9. Dezember 2013 – Energieadvent – Stromnetz als Speicher

Antwort von Horst Christian Wagner- Geschäftsführer Enerxeed
Antwort von Horst Christian Wagner- Geschäftsführer Enerxeed

Wird heute nicht das Stromnetz bereits als Speicher „missbraucht“?

Das Stromnetz ist und wird niemals ein „Speicher“ sein. Speist ein Stromerzeuger, der seinen Strom aus erneuerbaren Energien gewinnt, seinen überschüssigen Strom ins Netz ein, muss dieser vorrangig abgenommen werden. Es muss also an anderer Stelle „grauer“ Strom weniger erzeugt werden. Es ist insofern also kein Speichern des Stroms und die gesetzlich vorgeschriebene Vorgehensweise macht in Bezug auf die Energiewende auch Sinn.

Im Gegenzug dazu, bringt es die bisherigen, großen Stromerzeuger in Bedrängnis. Deren große Kraftwerke wurden mit der Zielsetzung gebaut, durchgehend Strom zu produzieren und können nicht mal so hoppla-hopp rauf und runter gefahren werden. Dies führt unter anderem zu den ständigen Debatten zwischen den großen Kraftwerkbetreibern und den Stromerzeugern im Bereich erneuerbare Energien.

Dies kann als Antwort auf die Frage gleich wieder zu einer neuen Frage führen: Wenn es seit über 20 Jahren den Ansatz der erneuerbaren Energien gibt, wieso haben die großen Kraftwerkbetreiber ihre Geschäftsmodelle und Pläne nicht daran angepasst und immer weiter nach dem veralteten Prinzip neue Kraftwerke geplant?

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Eine Antwort auf „9. Dezember 2013 – Energieadvent – Stromnetz als Speicher“

  1. Ich denke die großen EVU haben schon etwas geändert. Z.B. haben sie überflüssige Kraftwerke an die Stadtwerke verkauft und sie haben auf den Export (hauptsächlich in die Niederlande) gesetzt. Ganz wichtig erscheint mir auch zu sein, dass sie mehrjährige Lieferverträge abgeschlossen haben, so dass der Preissturz an der Börse ihnen egal sein kann, zumindest für einige Jahre. Die Gegenparteien dachten wiederum, dass mit dem Atomausstieg die Preise anziehen würden und sie somit für ihre Kunden ein gutes Geschäft machen würden.

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