Berlin, den 26. März 2014 – Der innovative Berliner Energiedienstleister Grundgrün bietet als einer der ersten einen Stromtarif zum Mitnehmen für E-Fahrzeugnutzer an. Mit dem intelligenten Ladekabel laden Autofahrer damit in Zukunft grundgrünen Strom an jeder Straßenlaterne. Gemessen und abgerechnet wird nicht über einen Zähler an der Laterne sondern über das vom Kunden mitgeführte Ladekabel – der Zählpunkt wird mobil und unabhängig von der Infrastruktur.

„Elektromobilität muss konsequent mit erneuerbaren Energien verbunden werden, wenn eine wirklich nachhaltige Mobilitätsalternative geschaffen werden soll. Der mobile Zähler stellt sicher, dass für das Fahrzeug tatsächlich immer Strom aus erneuerbaren Quellen beschafft werden kann und ermöglicht gleichzeitig die smarte Netzintegration durch gesteuertes Laden“, erläutert Marek Dan Hornschild, COO des unabhängigen Energiedienstleisters Grundgrün, seine Entscheidung für das Pilotprojekt mit ubitricity. „Für das elektrische Fahren gilt außerdem das Gleiche wie zuhause: Jeder sollte seinen Stromanbieter und Tarif frei wählen können. An einer konventionellen Ladesäule ist das unmöglich.“

Marek Dan Hornschild, COO von Grundgrün, und Knut Hechtfischer, CEO von ubitricity, an einem lichtmastintegrierten Ladepunkt von ubitricity in Berlin (Foto: Grundgrün)
Marek Dan Hornschild, COO von Grundgrün, und Knut Hechtfischer, CEO von ubitricity, an einem lichtmastintegrierten Ladepunkt von ubitricity in Berlin (Foto: Grundgrün)

Im Rahmen des gemeinsamen Pilotprojekts erproben Grundgrün und ubitricity die Belieferung mobiler Stromzähler mit grundgrünem Strom. Nutzer des intelligenten Ladekabels laden, zum Beispiel an Laternenladepunkten vor der eigenen Haustür, grundgrünen Strom ihrer Wahl. Der Berliner Energiedienstleister gehört damit zu den ersten, die neuartige Stromprodukte und -tarife auf Grundlage mobiler Zähltechnik entwickeln und anbieten. Konventionelle Infrastrukturlösungen können die freie Anbieter- und Produktwahl für den Stromkunden mit E-Fahrzeug nicht konsequent sicherstellen. Auch die smarte Netzintegration wird durch hohe Installations- und Betriebskosten verhindert. Nur wenn Fahrzeuge möglichst während jeder längeren Parkzeit smart mit dem Netz verbunden werden können, stehen sie als regelbare Verbraucher zur Verfügung. Konventionelle Ladesäulen sind dafür flächendeckend zu teuer. Durch mobile Zähltechnik werden die Vorteile der E-Fahrzeuge als Partner einer fluktuierenden Erzeugung wirtschaftlich realisiert. Für Grundgrün ist diese Kooperation ein weiterer konsequenter Schritt auf dem Weg einer integrierten Wertschöpfungskette von der erneuerbaren Erzeugung zu einem intelligenten Verbrauchsverhalten.

logo_ubitricity„Wie das Mobiltelefon revolutioniert der mobile Zähler im intelligenten Ladekabel Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge“, beschreibt Knut Hechtfischer, Gründer und CEO von ubitricity, das innovative Infrastruktursystem von ubitricity, „er ist das mobile Endgerät für den E-Autofahrer. Das Mobiltelefon macht Kommunikations- und Informationsdienstleistungen heute flächendeckend verfügbar und bezahlbar. Mit einem einzigen mobilen Endgerät nutzen Sie Dienstleistungen von einem Anbieter und in einem Tarif Ihrer Wahl – wo auch immer Sie sind. Mit einem einzigen mobilen Zähler im Ladekabel laden E-Fahrzeugnutzer künftig Strom von einem Anbieter und in einem Tarif ihrer Wahl – wo auch immer sie sind.“

Grundgrün Energie GmbH

Grundgrün wurde 2010 als unabhängiger Energieanbieter und Stromhandelshaus gegründet. Explizites Unternehmensziel ist die Unterstützung der Energiewende, indem für neue Akteure ein Zugang zum „neuen Energiemarkt“ geschaffen wird. Dieser Marktzugang umfasst die Direktvermarktung von Energie aus Erneuerbarer Erzeugung (Wind- und Solarstrom sowie steuerbare Anlagen), mit der für Erzeuger deutliche Mehrerlöse gegenüber der klassischen EEG-Vergütung generiert werden können. Zudem beliefert Grundgrün seit Februar 2014 Endkunden mit einem Grünstromprodukt, arbeitet intensiv an der Integration von Speicherlösungen sowie an der Unterstützung dezentraler Versorgungskonzepte. Mit der Umsetzung dieser Geschäftsfelder schließt Grundgrün die Wertschöpfungskette von der regenerativen Erzeugung bis zum Zähler des Endkunden und macht die Energiewende so zu einem tragenden Geschäftsmodell. Mehr unter: www.grundgruen.de.

ubitricity Gesellschaft für verteilte Energiesysteme mbH

ubitricity wurde Mitte 2008 in Berlin von Knut Hechtfischer und Frank Pawlitschek gegründet, um Kosten für Ladeinfrastruktur und Abrechnungssysteme für E-Fahrzeuge durch den Einsatz mobiler Smart Meter um 90% zu senken. Seit 2012 läuft das System in ersten nationalen und internationalen Feldtests mit führenden Partnern, um den kommerziellen Start 2014 vorzubereiten. ubitricity ermöglicht erstmals die direkte Belieferung von mobilen Verbrauchern. Dabei werden die Standardprozesse der Energiewirtschaft eingehalten. So wird ubitricity zum ersten Mobile Virtual Network Operator für Strom und ermöglicht etablierten Lieferanten kommerziell attraktive energiewirtschaftliche Dienstleistungen für E-Fahrzeuge. Grundlage ist das von ubitricity entwickelte Mobile Metering System: www.ubitricity.com

(Text: Kirsten Hering/Grundgrün,  Nina Keim /Ubricity)

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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