Das Internet der Dinge (Internet Of Things) beschreibt, dass der (Personal) Computer zunehmend als Gerät verschwinden und durch „intelligente Gegenstände“ ersetzt wird. Statt – wie derzeit – selbst Gegenstand der menschlichen Aufmerksamkeit zu sein, soll das „Internet der Dinge“ den Menschen bei seinen Tätigkeiten unmerklich unterstützen. Die immer kleineren Computer sollen Menschen unterstützen ohne abzulenken oder überhaupt aufzufallen. (Wikipedia: IOT)

Eine potentielle Überproduktion von elektrischer Energie ist einer der Nebeneffekte der Stromwende. Verständlich, wenn man bedenkt, dass mehr Leistung von unstetiger Erzeugung geliefert werden soll. Die Möglichkeit einer dynamischen Verbrauchssteuerung ist eine andere Option. Kleinteilig mittels Regelenergie und Ausgleichenergie zur Netzstabilität  beitragen will die Swisscom Energy Solutions mit ihrem Angebot BeSmart.

Bei BeSmart werden die Wärmepumpen, Nachtspeicherheizungen und andere Großverbraucher zu einem virtuellen Kraftwerk verbunden. Auch wenn kein Strom erzeugt wird, so kann dennoch im Netz für mehr Verbrauch oder weniger Verbrauch durch eine Fernschaltung gesorgt werden. Verbindet man viele Geräte zu einer zentralen Steuerung, dann verändert dies die Balance des Netzes.

Das Ganze funktioniert denkbar simpel. Es kommt eine Technologie zum Einsatz, die letztlich nicht viel mehr als ein ferngesteuerter Ein-Aus-Schalter ist. Die Schalter werden im Haus an die Wärmepumpe, die elektrische Direktheizung oder die Nachtspeicherheizung angeschlossen. Gekoppelt mit einem Kommunikationsmodul bilden sie das virtuelle Kraftwerk. (IT-Market.ch)

Die Swisscom Energy Solutions wurde im September 2012 gegründet als Tochter der Swisscom. 200 Mitarbeiter hatten sich in einem ersten Feldtest beteiligt. Im Januar 2013 ist RePower mit einer 35 Prozentigen Beteiligung in das Projekt eingestiegen und liefert seither den Zugang zu deutlich mehr Stromkunden.

Bereits vor zwei Wochen hatte blog.stormhaltig unter der Überschrift „Ungenutztes Potential bereits intelligenter Stromnachfrager“ auf das Potential hingewiesen, welches sich durch eine Vernetzung vieler Wärmepumpen ergeben würde. Im Pressebericht wird bei BeSmart eine Verschiebung der Heizzyklus von 30 Minuten genannt, welche sich nicht auf den Komfort der Heizung auswirken sollte. Nach Angaben von Swisscom Energy Solutions erfolgt die Schaltung am bereits verwendeten Eingang der Rundsteuertechnik (Kompressorstrom) und ist somit nicht schädlich für die Anlage.

Die Wärmepumpe und Nachtspeicherheizung wird mit der Schweizer Lösung  zu einem intelligenten Gegenstand, welcher seine Aufgaben für zwei Herren erledigt. Dem Stromnetz liefert es einen Lastausgleich – dem Stromkunde eine Sicherheitsfunktion, da es ebenfalls Ausfälle der Heizanlage überwachen kann.

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