EKOenergie: Herkunftsnachweise sollen europäische Energiewende fördern, schreiben die Energie Experten.

Alles schön und gut, doch ist die in Deutschland gemachte Erfahrung mit Ökostrom nicht als Exportmodell für Europa geeignet.

Aktuell listet ein großes Vergleichsportal 87 Ökostromtarife für den Raum um Heidelberg. Bei den Anbietern tummeln sich kleine Versorger, große Namen und einige Discounter.

Ökostrom bedeutet Regenerative Anlage, aber auch effiziente Kraft-Wärmekopplung. Welche Kraftwerke sind effizient? TÜV und Co. prüfen und versiegeln.  Vertrauen hergestellt.

Die Stromkennzeichnung ist letztendlich entscheidend. Gesetzlich sind die Anbieter dazu verpflichtet eine anzugeben. Finden kann man diese bei der Bundesnetzagentur oder die Umsetzungshinweise beim BDEW. Darin enthalten ist auch der Hinweis, wie mit Börsenstrom umzugehen ist, also Strommengen, die von den Strombörsen (EEX/EPEXSpot) gekauft werden. Dies ist Graustrom und muss mit dem in Deutschland gültigen Strommix berechnet werden.

D.h. 87 Anbieter, die 100% Ökostrom liefern dürften eigentlich keinen Strom an der Börse kaufen.

Dieses kundenfreundliche und extrem transparente Verfahren wollen wir exportieren?

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Ein Gedanke zu “Kommentar: Ökostromlabel als EU-Export

  1. Hallo Thorsten,

    ich hoffe Dich richtig verstanden zu haben

    IRONIE ON
    Dieses kundenfreundliche und extrem transparente Verfahren wollen wir exportieren?
    IRONIE OFF

    Ich bin da ein „Hardliner“ – was erst irgendwohin „exportiert“ werden muss, kann und sollte eine Idee sein, Strom jedoch, sollte auf kürzesten Wegen fließen. Bei PV kommt der Nachschub schon mal aus ~149.596.436.542 km – sicher, da kommt es auf 1.000 km eigentlich nicht wirklich an :roll:

    Dieses „Loslösen“ von physikalischem Netz, hin zu obskuren mit allerlei bunten Labeln versehenen virtuellen Stromwegen, biete für meinen Geschmack zu viele „Schlupflöcher“.

    Immer von der eigenen Beschränktheit ausgehend, ich bin froh, einen einfachen Stromlaufplan „lesen“ zu können, die virtuellen Strombewegungen durch D machen mir schon arges Kopfzerbrechen, wie dann erst, wenn eine norddeutsche PV-kWh an der portugiesischen Algarve „verrechnet“ werden soll ??

    Besser, man macht aus allem, was lokal nicht gleich verbraten werden kann, einen „lagerbaren Artikel“ – „Power to Gas“ – lagerbar und nahezu verlustfrei transportierbar. Wege womöglich tatsächlich mess- und nachvollziehbar….

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