Antwort von Jan Aengenvoort - Next Kraftwerke
Antwort von Jan Aengenvoort – Next Kraftwerke

Muss zukünftig stärker zwischen Ausgleichenergie und Regelenergie unterschieden werden?

Regelenergie und Ausgleichsenergie sind zwei Seiten derselben Medaille und trotzdem völlig unterschiedlich. Während die (physische) Regelenergie von den Übertragungsnetzbetreibern über eine Internetplattform beschafft wird, ist jeder Bilanzkreisverantwortliche – sowohl auf Erzeuger- als auch auf Abnehmerseite – selbst dafür zuständig den eigenen Bilanzkreis möglichst glattzustellen, um (bilanzielle) Ausgleichsenergiekosten (=die Abrufkosten der Regelenergie) zu vermeiden. Da die Ausgleichsenergiekosten tendenziell mit der zunehmenden Einspeisung von volatilem Wind- und Solarstrom und der gleichzeitigen Abnahme von gesicherter flexibler Erzeugungsleistung durch konventionelle Kraftwerke steigen werden, kommt ihrer Vermeidung eine immer größere Bedeutung zu. Durch einen viertelstundenscharfen Intraday-Handel lassen sich Bilanzkreise allerdings recht gut glattstellen – zum Beispiel bei plötzlicher Wolkendecke, einer unvorhergesehenen Sturmfront oder einem Kraftwerksausfall.

Anders gesagt: Durch einen viertelstundengenauen Intraday-Handel lässt sich der Bedarf an Regelenergie und somit die Gefahr von bedrohlichen Netzsituationen „vorausschauend“ vermindern. Und da viele Bilanzkreisverantwortliche momentan die Glattstellung von Bilanzkreisen entgegen ihrer Pflicht vernachlässigen – worauf die Bundesnetzagentur am 16. September 2013 in einem Positionspapier erneut mahnend hingewiesen hat – wird das Thema der Vermeidung von Ausgleichsenergiekosten über einen aktiven Intraday-Handel in naher Zukunft immer wichtiger werden.

Weitere Informationen in einem aktuellen Blog-Beitrag von Next-Kraftwerke.

Den Beitrag "10. Dezember 2013 – Energieadvent – Ausgleichenergie und Regelenergie offline Lesen:

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