Inhalt nicht verfügbar.
Bitte erlauben Sie Cookies, indem Sie auf Übernehmen Sie auf das Banner

Die Stromversorgung in der Bundesrepublik Deutschland ist nach Angaben des Verbandes Deutscher Elektrizitätswerke [Heute BDEW] bis in die 90er Jahre gesichert. Der Verband gab heute [28.7.1988] eine Pressekonferenz in Essen.

Im vergangenen Jahr haben die Kraftwerke in der Bundesrepublik über 350 TWh Strom erzeugt.Die Energieunternehmen rechnen damit, dass der jährliche Stromverbrauch um kaum mehr als ein halbes Prozent steigen wird. Selbst bei höchster Auslastung gehen nirgendwo die Lichter aus. Trotzdem ist der Atomstrom weiter auf dem Vormarsch. Zwei neue Kernkraftwerke in Lingen und Landshut sind dieses Jahr schon ans Netz gegangen. Im Herbst soll noch ein weiteres in Neckarwestheim dazu kommen.

Der Strom aus diesen Anlagen, aber aus Kraftwerken mit Öl oder Gas, kann gegenwertig sehr preiswert erzeugt werden. Enerie aus Sonne, Wasserkraft oder Wind, ist dagegen noch relativ teuer, das könnte sich zwar ändern, wenn die Preise für Rohöl wieder steigen, doch die Energieunternehmen fühlen sich auch durch die Haltung der Bundesregierung gestärkt, denn eben erst hat sich das Kabinet gegen die Einführung von Erneuerbaren Energien ausgesprochen, und dass obwohl die Windenergie soweit entwickelt worden ist, dass sie auf dem Strommarkt eingesetzt werden könnte.

Aber weitere Subventionen, für die das Wirtschaftsministerium zuständig ist, lehnt Bangemann ab. Damit wurde der Windenergie am Markt der Riegel vorgeschoben. So werden sich Deutsche Windräder auch weiterhin nur zu Forschungszwecken drehen. Das gilt sebst für die neuen Energieparks in Wilhemshaven und im Landkreis Dithmarschen. Dabei liefern in Dänemark solche Anlagen bereits Strom ins Netz über 2.000 Windräder produzierten 1987 mehr als 150 MWh, bis 1990 soll sich diese Zahl sogar vervierfachen.

Energiekonzept

Die Grünen haben heute in Bonn eine Untersuchung des Freiburger Ökoinstitutes vorgelegt, wonach innerhalb eines Jahres auf Atomstrom verzichtet werden kann, ohne dass die Schadstoffbelastung steigt. Voraussetzung seinen konsequentes Energiesparen, sowie die verstärkte Nutzung Erneuerbarer Energiequellen, wie Sonne, Wind und Wasser. Sie könnten bis zum Jahre 2010 26% des Stromes erzeugen.

(Text: NDR / Tagessschau / 1988)

Den Beitrag "Tagesschau vor 25 Jahren offenbart Lücken bei der Nachhaltigkeit der Energiepolitik. offline Lesen:

Ein Gedanke zu “Tagesschau vor 25 Jahren offenbart Lücken bei der Nachhaltigkeit der Energiepolitik.

Kommentar hinterlassen

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

benötigt