Luftsport: Gegenwind für Netzsausbaupläne

Der Deutsche Aero Club e.V. (DAeC) ist der Dachverband der Luftsportler in Deutschland. Er vertritt 100.000 Sportler in rund 2.000 gemeinnützigen Vereinen. In einem Schreiben, welches blog.stromhaltig übermittelt wurde, weist der Verband seine Mitglieder darauf hin, dass man einen  kritischen Blick auf die Netzsausbaupläne 2014 werfen soll.

Ich weise nochmals daraufhin, dass letztlich jeder Verein bzw. Platzbetreiber seine Einwände vorbringen muss. Ich bitte Sie daher, Ihre Vereine nochmals darauf hinzuweisen. Beachten sollten wir dabei insbesondere auch die zahlreichen Modellfluggelände von DAeC-Vereinen. (Thomas Diener – DAeC)

Die Stellungnahmen sind bis zum 28.05.2014 an die Koordinationsstelle der Bundesnetzagentur zu richten.

Auch wenn bei einer Vielzahl der Flugplätze das Flugplatzgelände (u.a. Start-/Landebahn) bei den Planungen berücksichtigt worden zu sein scheint, ein Flugplatz muss zwingend dreidimensional betrachtet werden, eine Berücksichtigung ausschließlich der Flugplatzflächen wie bisher reicht keineswegs aus.

Wettbewerbshüter BNetzA
Wettbewerbshüter BNetzA

Die Netzausbaupläne 2014 stehen offiziell unter dem Vorzeichen der Offshore Integration. Entsprechend sind Korridore im Nord-Süd Richtung geplant. Wegen dem recht langen Zeitverlauf bis zur Umsetzung, kann zwar der aktuelle Status der Stromwende nicht direkt als Referenz verwendet werden, jedoch gibt das aktuelle Engpassmanagement eher den Eindruck, dass ein Bedarf für Ost-West Leitungen besteht (vergl. Beiträge zu Redispatch).  Heute bestehen Überkapazitäten zur Stromerzeugung in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen. In diesen Bundesländern wird relativ gesehen mehr Strom erzeugt, als er verbraucht werden kann. Soll das wirtschaftliche Überleben der Braunkohlekraftwerke gesichert werden, muss die Erzeugung entweder gespeichert – oder über neue Netze abtransportiert werden (vergl. Beitrag zu Pumpspeicher und Braunkohle).

Die Sorge der Luftsportler zeigt leider, das hinsichtlich des Netzsausbauplans trotz Öffentlichkeitsarbeit der Bundesnetzagentur wenig Transparenz besteht. Ziele, Mehrwert,  Nutzen – oder doch nur das Dezentrale aus der Energiewende verbannen?

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