Robert Doelling

2. Dezember 2013 – Energieadvent – Wärmepumpen und Flexibilisierung

Robert Doelling
Antwort von Robert Doelling

Welche Rolle spielen Wärmepumpen bei der Flexibilisierung der Stromnachfrage?

Wärmepumpen sind in den vergangenen Jahren immer effizienter und beliebter geworden. Sie bieten allerdings nicht nur eine Alternative zu den klassischen Heizungssystemen, sondern können durch moderne Smart Grid-Steuerungen auch zum Lastmanagement von Stromnetzen eingesetzt werden. Dabei kann eine Wärmepumpe dazu dienen, Strom aus dem Netz gezielt abzunehmen und selbst erzeugten Strom nicht ins Stromnetz einspeisen zu müssen.

Dies funktioniert zum einen über das Speichern von Wärme in einem Pufferspeicher. Ist viel Strom im Netz vorhanden, so kann dieser gezielt durch die Wärmepumpe abgenommen, effizient in Wärme umgewandelt und zeitversetzt ins Heizungssystem abgegeben werden. Zum anderen kann durch eine Wärmepumpe der Eigenverbrauch z. B. von PV-Strom gesteigert werden. So kann die Strommenge, die sonst zu PV-Spitzenzeiten ins Netz abgegeben würde, reduziert und das Stromnetz entlastet.

Dem Einsatz von Wärmepumpen zur Flexibilisierung der Stromnachfrage sind jedoch Grenzen gesetzt, da sie exergetisch „hochwertigen“ Strom irreversibel in exergetisch „niederwertige“ Wärme umwandeln. Daher sind sie auch keine gleichwertige Option zu Stromspeichern, sondern allenfalls als eine von mehreren Flexibilitätsoptionen zu werten, die dann zum Einsatz kommen kann, wenn bei hohen Ökostrom-Anteilen der Einspeicherungsbedarf für Ökostromüberschüsse die wirtschaftlich verwertbaren ausspeicherbaren Strommengen übersteigt.

Weitere Informationen: Energie Experten / Wärmepumpen.

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