Man darf eigentlich fast alles kritisieren. Man darf zu allem Vorschläge unterbreiten oder es auch mal in einem anderen Licht zeigen. Gerade zum Thema Stromwende, also dem Umbau der Stromversorgung zu 100% nachhaltigen Energiequellen, gibt es sehr viele Meinungen, Ziele und Konflikte. Das geht sehr lange gut, da man Sätze mit „Man“, „Wir“, „Die“ beginnen kann. Es gibt aber eine Sache, die sollte man unterlassen: Jemandem das Gefühl vermitteln, dass seine Rolle von Wichtig auf Unwichtig wechselt.

So ist es mir heute Abend geschehen… und ich habe den Fehler nicht bemerkt…

Da referiert der Kerl über 2 Stunden über alle möglichen Dinge, aber besonders viel über den Stromhandel und das Geschäft, welches damit verbunden ist. Was die Erneuerbaren und die schwankenden Lasten für Auswirkungen auf den Handel haben – und wie Geld im Vergleich zum Strom fließt. Das Gemeine: Der Händler wird zum Wertschöpfer – nicht mehr der Erzeuger.

Im Publikum ein „Kraftwerker“ zu recht werden einige Vereinfachungen in der Darstellung kritisiert, aber in einem Vortrag von 2 Stunden, der nur 30 Minuten dauern sollte, muss man vereinfachen. Etliche Kilo-Watt-Peaks sind ebenfalls im Raum versammelt, doch von dort kommt weniger Kritik – verdienen Sie doch auch mit ihrem Mini-Kraftwerk Geld.

Erst bei der Ruhe der Heimfahrt fällt mir auf, warum der „Kraftwerker“ recht eindringlich gefeuert hat. Habe ich doch in meinem Vortrag gesagt, dass der Strom selbst eigentlich keinen Wert hat, sondern erst durch den Handel zu einem Wert (im sinne des Wirtschaftsgutes) wird…

Der Kraftwerker ist übrigens bekennender Befürworter der Energiewende. Der Fehler lag bei mir.

In diesem Sinne habe ich wirklich nur halbgedacht.

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