Lediglich ein Drittel des Strompreises können die Versorger aktuell selbst beeinflussen. Sämtliche Steuern werden 1 zu 1 auf die Verbrauchseinheiten aufgeschlagen. In weiter Ferne sind variable Strompreise, die dem privaten Stromverbraucher einen Anreiz geben, den Verbrauch in Zeiten zu verlagern, bei denen besonders viel Strom aus Wind, Sonne und Wasser vorhanden ist. Das Resultat ist ein Ungleichgewicht, welches durch kostspielige Reservekapazitäten ausgeglichen werden müssen, die nicht zuletzt von den Stromkunden bezahlt werden müssen.

„Im unteren dreistelligen Bereich dürfte sich die Ersparnis für einen durchschnittlichen privaten Haushalt bewegen „ rechnet Thorsten Zoerner von blog.stromhaltig vor. „Eine Ersparnis, die sich doppelt auszahlt, denn auch der Aufwand für die Versorger entwickelt sich mit der variablen EEG-Umlage rückläufig.“

Die EEG-Umlage als fester Bestandteil der Stromkosten kann bereits in ihrer bestehenden Form zum cleveren Strombezug und erheblicher Kosteneinsparung genutzt werden, denn die Versorger sind lediglich verpflichtet in der Summe den Verbrauch richtig abzuführen –nicht aber zeitlich  synchron.  Preissensitive Stromkunden helfen mit einer zeitlich in ihrer Höhe schwankenden EEG-Umlage die Netze zu entlasten und den Grundstein für SmartUtitilies zu legen.

Zur Nutzung der EEG-Umlage 2.0 benötigt der Stromkunde einen sogenannten SmartMeter und einen unabhängigen Messstellenbetreiber. Der intelligente Stromzähler sendet mindestens alle 15 Minuten einen Zählerstand, der zur Abrechnung der aktuellen Verbrauchsmengen dient. Der Versorger multipliziert den Verbrauch mit seinem Basispreis exklusive der EEG-Umlage. Die von den vier Übertragungsnetzbetreibern festgesetzte EEG-Umlage wird mit Grünstromindex multipliziert, der für den Verbrauchsort und die 15 Verbrauchsminuten gültig ist. Da der Grünstromindex spätestens 24 Stunden im Voraus bekannt ist, kann der Stromkunde flexibel auf das Dargebot reagieren.

EEG-Umlage mit Grünstromindex

  • Optimale Ausnutzung bestehender Netzinfrastruktur
  • Einfache Integration von SmartMeter und SmartHome
  • Lastflexibilisierung der privaten Stromverbraucher
  • Planungssicherheit durch verlässliche Reservebestimmung
  • Transparente Bezugskosten für private Haushalte
  • Einfache Anwendung:
    Endkundenpreis=
    Basispreis+(EEG*2*(1-GSI)

Der Grünstromindex ist eine Rechengröße, die seit August 2013 für alle Orte (Postleitzahl) in Deutschland ermittelt wird. Er gibt einen Prozentwert für jede Viertelstunde des Folgetages aus, der das nutzbare Potential aus EE-Stromerzeugung im Verhältnis zum Verbrauch widerspiegelt. Ein hoher Indexwert (=100%) entspricht einer hohen Erzeugung aus nicht fossilen Kraftwerken bei gleichzeitig geringem Stromverbrauch an einem Ort. Die Berechnungsformel des Indexwertes sichert dabei ab, dass die Werte im Schnitt bei 50% liegen und nach oben und unten gedeckelt wird. Bei der Berechnung werden die tatsächlich vorhanden Erzeugungsanlagen sowie das Wetter am Verbrauchsort berücksichtigt.

Interesse geweckt? Rufen Sie an: 0221 – 339 639 01

Den Beitrag "Mit der variablen EEG-Umlage 2.0 clever Stromkosten sparen offline Lesen:

Ein Gedanke zu “Mit der variablen EEG-Umlage 2.0 clever Stromkosten sparen

  1. Klingt auf jeden Fall sehr interessant. Ich muss gestehen, dass ich das vorher garnicht kannte. Da werde ich mich auf jeden Fall einmal genauer informieren.

    Antworten

Kommentar hinterlassen

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

benötigt