Solarwindrad
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Schon der erste Fehler, es ist keine Subvention, denn dafür müsste es eine Steuer sein – und eine klare Ausschreibung…

Fällt denn eigentlich niemandem auf, dass die Energiewende – besser gesagt die Stromwende – genauer gesagt der Ausstieg aus der Kernenergie und der Trend zum Wegfall der Verstromung von Dinosauriern  nur über einen Punkt gestoppt wird: Strompreis! Strompreis! Teuer!

Das schlimmste ist, dass die Macher der Stomwende selbst alles tun, damit dem so bleibt. Ein kleiner Tatsachenbericht, warum ich für die vollständige Abschaffung jeglicher Förderung, Subvention im Energiesektor bin.

Die Modellrechnung eines Solarteurs meines Vertrauens wirft fragen auf. Warum steht an Punkt 1 der Argumentation eigentlich die Rendite? Selbst nach der Berechnung des Eigenverbrauchs ist in jedem zweiten Satz das Wort Rendite von XY%. Deutlich mehr als auf dem Sparbuch – schön, aber ich wollte eigentlich etwas ganz anderes: (Meine) Kosten senken.

Die Bitte in der Rechnung beim Punkt „Stromverkauf/Netzeinspeisung“ den Wert von „0 Euro“ einzusetzen führt nicht nur zu Unverständnis, sondern wird mit den Worten kommentiert: Das kann die Software nicht.

Die Förderanträge für Speicher, Kredit und Co. – freundlich als „Papierkram“ umschrieben – erinnern stark an das Marathonmeeting mit meinem Bankberater, als ich damals auf die irrwitzige Idee kam, ein Haus zu bauen. Notwendiges übel einer Finanztransaktion?

Finanztransaktion! Genau das ist es, was man einem „Investor“ in die Energiewende heute verkaufen will. Ich bin kein Schiffs-Reeder, ich bin auch kein Fondsmanager – und ich will in der Zukunft auch kein Energieversorger sein. Klar, soll sich alles was ich mache kostendeckend und am besten kostensenkend sein. Aber bitte ohne Nebeneffekte für andere Mitglieder der Gesellschaft.

Aktuell lese ich das Buch „Die große Volksverarsche“ von Hannes Jaenicke. Vielleicht bin ich deshalb so gereizt…

Je mehr Herumgetrickse und offensichtliche Ungerechtigkeiten es im Zusammenhang mit den Kosten für die Energiewende gibt, detso geringer wird die Bereitschaft des einzelnen sein, für den Klimaschutz zu zahlen. (Hannes Jaenicke)

Herumgetrickse im Wald der Subventionen, Förderungen und anderen Effekten suggerieren mir das Bild, dass man besonders clever ist, wenn man nur möglichst viel Geld kassiert. Profit macht! Ähnlich den Steuersparmodellen, die mir regelmäßig irgendwo angepriesen werden. Wer Wege zur „Optimierung“ der Steuerlast verfolgt, der klaut den anderen Bürgern das Geld.

Als ich dem Solarteur erkläre, dass ich kein Dachgold (Sorry Cornelia für die Verwendung deines Blog-Namens) , sondern Nachhaltigkeit wünsche, ernte ich einen Blick, als ob mein Gegenüber sich überlegt, ob er einen Krankenwagen zur Zwangseinweisung in die Psych holen soll – oder lieber selbst fahren will, um sicherzustellen, dass ich auch tatsächlich ankomme.

Wirklich schlimm ist, dass suggeriert wird, dass es ohne Getrickse, Subvention, Förderung nicht geht. Das Gegenteil ist der Fall! Eigenverbrauch rechnet sich, selbst wenn man den eingespeisten Strom verschenkt. Onshore-Windkraft rechnet sich, selbst wenn man direkt vermarktet (beweist mehr als 80% des erzeugten Stroms). Biomasse und Biogas rechnet sich, wenn man diese als Regelleistung anbietet. Laufwasser rechnet sich, wenn man damit langfristige Kontrakte abschließt.

Jaja, die andere Seite kassiert auch. Stimmt! Gehört genauso abgeschafft! Volle Kosten inklusive Abbau, Entsorgung und CO2-Zertifikat für alle. Bedingungslos, ausnahmslos. Eigentlich müsste doch die FDP für einen solch liberalen Markt sein?

In einem ziemlich naiven Blogpost stand am Montag die folgende Kritik zum Generationen-Manifest:

Doch zugegeben: Ihre Vision hat was. Wie alle Visionen von Querdenkern und Ökopionieren mit beschränkter Haftung. Wenn die Rechnung kommt, sind die Urheber längst über alle Berge. Idealerweise irgendwo am Genfer See, umsorgt von einer Schar dienstbarer Geister. (Quelle: Achgut)

Wieso lassen die Befürworter der Energiewende zu, dass man einen „Single-Point-Of-Failure“ so zur Schau stellt? Infiziert vom Virus der Profitgier?

Den Beitrag "Kommentar: Die Subvention von Ökostrom kotzt mich an! offline Lesen:

4 Gedanken zu “Kommentar: Die Subvention von Ökostrom kotzt mich an!

  1. Hach, die Blogposts aus Ärger sind halt meist doch die schönsten und noch schöner wenn Dachgold darin vorkommt 😉 Ich hoffe du weisst auch, dass ich voll und ganz bei dir bin und es bei meinen Rechnungen nicht um Rendite geht, sondern eben ausschließlich um die Gestehungskosten und diese liegen bereits deutlich unter dem Haushaltsstrompreis und teilweise sogar schon unter dem gewerblichen. Wenn endlich allen klar wäre, wie billig die Erneuerbaren mittlerweile geworden sind, müssten wir diese Debatte nicht mehr führen. Der allereinfachste Weg wäre tatsächlich alle direkten und indirekten Förderungen abschaffen und eine Drecksumlage für den emittierten Schmutz. Wer emmitiert, der zahlt und wird sich zunehmend sauberere Energieformen anschaffen. Es wär so einfach, aber für die Politik ist es viel einfach etwas zu verschenken, als etwas wegzunehmen. Deshalb tut sich damit das System eben so schwer.

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  2. Der Fehler liegt in der Vergangenheit bei den Boomjahren der Photovoltaik, da ging es nur um die Rendite und um nichts anderes. Kein deutsches Solar-Unternehmen hat sich um die Zukunft gekümmert. Die Rechnung bekommt man heute. Man hätte schon viel eher nach der eigentlichen Rendite schauen sollen, die Einsparung durch selbst erzeugten Strom.

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  3. Pingback: E-Mobilität als Gewinner des EEG 2.0? | blog.stromhaltig

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