Jahresvergleich der benötigten Energie für Heizung
Jahresvergleich der benötigten Energie für Heizung

Der Anfang des Jahres 2014 ist relativ mild. Das schont den Geldbeutel, da weniger Energie für Heizungen benötigt wird. Sparen ist angesagt, da das Jahr 2013 uns spätestens bei der Nebenkostenabrechnung noch einmal ins Gedächtnis gerufen wird.

Bereits im März und im Mai hatte blog.stromhaltig darauf hingewiesen, was sich zum Jahresende bestätigt. An vielen Orten in Deutschland musste mehr als 5% mehr Energie aufgebracht werden, als noch im Jahre 2012. Unabhängig vom eingesetzten Primärenergieträger (Öl, Kohle, Strom, …) ist der Bedarf gestiegen und wird sich in den Nebenkosten bemerkbar machen. Nachzahlungen und eine Anhebung der Abschlagszahlungen dürfte die Folge sein.

Eine Absenkung der durchschnittlichen Temperatur in Frankfurt am Main von 11,0°C in 2012 auf 10,7°C in 2013 klingt zunächst als vernachlässigbar. Ursächlich ist allerdings der empfindlich kalte März, der mit einem akzeptablen Sommer zusammen kam. Die im Jahresvergleich höheren Temperaturen im Sommer, machen sich bei der Bestimmung des Primärenergiebedarfs nicht bemerkbar, da sie in die heizfreie Zeit fallen.

Die Menge an Kohle, Gas, Strom, die benötigt wird um eine Wohnung zu heizen, kann am ehesten über die Berechnung der Heizgradtage und deren Summe verglichen werden. Steigt die Summe der Heizgradtage um 10%, so kann man davon ausgehen, dass auch 10% mehr Brennmittel benötigt wird. Eine Ausführliche Beschreibung der Heizgradtage kann man bei mauer-wetter.de finden. Die Tages und Monatssummen für Orte in Deutschland, findet man bei EcoWetter.

Heizgradtage Jahr 2012 Jahr 2013 Veränderung
Berlin 2342 2437 4%
Frankfurt (Main) 2016 2117 5%
Stuttgart 2216 2385 8%
Köln 2029 2217 9%
Hannover 2216 2422 9%
Hamburg 2335 2459 5%
Traunstein 2410 2472 3%
Gera 2603 2698 4%
Schwerin 2483 2515 1%
Passau 2371 2456 4%

Verlierer: Power-To-Heat

Auch wenn der Rohölpreis aktuell eher zurück geht, so ist die angebotene Energie eine endliche Menge, die nicht beliebig ausgebaut werden kann. Ein moderner Energieberater empfiehlt heute meist eine Wärmepumpe, die im Betrieb vor allem Stromkosten verursacht. Auch bei dieser Heizungsform wird der Bedarf linear zu den Heizgradtagen sein. In Deutschland besteht allerdings kein Mangel an Strom – im Gegenteil, die Exporte elektrischer Energie steigen von Jahr zu Jahr. Das Jahr 2013 hat erneut den Rekord von 2012 bereits Anfang Dezember erreicht.

Durch den verstärkten Einsatz von Kohlekraftwerken im Zuge des Atomausstiegs benötigt das Netz Flexibilitätsoptionen. Es ist unrentabel, ein thermisches Kraftwerk für wenige Betriebsstunden anzuheizen und Strom in das Netz einzuspeisen. In der Folge werden künstliche Überkapazitäten geschaffen, die nicht dem Wärmemarkt zugeführt werden. Das Festhalten an Leistungsabrechnung beim Bezug von elektrischer Energie, lässt Zweifel aufkommen, ob Energieversorger das Wörtchen „Energie“ mit Recht tragen. Wenn Magdalena Neuner im E.ON Spot sagt: „Heute gibt es zu Energie mehr Fragen…“ , dann kann eine Antwort die Schaffung von neuen Energieprodukten sein.

Leider sind die Versorger im Moment viel zu stark im Grabenkampf gegen „Die Erneuerbaren“ verstrickt, als dass sie integre Lösungen anbieten würden. Der Power-To-Heat Kunde wird demnach vom Klima abhängig sein und die Integrität der Energieberater wird in Frage gestellt.

Na dann, mit viel Energie schnell raus aus der Heizperiode…

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