„Uns ist es wichtig, mit einer klaren und unmissverständlichen Positionierung zur Braunkohle vor allem den von der Umsiedlung betroffenen Menschen in der Region und der Politik ein Höchstmaß an Sicherheit bezüglich unserer unternehmerischen Planungen zu geben“, betont Matthias Hartung, Vorstandsvorsitzender der RWE Power AG (Quelle).

Ohne Leitbilder und Leitkultur wurde noch kein Krieg gewonnen. Klare Kommunikation – kein Rumgeeier, sondern ein Höchstmaß an Sicherheit. Absolute Verlässlichkeit. Matthias Hartung zeigt wie es geht und beweist Mut zur Wahrheit! Man, das Volk, muss sich auf die unternehmerischen Planungen verlassen können.

Klar ist es schwierig solch klare Worte zu finden, aber ein Arzt ist auch der Wahrheit verpflichtet, wenn er dem Krebspatienten die Hoffnung auf Heilung nehmen muss.

Etwas schwieriger zu verstehen in seiner feinen – an das künstlerische anmutenden – Art, ist der folgende Abschnitt in der Pressemitteilung von RWE:

Dass die Landesregierung zum jetzigen Zeitpunkt die langfristige Perspektive des Tagebaus Garz-weiler in Frage stellt, ist aus Sicht von RWE unverständlich. „Wenn die Landesregierung vor dem Hintergrund der Energiewende eine neue Leitentscheidung für den 4. Umsiedlungsabschnitt anstoßen will, dann ist das sinnvoll. Gleichzeitig muss ein solcher Prozess aber ergebnisoffen sein und darf keinerlei Vorfestlegungen beinhalten“, so Peter Terium. „Bereits heute Ziele zu formulieren, die die Abbaugrenzen für Garzweiler in Frage stellen, halten wir für falsch.“

Keine Vorfestlegung, bedeutet keine Ziele, denn mit einem Ziel legt man sich fest. So dürfte es für ein Unternehmen, dessen Kraftwerkspark zu 48,7% aus Braunkohle

kraftwerke_rwe

besteht, eine gewissen Bedeutung haben, dass man auch zukünftig daraus Kapital schlagen kann. Eine Vorfestlegung könnte es sein, das man auch in den kommenden Jahrzehnten zumindest eine schwarze Null schreiben will, und sich nicht Verluste vorwerfen lassen will (s.h. Die Welt im Februar 2014).  Die anderen beiden Energiegrößen in Deutschland haben einen Gewinnrückgang, aber keine Verluste (ENBW, E.ON).

Fassen wir zusammen: Auf der Seite der „Neuen Energieträger“ gibt es im Moment nur Verlierer. Auf der Seite der „Alten Energieträger“ gibt es im Moment nur Verlierer. Der Bürger verliert sowieso (manchmal auch sein Haus).

Wo sind all die Gewinner hin?
Wann verlor das große Ziel den Sinn?

Dieses alte Bild aus der Kinderzeit
Zeigt alle Brüder vom Stamm der Gerechtigkeit
Wir waren bunt bemalt und mit wildem Schrei
Stand jeder stolze Krieger den Schwachen bei.
(Etwas frei nach „Indianer“ von Pur)

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