Wie der Branchenverband BDEW in einer Pressemitteilung mitteilt, ist der Anteil des Stroms aus Erneuerbaren Quellen in den ersten drei Monaten 2014 auf 27% angestiegen.  Wobei es kein Geheimnis ist, dass dieses Wachstum fast vollständig auf Betreiber zurückzuführen ist, die nicht in diesem Verband organisiert sind.

Neben den absoluten Zahlen ist auch die Versorgungssicherheit aus Wind- und Solarstrom in den ersten Monaten des Jahres deutlich angestiegen und liegt bei Werten deutlich über 50% im Mittel.

Am 08.05.2014 zeigt das Monitoring, dass allein an diesem Tag über 18 Stunden eine Vollversorgung der privaten, nicht privilegierten Haushalte möglich war. In den restlichen Stunden des Tages kam immerhin noch zwei Drittel des Bürgerstroms durch Windkraft, Wasserkraft oder Solarenergie gedeckt.

Parallel zu den neuen Zahlen des BDEW wurde auch der Strommix-Navigator von blog.stromhaltig aktualisiert. Dieser gibt für jeden Ort in Deutschland einen Jahresschnitt der Erzeugung an. Aktuelle Werte für den Anteil des Stroms aus erneuerbarer Energie können dem Grünstromindex entnommen werden.

Brutto Strom Zielkorridor - Visualisierung: Volker Quaschning
Brutto Strom Zielkorridor – Visualisierung: Volker Quaschning

Perspektivisch wird der BDEW am meisten durch den Bestandsschutz der Steinkohle profitieren, welchen die Bundesregierung im Dezember 2013 im Zuge der Festlegung des Ausbaukorridors der Erneuerbaren festgelegt hatte. Damit wird der Kohleverstromung bis zum Jahre 2025 ein nahezu konstanter Anteil am Strommix bescheinigt.

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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