Update #Strompreis2014 und der Energie-Soli – Rauf und Runter auf der Stromrechnung…

strompreis2014Nach Berechnung von Prof. Dr. Volker Quaschning könnte die Zahlung einer Abgabe (Umlage) der Stromerzeuger auf selbst genutzten Strom im Jahr etwa 50€ je Haushalt einsparen. Der unter dem Begriff „Energie-Soli“ bekannt gewordene Vorschlag der Bundesregierung sieht eine Beteiligung aller Stromerzeuger an der EEG-Umlage vor, die über einer Bagatellgrenze von 10 KW liegen. Ausgeschlossen sind damit lediglich Stromerzeuger, die rein für den Haushaltsstrom eine PV-Anlage betreiben.

Eingeschlossen sind dagegen bereits Anlagen von Mehrfamilienhäuser, oder Einfamilienhäuser mit zusätzlichem Strombedarf für Wärmepumpen. Ebenfalls eingeschlossen sind Kraftwerke für Unternehmen, Mikro-KWK Anlagen – bis zum Atomkraftwerk. Gerade bei letzteren wird häufig ein Betrag von 10%-20% des erzeugten Stroms für den Betrieb selbst genutzt.

Im Klartext bedeutet dies, dass die Markt-Einstiegskosten von Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke um einiges ansteigen dürften. Langfristig mag dies zu einer Vergünstigung der Privat-Kundentarife führen. Kurzfristig kann es allerdings zu einem starken nach oben Preissprung kommen, da die Erzeuger die Kosten wohl an die Verbraucher weitergeben werden.

Gewinner könnte die Windkraft sein, denn hier ist bislang die Eigennutzung noch recht wenig verbreitet.

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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