Antwort von Andreas Kühl - Energieblogger von Energynet
Antwort von Andreas Kühl – Energieblogger von Energynet

Steckt die Energiewende steckt in den Gebäuden?

Bei der Energiewende blicken wir immer wieder auf die Gebäude unserer Umgebung. Jede Photovoltaik-Anlage auf einem Dach ist für uns ein weiter Schritt zur Energiewende. Dabei ist das noch lange nicht alles, was an Energiewende in den Gebäuden steckt.

Zuerst denkt man dabei an den Energieverbrauch der Gebäude, der Heizenergieverbrauch trägt immerhin zu ca. 35% zum CO2-Ausstoß bei. Das Potential zur Reduzierung des Heizenergieverbrauches und der Emissionen aus diesem Bereich ist noch immer enorm groß, spielt aber in der Energiewende nur eine Nebenrolle. Auch hier möchte ich nicht weiter darauf eingehen und beim Strom bleiben, denn da können Gebäude auch noch eine große Rolle spielen.

Längst steht die Photovoltaik-Anlage nicht mehr für ein teures Hobby. Mit der PV-Anlage auf dem Dach können die Stromkosten, auch ohne Speicher, verringert werden. Das gilt nicht nur für Eigenheimbesitzer, auch Mieter in Mehrfamilienhäusern können davon profitieren. Dies geht am einfachsten durch die Nutzung des Solarstroms für die Gemeinschaftsanlagen, wie Aufzug, Treppenhausbeleuchtung, Kellerbeleuchtung, etc.

Der nächste Schritt im Mehrfamilienhaus ist der Verkauf des Stroms vom Dach an die Mieter in Zusammenarbeit mit einem Energieversorger, der die Lücken mit Strom aus dem Netz abdeckt. Für die Vermieter ist dies eine gute Gelegenheit Mieter mit günstigem Strom an sich zu binden und Energieversorger können damit ihre Innovationskraft zeigen. Erste Projekte der Art werden in 2014 umgesetzt von Lichtblick, bzw. Toshiba, in Verbindung mit großen Wohnungsgesellschaften.

Das ist aber erst der Anfang der Energiewende im Gebäude. Mit einem lokalen Energiemanagement und einem Batteriespeicher kann das Optimum aus der eigenen Stromversorgung herausgeholt werden, vielleicht sogar bis hin zur Selbstversorgung.

Der nächste Schritt nach der Stromversorgung wäre dann die oben bereits angesprochene Wärmeversorgung von Gebäuden. Hier kann die Wärmepumpe eine wichtige Funktion einnehmen, beispielweise mit dem Strom vom Dach. Das Energiemanagement kann zum Beispiel entscheiden, ob der nicht nutzbare Strom der Photovoltaikanlage in einer Batterie gespeichert wird oder über eine Wärmepumpe einen thermischen Pufferspeicher erwärmt für das Brauchwasser oder gar für die Heizung wenn vorher der Bedarf minimiert wurde.

Die Chancen der Energiewende stecken eben in Gebäuden.

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