(Achtung kurz Werbung) Am Samstag war Redaktionstreffen von blog.stromhaltig in Augsburg zur Aufführung von Kabarett 2014 der Augsburger Puppenkiste. Sehr zu empfehlen! – Nebenwirkung: Man sieht auch den realen Irrsinn als Nesquick-Hirsch.

Sonnensteuer – Gabriel übertrifft Dieter Hildebrand, schreibt Franz Alt. Stimmt! Eine Steuer, Umlage oder sonstiger Kostenfaktor auf Sonnenenergie klingt zunächst wie Apfelsteuer –  oder Luftsteuer. Wenn man aber etwas weiter denkt, dann könnte daraus vielleicht sogar ein Vorschlag werden, der sogar einmal die Netzstabilität fördert und die Flautenacht verhindert.

Wieso eigentlich nicht eine Speichersteuer Herr Alt? :)

Eine 100% Vollversorgung der privaten Stromkunden ist im Jahre 2014 kein Problem, wenn man die vorhandenen Speicherkapazitäten nutzt, um die schwankende Einspeisung auszugleichen. Ein Problem, welches allerdings immer spannender wird ist die Frage, des Engpassmanagements. Vor einigen Tagen gab es hierzu bei blog.stromhaltig den Beitrag Option nicht verfügbar – bis es knallt, indem auch die Herausforderungen der Verteilnetze und Netzsteuerung ein Thema waren.

Da im Stromnetz immer soviel elektrische Energie vorhanden sein muss, wie gerade zum gleichen Zeitpunkt auch verbraucht wird, kann man das Engpassmanagement auch von zwei Seiten lösen, der Verbrauch und die Erzeugung. Die Sonnensteuer löst kein Problem, sondern schafft neue, vielleicht sogar schwierigere.

Den Verbrauch können private Stromkunden durch den Grünstromindex an der Erzeugung ausrichten. In der Fachsprache wird dies gerne als Demand-Response bezeichnet. Es gibt kein Gesetz, welches vorschreibt, dass die EEG-Umlage im 1950er Style immer gleich abgerechnet werden muss. Sie kann um den Basiswert (6,24 Cent/kWh) schwanken, je nach Verfügbarkeit der Erzeugungsanlagen.

Die Erzeugung wird allerdings, wegen einer veralteten Netzstruktur und fehlenden Investitionen in den Netzausbau in den 1990er Jahren, ebenfalls einen Beitrag leisten müssen, damit die Stromwende gelingen kann. Hier kann eine Sonnensteuer ein Weg sein, der allerdings frei von jeder ökonomischen Plausibilität ist. Wird elektrische Energie dringend benötigt, dann sollte es Anreize geben. Blackout, weil die Anlagenbetreiber entscheiden lieber die Sonnensteuer für einige Stunden nicht zu bezahlen. Ein Erpressungsszenario  wie unlängst in Hagen.

Wieso nicht die Erzeugungs-EEG-Umlage verdoppeln, verdreifachen oder noch mehr? Sie fällt allerdings nur an, wenn sämtliche Speicherkapazitäten vollständig aufgebraucht sind. Gleiches gilt für den Strombezug.

In einer Marktwirtschaft vertraut man eigentlich darauf, dass der Preis auf Angebot und Nachfrage eine Auswirkung hat. Wieso wird dieses Umdenken bei der EEG-Novelle verhindert?

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Ein Gedanke zu “Doppelte Sonnensteuer als Speichersteuer

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