Will man eine Vollversorgung der deutschen Bürger mit Wind und Sonne erreichen, dann hilft es sich die Tage mit der geringsten Einspeisung anzuschauen, denn nur diese Tage können ein Indikator für einen beschleunigten Ausbaukorridor sein.

Rückblickend auf die letzten 12 Monate ergibt sich ein ernüchternes Bild. Die Echtzeit-Analyse der Tagesbilanz für Wind und Sonnenkraft zeigt, dass der Mix aus beiden Energieträger noch immer seinen Minimalwert in diesem Jahr aufzeigt. 11.308 MWh am 21.01.2014 sind ein unbefriedigendes Ergebnis der Energiepolitik der letzten Jahre.

Betrachtet man die Stromerzeugung aus Wind und Sonne gemeinsam, so ist eine Vollversorgung der privaten Stromkunden in greifbarer Nähe. Wir kommen nur nicht näher. Es ist wie die Wanderung zum Watzmannhaus, bei dem man schon am Anfang das Ziel sehen kann.

Es wird immer wieder ein Flaute-Dienstag geben, dann ist es gut, wenn der PV-Ausbau weit genug voran geschritten ist, dass der Erzeugungsabfall abgefedert werden kann. Die existierenden Pumpspeicher sind Braunkohlestrom gebaut worden und sollten in einer EE-Bilanz als Notnagel dienen.

Zum Abschluss sei aber noch gesagt, dass die Deutschen letztes Jahr zu Weihnachten ein besonders ökologisches Geschenk erhalten haben. Innerhalb der letzten 365 Tage war der 24.12.2014 mit 316 GWh der Tag mit der höchsten Einspeisung mit Sonnen- und Windstrom.

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5 Gedanken zu “Kein Trend zur sicheren Stromversorgung aus Wind und Sonne

  1. wie viel Batteriespeicher brauchen dann die Haushalte? Reichen 10-15 kWh Speicherkapazität pro Normhaushalt?
    Hätten wir damit die Trendwende?
    Ich erinnere an die Energy Tubes von Ropa Schw. Gmünd.
    Für 200 Euro pro kWh Speicherkapazität.

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  2. Heute habe ich mal wieder meinen „mitteilungsbedürftigen Tag“

    Was „Power to Gas“ angeht, nur so wird man überhaupt von „Fossil to Power“ wegkommen. Wer sich mal ansieht wie wenig der Anteil elektrischer Energie zum Anteil „thermischer Energie“ (in allen Bereichen) plus „Transportenergie“ (Langstrecken und Individualverkehr) ausmacht, wird klar erkennen wie idiotisch bereits das Abwürgen des Fortschritts auf dem recht kleinen Stromsektor ist.

    Statt alles daran zusetzen auf EE in allen nur möglichen Fassetten „umzusteigen“, wird so getan, als gäbe es billige fossile Energie weiter grenzenlos. Mir kommt diese Handlungsweise und Einstellung wie ein kollektiver Selbstmordpakt von globalem Ausmaß vor. Kurzsichtig und brandgefährlich. Mit erheblichem Kriegspotential „ausgestattet“. Wer glaubt, die derzeitig Starken, würden nicht alles daran setzen, sich der verbliebenen „Ressourcen zu bemächtigen, der glaubt vermutlich auch das „Zitronenfalter“ Zitronen falten.

    Egal wann nun „Peak Oil“ eintritt, gleichgültig wieviel oder ob überhaupt „unser Tun“ eine „globale Wirkung“ hat, die Preissteigerungen der vergangenen Jahre für alle fossilen Energien sprechen eine deutliche Sprache und selbst die allergrößten Verdränger der Realität werden das zu spüren bekommen (soweit sie sich überhaupt in dieser Welt befinden).

    Eine Lösung ist da auf jeden Fall die Umwandlung EE in Gas – Strom zu Gas. Das erfreuliche daran, mit dem zunächst gewonnen Wasserstoffgas kann in vergleichsweise unproblematisches Methangase umgewandelt werden. Kein Problem mit Lagerung und Transport – keine Gefahrenerhöhung – einfach nur alles bekannte Technologie. Auch die Übertragbarkeit von Leistung von A nach B ist um einiges höher, als das je bei Stromleitungen der Fall sein wird. Was ich im Moment nicht finden kann die Quelle welche den Vergleich „Stromleitung – Hochspannung 380 KV“ zu „Erdgasübertragungsleitung“ soll 0,3 GW zu 30 GW betragen. Was ja zumindest logisch ist, 1m³ Methangas (Erdgas) hat einen „Heizwert“ von 11,3 kWh. Das Energieäquivalent von „Heizöl“ liegt bei einem Liter und 11,8 kWh. „Gaspipelines“ liegen bereits flächendeckend und was besonders die Ästheten unter uns freuen dürfte, bereits unter der Oberfläche. Kein „Elektrosmog“, egal ob nur „Nocebo Effekt“ (How We Worry Ourselves Sick) oder tatsächliche echte Wirkung).

    Was man damit anstellt – Wärme – Transportenergie – elektrische Energie – Kunststoffe und und und – liegt ganz beim „Endanwender“. Das besonders bemerkenswerte, D verfügt bereits über ein engmaschiges Gasrohrnetz nebst Erdspeichern im Norden.

    Was ist „notwendig“ – überall wo es die lokalen Windverhältnisse erlauben, müssen WKA, Biogasanlagen und Generatoren so kombiniert werden das daraus sowohl lokal, als auch überregional eine Versorgung möglich wird. Warum el. Energie über das benötigte Maß hinaus „irgendwohin“ und sehr verlustreich transportieren, wenn es als Gas schon da ist und nur „nachgefüllt werden muss ? Auch hier „dezentral“ ist besser als „zentral“. Weniger „kaputtbar“ als es nun einmal alles „Zentrale“ ist.

    Es ist also durchaus vorstellbar so auch auf weitere Hochspannungsleitungen – egal ob unter- oder überirdisch verlegt zu verzichten. Das es dafür an geeigneten Standorten mehr und größere WKA geben wird, ist nur dann vermeidbar, wenn „wir“ nach aufbrauchen aller fossilen Vorräte in die Steinzeit zurückfallen werden – deutlich weniger Menschen als die gegenwärtigen 7,2 Milliarden … Was nicht erhalten bleibt im „Nachfossilenzeitalter“, wir all das sein, was derzeit nur bei gedankenloser Verschwendung jeglicher Ressourcen möglich ist. Irgendwie meine ich, sind wir schon im „Nachfossilenzeitalter“ nur will das die Mehrheit noch nicht wissen / begreifen ….. 😯

    Ach ja ein Link geht noch : Mit zwei Produkten weiß man zeitweise „nicht wohin“: I. Strom aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen II. CO2, das z. Z. in die Atmosphäre abgegeben wird Besonders eindrucksvoll die grafische Darstellung der „Speicherdichte“ unterschiedlicher Speichermethoden.

    Wem das alles nicht genügt, „wir“ als praktisch rohstoffloses kleines Ländchen „mittendrinn“ mit lediglich (relativ wenig) Gehirnschmalz und viel Arbeitswut ausgestattet, könnten doch da so richtig aktiv werden – besser so aktiv als reaktiv !

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