September: Anstieg trotz Wahl und Unsicherheit
September: Anstieg trotz Wahl und Unsicherheit

Den dritten Monat in Folge steigt das Interesse an Photovoltaik-Anlagen im Endkundenbereich. Das ist ein interessanter Trend, den viele Branchenkenner insbesondere wegen der Bundestagswahl und der sich daraus ergebenden Unsicherheit über die Fortführung der Einspeisevergütung so sicher nicht erwartet hätten. Zurückführen lässt sich diese Entwicklung wohl nur auf einen wesentlichen Faktor: Der direkte Eigenverbrauch von Solarstrom ist wirtschaftlich als auch die treibende Motivation, sich über die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Dach zu informieren.

Märkte senden unterschiedliche Signale

Der SolarContact-Index, Maß für das Interesse an Photovoltaik-Anlagen im kleinen und mittelgroßen Anlagenbereich bis 30 kWp Leistung, ist um 3,5 Prozent von 113 Punkten im August auf 117 Indexpunkte im September angestiegen. Dies ist bereits der dritte Anstieg in Folge und nähert sich der diesjährigen Hochphase des Frühjahrs an. Das Interesse an Stromspeichern verharrt jedoch konstant auf einem eher niedrigen Niveau. Dies und auch der aktuell zu beobachtende Rückgang im Anlagenzubau, der vor allem im Segment der größeren Leistungsklassen zu verbuchen ist, lässt auf eine sich wandelnde Motivation des Interesses an Kleinanlagen schließen.

Jan Gesthuizen, Redakteur beim Fachmagazin Sonne, Wind und Wärme folgert: „Der SolarContact-Index und auch andere Marktsignale zeigen, die beiden Marktsegmente Großanlage und Hausanlage funktionieren grundsätzlich verschieden. Während Großanlagen derzeit schweren Zeiten entgegen sehen, mausert sich der Eigenverbrauch zum Top-Verkaufsargument im häuslichen Bereich. Solarstrom ist inzwischen deutlich günstiger als alle Tarife, die Versorgungsunternehmen einem Normalbürger anbieten können. Dabei spielen Stromspeicher für das Eigenheim derzeit bisher eine untergeordnete Rolle. Es geht aktuell eher um die einfache und direkte Eigennutzung des Solarstroms. Batteriespeicher sind noch relativ teuer und daher eher ein Liebhaberobjekt. Aber das waren normale PV-Module, Windräder, Handys oder Computer auch einmal.“

Positivtrend deutet auf stabilen Anlagenzubau hin

Doch wie geht es nun in den kommenden Monaten weiter? Im langfristigen Trend ist zu beobachten, dass eine Zunahme des Interesses an Photovoltaik-Anlagen immer auch zeitversetzt im Abstand von zwei bis drei Monaten eine Zunahme des Anlagenzubaus nach sich zog. Somit kann durchaus angenommen werden, dass es gen Jahresende eine saisonal untypische Steigerung oder zumindest einen konstant verlaufenden Auftragsbestand für Solarteure geben könnte. Zudem steht die Frage der Koalitionsbildung und der Fortentwicklung des EEG noch aus. Kommt es hier zu deutlichen Kürzungen oder gar einer Abschaffung, so könnte auf deutsche Solarteure noch eine Jahresendrallye zukommen.

Anfragedienstleister bildet Online-Interesse ab

Der SolarContact-Index stützt sich auf die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen im Internet und wird von der DAA Deutsche Auftragsagentur aus Hamburg erhoben. Die DAA ist der größte deutsche Internet-Anfragedienstleister für regenerative Energietechnik und konzentriert sich seit mehr als drei Jahren auf die Projektvermittlung für Solaranlagen, Heiztechnik sowie Dämmungs- und Sanierungsarbeiten. Mit einem breiten Netz von Partner-Webseiten aggregiert die DAA einen signifikanten Teil der deutschlandweiten Internet-Anfragen für Photovoltaikanlagen. Aus all diesen Projekten bildet die DAA monatlich den SolarContact-Index, der die momentane Nachfrage nach Photovoltaikanlagen bewertet. Weitere Informationen zum Index unter http://de.solarcontact.com/photovoltaik/solarcontact-index.

Autoren: , Jan Gesthuizen

 

Den Beitrag "SolarContact: Interesse an PV-Kleinanlagen auch im September ungebrochen offline Lesen:

Kommentar hinterlassen

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

benötigt