Smart-Home: Der Zug ist durch…

SmartHome: Ernüchterndes Ergebnis
SmartHome: Ernüchterndes Ergebnis

Vor fast 3 Jahren bin ich in mein selbst geplantes „Smart Home“ gezogen. Ein Begriff, der mittlerweile auch Produkte am Markt hat. Damals war dies noch etwas anderes. Heizungsregelung, Beschattung, Licht, Steckdosen – alles ist im Rahmen der Fernwirktechnik zur Not vom anderen Ende der Welt steuerbar.

Ja, man kann auch heute noch als Nerd gelten, mit dieser Technik. Die Visionen, die ich persönlich damit verbunden habe, sind aber längst nicht erfüllt worden.

Zum Einsatz kommt bei mir IP-Symcon, eine Steuerrungssoftware, die dank PHP-Schnittstelle alles erlaubt, was man mit einem Computer berechnen, automatisieren und verwalten kann. Als Bus-System habe ich den Funkbus von Eaton-Möller, der dank seiner Aktoren an jedem Punkt, wo bei mir das Stromnetz hängt angeschlossen ist.

Wärmesteuerung

Eigentlich hatte ich dank Geothermie den Plan, dass ich im Sommer die Wärme für den Winter einlagere. Die Praxis zeigt aber,  dass die Effizienz der Kühlung nicht ausreicht, um die Soletemperatur signifikant zu erhöhen. Die Wärmepumpe selbst konnte ich bislang nicht an die Automatisierung anschließen, wodurch sich das „Smart-Wärme“ auf die Steuerung der Stellmotoren der Fußbodenheizung konzentriert. Die Optimierung der Wärmepumpe macht somit etwas – die Haussteuerung etwas anderes. Zwei sich selbst optimierende Systeme sind in der IT immer ein Problem – beim Smart Home auch, wenn man Sparen das Ziel ist.

Aktion mit Aktoren

Ein Follow-The-Sun Script, welches ich mir geschrieben habe sorgt dafür, dass nur dort die Rolläden unten sind, wo tatsächlich die Sonne steht. Das Haus ist damit auch im Sommer hell und man fühlt sich nicht wie in einer dunklen Höhle. Praktisch ist dies aber eher in den Bereich der Spielerei einzuordnen.

Licht wird generell überwacht, d.h. ein vergessenen Licht gibt es nicht. Dies hat sich allerdings recht schnell als Nachteilig bei winterlichen Putzaktionen erwiesen. Da geht dann mal ein Licht aus, ohne dass jemand auf den Schalter gedrückt hat. Kurzum, auch diese Steuerung ist mittlerweile eher deaktiviert als aktiviert. Trotz Fernbedienung und IPhone-App – 99% der Schaltvorgänge kommen vom ganz normalen Lichtschalter. Heimautomatisierung bringt an dieser Stelle wenig.

Einzig die Beschattung, da muss ich sagen, dass man etwas Zeit sparen kann, wenn man diese automatisiert. Im vollständigen Gegensatz stehen die Steckdosen. Diese sind nach 3 Jahren immer auf „AN“ geschaltet. Pläne, wie dem vergessenen Bügeleisen den Saft zu klauen, sind nie wirklich in durchsetzbar gewesen.

Sicherheit

Wer Haustiere hat, sollte keine Bewegung messen. Daher ist dieser Fall bei mir etwas komplizierter. Die Praxis zeigt, dass ich ein vollständiges Bewegungsprofil meiner Katze habe. Einbruchsensorik hätten aber auch mit einer „normalen“ Alarmanlage realisiert werden können.

Fazit

Rund 30.000€ sind direkt in die Heimautomatisierung und die Umsetzung eines Smart-Home geflossen. Bis auf Spielerei hat sich die Vision und die Hoffnungen an ein solches System nicht erfüllt. Weder hinsichtlich des Energiesparens – noch hinsichtlich des Komfortgewinns. Den Vertrag zur Wartung der Software (Updates) habe ich nicht weiter verlängert…

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