbraucher und Erzeuger sprichwörtlich am gleichen Strang ziehen, oder besser gesagt: Am gleichen Datenkabel hängen. Daten die ausgetauscht werden sind die Erzeugung, die Verfügbarkeiten und natürlich der Verbrauch.

Der Grünstromindex unterstützt bereits heute durch in der Praxis erprobte Verfahren der Aufbau eines Smart Energy Management Systems bei den Verteilnetzen. Die Weiterentwicklung von starren Baumstrukturen zu flexiblen Smart-Grids.

Das Wissenschaftsmagazin Scinexx fasst die Aufgaben, die mit dem GSI adressiert werden sehr gut in einem aktuellen Beitrag zusammen, und zeigt eindrucksvoll, welches Innovationspotential bereits 2013 im GSI zusammengelaufen ist.

Die Herausforderung, vor der Verteilnetzbetreiber heute stehen, sind schwankende Lasten, die auf eine schwankende Erzeugung treffen. Zwei Unbekannte auf einer Leitung, die sich am ehesten damit lösen lässt, dass man die lokalen Gegebenheiten inkludiert und zu lokalen Handlungssignalen transformiert. Beim GSI wird dies erreicht, indem die vorhandene Erzeugung eines jeden Ortes in Deutschland untersucht wird. Variable Komponenten, wie das System-Load-Profile (synth. vertikale Netzlast) oder schlicht das Wetter werden berücksichtigt und zu einem Indexwert zusammengeführt.

Im Jahresschnitt wird der Indexwert bei 50 liegen. Bei besonders hohem Angebot an Grünstrom aus lokaler Erzeugung bei 100 – bei besonders geringem Angebot bei 0.  Der Prognosezeitraum beträgt 36 Stunden.

Das sich der Netzausbau dadurch verringern lässt scheint einleuchtend, da zunehmend der Verbrauch dem Dargebot folgen lernt. Ein positiver Effekt, der sich auch auf die Strompreise an der Börse auswirken dürfte, da Erzeugung und Bedarf deutlich weniger schwankend sind. Strompreise von 0-Euro, können bei der konsequenten Umsetzung verhindert werden.

1398523547_formated_c26faf06f7e6d976bb7806cf3a285444Durch die universelle Einsetzbarkeit, ist bereits vieles heute möglich. Von der Optimierung der Wärmepumpen Schaltzeiten bis hin zur Ladung von E-Mobilen, bei denen CO2 neutrales Autofahren kein Traum bleiben muss. Der GSI hat eine offene Datenschnittstelle, die es jedem Entwickler erlaubt sich frei zu bedienen.

Der nächste Meilenstein ist jetzt der Gewinn des Energiewendepreis 2014. Um Unterstützung wird gebeten :)

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