2014 - Das Jahr bei dem die Energiewende im Geldbeutel ankommt
2014 – Das Jahr bei dem die Energiewende im Geldbeutel ankommt

Glaubt man den aktuellen Prognosen, so könnte im kommenden Jahr das erste mal der Strompreis für private Kunden nach unten gehen. Grund hierfür ist der doch noch positive Ausbau der Erneuerbaren Energie und der damit verbundene Preisrückgang an der Börse. Zum Eintreten müssen allerdings zwingend die Marktbedingungen (besonders die EEG-Umlage) so bleiben, wie sie sind.

Die Energiewende kommt endlich als Preissenkung zum Bürger – wenn auch 2014 nur eine geringe.

Aktuelle Prognosen für die EEG-Umlage gehen davon aus, dass diese im kommenden Jahr erneut steigen wird. So rechnet Greenpeace mit einem Anstieg um 0,8 Cent/kWh – der Stromhändler Ensys sieht sogar nur 0,7 Cent/kWh.   Zwar sind damit die Prognosen für 2014 leicht nach oben korrigiert worden, allerdings ging der Börsenpreis auch weiter zurück als ursprünglich gedacht.

Im zweiten Quartal 2012 lag der Baseload Preis im Schnitt bei 4,039 Cent/kWh im Jahre 2013 bei schlechterer Witterung bei 3,260 Cent/kWh. Dies bedeutet, dass allein durch den Rückgang bei den Bezugskosten der Anstieg bei der EEG-Umlage ausreichend kompensiert werden kann. Bild-Leser, die ihren Stromanbieter etwas nach seiner Preispolitik aushören, dürften tatsächlich geschockt sein.

Zusammensetzung der EEG-Umlage

Als die EEG-Umlage geschaffen wurde, war es eine recht einfache Rechnung. Die Betreiber der Anlagen haben einen festen Preis bekommen, der dann auf die Gemeinheit (alle Stromverbraucher) umgelegt wurde. Im Laufe der letzten Jahre, spielen andere Faktoren einen wesentlich größeren Anteil. Im Jahre 2013 sind die Förderkosten lediglich 44% der Umlage, wie der Bundesverband Erneuerbare Energie in einer Studie offen legt. Allein 23% der Umlage-Kosten macht das sogenannte Industrieprivileg aus. Für 2014 kann davon ausgegangen werden, dass dieser Anteil noch einmal steigt, da zur Frist 30.06.2013 noch einmal mehr Anträge auf Befreiung eingegangen sind, als im Vorjahr.

Ein weiterer Anteil übernehmen die Börsenpreise. Geht der Strompreis an der Börse unter den garantierten Betrag für die Einspeisung, so machen die Übertragungsnetzbetreiber diesen Betrag gegenüber der EEG-Konten geltend. D.h. die Differenz zwischen Börsenpreis und garantierter Einspeisevergütung belastet die EEG-Umlage. Die genauen Beträge können auf den sogenannten EEG-Konten nachgelesen werden.

Bei der Differenz-Finanzierung zum Börsenpreis  ergibt sich im Jahre 2014 nach den genannten Prognosen ein besonderer Effekt. Zwar steigt der Betrag durch den weiteren Rückgang an, jedoch geringer, da noch andere Energieträger am Markt sind. Dieser Hebel sorgt nach meiner persönlichen Schätzung ab einem Baseload Preis von unter 3,2 Cent/kWh für eine Verdrängung von teureren Erzeugungsanlagen.

Den Beitrag "2014 - Das Jahr der Strompreissenkung! offline Lesen:

Kommentar hinterlassen

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong> 

benötigt