«Die Strompreise werden wieder nach oben gehen, wenn die Windparks auf See ans Netz gehen oder wenn herkömmliche Kraftwerke umfassender gefördert werden sollten. Auch der Netzausbau wird noch teuer», betonte der Professor am Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).  (Quelle)

Es ist schon eigenartig, dass bei einem größeren Angebot automatisch der Strompreis nach oben geht. Eigentlich müsste der Strompreis zurück gehen, wenn das Angebot steigt. So zumindest, wenn es sich um einen normalen Markt handeln würde.

Das wirklich Schlimme, solange die Bürger den Preisanstieg mitmachen und zahlen, wird an der Aussage sich auch Bewahrheiten.

strompreis2014Unter dem Slogan „Strompreis2014“ hatte blog.stromhaltig im September/Oktober 2013 viele Gründe gesammelt, warum der Strompreis in diesem Jahr nicht steigen muss. Etwas überraschend wurde im November 2013 festgestellt, dass die Medien einen nicht gerade kleine Schuld tragen, wenn es um den Anstieg der Haushaltsstromtarife geht. Die Kommunikation sorgt dafür, dass das Volk eingestimmt wird. Wenig reflektierte Meldungen (wie auch die von Greeenpeace verlinkte), wirken wie Opium auf den Unmut.

Was im vergangenen Jahr definitiv unterschätzt wurde, war die Opium-Abhängigkeit der Politik.  Das EEG 2.0, welches alle möglichen Dinge adressiert, aber nicht das „Marktbildungsproblem“  beim Handel mit elektrischer Energie. Wirtschaftliche Mechanismen versagen mangels Transparenz. Meldungen, wie die stabilen Strompreise, die es durchaus gab, erreichen keine Reichweite, da man sich darüber nicht echauffieren kann.

Konservativ gerechnet kann man sagen, dass an der Börse der Strom im Jahre 2012 etwa 5,0 Cent gekostet hat. Im Jahre 2013 etwa 4,0 Cent. Bei einem Normal-Haushalt (3.800kWh) bedeutet dies im Jahr einen Einkaufspreis von:

JAHR EINKAUFSPREIS STROM (CA.)
2012 190€
2013 152€
2014 113€ *)

Diese aus dem Oktober 2013 stammende Berechnung muss eigentlich noch weiter nach unten korrigiert werden. So wie es aktuell aussieht, dürften die kumulierten jährlichen Erzeugungskosten bei einem Privatanschluss im Jahre 2014 erstmals unter 100€ liegen.

Eine noch weiter steigende Tendenz haben die Nebenkosten für staatliche Regulierung und Transport. Der Staat selbst bereichert sich dabei lediglich an der Mehrwertsteuer, die auf die Gesamtsumme anfällt. Für jeden Euro, den private Haushalte mehr bezahlen, gehen 19 Cent direkt an den Staat. Der Bund hat davon immerhin 51%.

Für den Stromkunden nicht ersichtlich ist, dass die bestehenden Subventionen bereits um 4,5 Mrd. €/Jahr zurück gegangen sind. Über den restlichen Betrag werden bereits heute die bestehenden Kraftwerke „umfassend gefördert“.

Die Energiepolitik trägt mit ihrer Überdosis an Inklusion von Nebenkosten zum endgültigen Exodus des Marktes bei.

Mehr Marktwirtschaft wagen! 

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2 Gedanken zu “Der Strompreis muss steigen? – Alternativlosigkeit der Wirtschaftsforscher…. #Strompreis2014

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