Unter dem Ziel 25% lokale & kommunal sind bei  blog.stromhaltig in den letzten Wochen mehrere Beiträge zur Bedeutung der Stromversorgung im regionalen Wirtschaftskreislauf veröffentlicht worden.

Mit Hinblick auf die Kommunalwahlen im Mai, lohnt es sich Beispiele für Entwicklungen in verschiedenen Kommunen zu finden, die sich dem Thema annehmen oder bereits in der Umsetzung sind.

Die Kreisstadt Eppingen im Landkreis Heilbronn (Baden-Württemberg) geht nun voran und nicht nur vorweg. An diesem Mittwoch (12.03.2014) sind die Bürger zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.

“Wir wollen uns für Eppingen und in der Region energiewirtschaftlich engagieren“, betont Oberbürgermeister Klaus Holaschke.

Oberbürgermeister Holaschke (Foto: Stadt Eppingen)
Oberbürgermeister Holaschke (Foto: Stadt Eppingen)

Den ersten Schritt zu eigenen Stadtwerken hat die Große Kreisstadt schon 2011 mit der Gründung des Eigenbetriebs „Erneuerbare Energien Eppingen“ getan. In diesem wirtschaftlich selbständigen Betrieb sind die Photovoltaik-Aktivitäten der Stadt gebündelt. Die Photovoltaik-Anlagen sollen eine der Sparten des neuen Stadtwerks sein, die Erzeugungssparte. Weitere Sparten wie Gas- und Stromvertrieb sind geplant. Gerade auch im Zuge der Energiewende wird die Stromversorgung zunehmend dezentraler. Bundesweit haben die Stadtwerke bewiesen, dass sie regenerative Energien kostengünstig produzieren und Maßnahmen zum Klimaschutz vor Ort wirkungsvoll umsetzen können. Deshalb genießen sie auch in Umfragen hohe Sympathiewerte.

„Wir erwarten uns von eigenen Stadtwerken gerade in Eppingen eine hohe Identifikation der Bürgerinnen und Bürger und eine hohe Kundenbindung“, sagt Oberbürgermeister Holaschke.

Nebeneffekte wie das Nutzen des steuerlichen Querverbundes für die Stadt Eppingen wurden ebenso in die Grundsatzüberlegungen einbezogen. Defizite wie zum Beispiel die Parkraumbewirtschaftung könnten so für eine Steueroptimierung genutzt werden. Aber auch Dienstleistungen, wie die Breitbandverkabelung und das Contracting, könnten eine Aufgabe der Stadtwerke sein.

Rechnerischer Strommix in Eppingen (Jahresmittel)
Rechnerischer Strommix in Eppingen (Jahresmittel)

„Energieberatung für Eppinger Bürger ist uns ebenfalls sehr wichtig“, so das Stadtoberhaupt. Diese unternehmerische Betätigung der Stadt hat viele Chancen, aber auch Risiken. Die Idee zu diesem Schritt wurde deswegen im Rat strategisch aufgearbeitet und unter vielen Aspekten, insbesondere der nachhaltigen Wirtschaftlichkeit, betrachtet. Zur Risikominimierung wird man ohne einen Beteiligungspartner – ein noch auszuwählendes renommiertes Energieversorgungsunternehmen, das sein „Know-how“ und auch Kapital einbringt – nicht auskommen.

Die Stadt Eppingen befindet sich zur Zeit in einem Partnersuchverfahren, das in Bälde abgeschlossen sein wird. Das zu gründende Unternehmen wird sich entsprechend den Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetzes auf die Konzession für den Betrieb des Stromnetzes bewerben. „Wir sind uns bewusst, dass noch ein großer Informationsbedarf besteht“, betont Holaschke.

Deshalb lädt die Stadtverwaltung alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zur
Informationsveranstaltung herzlich ein:

 Mittwoch, dem 12. März, um 19.00 Uhr in der Mensa im Schulzentrum Eppingen

(Text: Redaktion & Amt für Öffentlichkeitsarbeit Stadt Eppingen) 

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