Rolle der Kohle und Gasverstromung bei der Versorgungssicherheit fraglich.
Rolle der Kohle und Gasverstromung bei der Versorgungssicherheit fraglich.

Nach Angaben der Transparenz-Plattform der EEX gab es im Februar 2014 insgesamt 91 ungeplante Nichtverfügbarkeiten bei Kohle oder Gaskraftwerken. Insgesamt ist eine Menge 613 GWh weniger eingespeist worden, die durch andere Kraftwerke kompensiert werden mussten.  Damit hat sich die Versorgungssicherheit zum Vorjahresmonat verbessert, bei dem 730 GWh ungeplant fehlten. Bei 672 Stunden des Februars fehlten im Schnitt somit 912 MWh Strom.

Mit einem Ausbaukorridor der Windkraft von 2,5 GW  pro Jahr (Kapazitätsschaffung) würde man bei optimistischen 2.000  Vollaststunden mindestens 1,6 Jahr nur zum Abfangen der Störfälle aus fossilen Kraftwerken bauen, ohne eine KWh an Kapazität zu gewinnen.

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3 Gedanken zu “Störfall-Strom Februar 2014: Kohle und Gas

  1. Hallo Herr Zorner,

    was soll denn dieser Artikel den Lesern einreden ? Das Ausfälle konventioneller Kraftwerke durch Windkraft überbrückt werden könnten? Sie wissen doch das die optimistischen 2000 Vollaststunden rein erratisch (zufallsgesteuert) über das Jahr verteilt und nicht plan- oder steuerbar sind und damit niemals ein konventionelles Kraftwerk sicher ersetzen können. Während ausgefallene konventionelle Kraftwerke jederzeit durch andere steuer- und skalierbare konventionelle Kraftwerke ersetzt werden, was ja unser Stromnetz noch stabil hält, trotz der rein erratischen und volatilen Erzeugung der PV- und WK-Anlagen.

    Man kann sich nicht des eindrucks erwehren, dass Sie ihren Leser suggerieren wollen konventionelle Kraftwerke wären ebenso unzuverlässig und unsteuerbar wie Windkraft und PV.

    Ein in meinen Augen völlig tendenziöser Artikel zur Verdummung der nicht mit Fachkentnissen ausgestatteten Allgemeinheit. Damit erweisen Sie den EE einen sehr schlechten Dienst und offenbare erhebliche ideologische Voreingenommenheit und werden keinesfalls dem Anspruch an eine halbwegs objektive Faktenpräsentation, der sich die Energieblogger ja nach eigenem Bekundung verschrieben haben, auch nur halbwegs gerecht.

    Mfg

    Berthold Robert.

    Antworten
    • Der Eindruck täuscht dahingehend, dass man sich einen Ausbaukorridor von 2,5 GW nicht vorstellen kann. Zumindest für mich ist es kein Maßstab, bei dem ich mir vorstellen kann, was damit erreicht wird. Setzt man ihn allerdings mit einer anderen Größe in Relation, so ergibt etwas anfassbares.

      Hinsichtlich der Kompensation gibt es allerdings bei der Beschränkung auf Windkraft dennoch ein Weg, der unter anderem aus der räumlichen Verteilung von Peter Glasstetter herleitbar ist. Die Flaute im Norden zu der es kommt, wenn an den Alpen eine Föhnwetterlage ist und Standorte mit einer geringen Jahres-Windhöffigkeit plötzlich attraktiv werden.

      Entsprechende Beiträge hierzu finden sich auch im Blog, wo zugegeben etwas Kritik an der Definition „rentable Standorte“ geäußert wird.

      Antworten
  2. Pingback: Golfstrom versiegt – Blackout in Wolfsburg via blog.stromhaltig.de

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