Die Energiewende – und auch die Stromwende – wird für die Bevölkerung von Deutschland gemacht.  Nicht für die Politik,  nicht für die Industrie. Letztere lässt über ihre Pressesprecher, wie zum Beispiel die RLP CDU-Chefin Julia Klöckner gerne die Apokalypse verkünden (s.h. Beitrag im Focus).

Doch wie weit sind wir von 100% Strom aus Wind und Sonne entfernt? Wie hoch ist bereits heute unser „Return-On-Invest“?

VW Werk in WolfsburgZiel der nuklear/fossilen Stromversorgung in Deutschland ist es gerade die Schwerindustrie mit elektrischer Energie zu versorgen. Die Fließbänder müssen angetrieben werden, und wenn man der Golfstrom versiegt, dann sind die entstehenden Kosten gleich extrem hoch. Kosten, die innerhalb der Industrie entstehen. Kosten, die man nur durch Investitionen in eine sichere Stromversorgung verhindern kann.

Und der Bürger?

Im vergangenen Jahr haben die Deutschen etwa 21 Mrd. Euro über die EEG-Umlage in den Ausbau der Stromerzeugung aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse investiert. Wie man in den EEG-Leaks bei Metropolsolar nachlesen kann, wird sich diese Summe auch nicht verändern. Lediglich die Mittelverwendung.

vollversorgung_18032014

Am 18.03.2014 wurde zu 61% der Zeit die Bevölkerung vollständig mit Strom aus Sonne und Wind versorgt. Mangels Datenmaterial wird Wasserkraft und Biogas hierbei nicht berücksichtigt.  Zu keinem Zeitpunkt waren es 57% der Bevölkerung.

Klar, man muss auch „Schattentage“ beachten. Der 25.03.2014 zum Beispiel. Da gab es nur zu 7% der Zeit eine Vollversorgung der privaten Haushalte. Allerdings wurden immer noch 48% der Bevölkerung zu jedem Zeitpunkt des Tages sicher mit elektrischer Energie versorgt.

Warum sind diese Werte so hoch?

Basis für die Berechnung der Versorgungssicherheit, ist der Standard-Verbrauch im zeitlichen Verlauf. In der Nacht wird deutlich weniger Strom verbraucht, als zum Beispiel in den Abendstunden.  Zudem wird in Deutschland nur etwa ein Drittel des erzeugten Stroms überhaupt innerhalb der privaten Haushalte benötigt. Der überwiegende Teil wird entweder direkt bei den Kraftwerken verbraucht – oder durch die Industrie.

Die Berechnung des Deckungsgrades durch Wind- und Solarenergie erlaubt es Lücken zu identifizieren. So kann man beim Durchblättern der letzten Tage gut erkennen, dass in den Abendstunden noch Schwächen bestehen. Jetzt könnte man sich Strom von der Industrie leihen – oder die Windkraft weiter ausbauen.

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