Rückgehende Berichterstattung
Rückgehende Berichterstattung

Viele Themen kommen und gehen in der öffentlichen Berichterstattung. Nur wenige Themen schaffen es einen kontinuierlichen Platz in der Berichterstattung zu finden. Sobald in Blogs, Foren oder auch Zeitungen ein Bereich nach dem Thema benannt wird, hat es das Thema in den Mainstream geschafft. Bei der Energiewende ist dies mit Sicherheit der Fall, dennoch wurde bereits am 7. März ein Rückgang des Interesses festgestellt, der sich bis zum Juni scheinbar fortsetzt.

Meinung ist wichtig!
Meinung ist wichtig!

Meinung ist die Grundlage für Diskussion. Diskussion ist die Grundlage für Veränderung. Als Großprojekt bringt die Energiewende eine Fülle von Veränderungen mit sich, die nicht zuletzt im bereits beschriebenen Generationen-Manifest einen prominenten Platz begründen.

blog.stromhaltig wertet jeden Abend um 23:00 Uhr die Nachrichten im Internet zu bestimmten Schwerpunktthemen aus. Untersucht wird neben der Energiewende selbst die Bereichterstattung über den Atomausstieg, Klimawandel und auch Politiker. Vor der Bestimmung des Indexwertes, der die Aufmerksamkeit beschreibt, wird eine Filterung nach doppelten Einträgen vorgenommen. Damit entsteht ein recht guter Überblick über die öffentliche Diskussion zu einem Thema.

Energiewende ein Thema für unter der Woche

Schaut man sich die Beiträge, die veröffentlicht werden etwas näher an, so fällt auf, dass sie hauptsächlich aus der Wirtschaft stammen. Zweiter großer Block sind die Meldungen aus der Politik. VKU, BDEW, Greenpeace, VDE und alle anderen Interessensverbände bestimmen diese Diskussion mit ihren Kommentaren/Studien und Stellungnahmen/Positionen. Ganz im Gegensatz zum Them Klima, welches den Weg in die Wochenendausgaben der Zeitungen und in die sozialen Medien deutlich einfacher gefunden hat.

Die Energiewende braucht Meinungen

… lautet ein Slogan der Energieblogger. Gerade beim 7-Tages Schnitt der Aufmerksamkeit ist ein Rückgang in der Grafik erkennbar. Dies führt dazu, dass Veränderungen auf politischer und wirtschaftlicher Ebene eher im Hinterzimmer diskutiert werden können, anstelle einer breiten Öffentlichkeit transparent gemacht zu werden. Am 22. September 2013 ist Bundestgswahl – etwas Aufklärung über Hintergründe würde mit Sicherheit niemandem schaden.

Den Beitrag "Tendenziell geht die Aufmerksamkeit für die Energiewende zurück offline Lesen:

5 Gedanken zu “Tendenziell geht die Aufmerksamkeit für die Energiewende zurück

  1. Der zuständige Minister Altmaier versucht doch mit „Brandbrief“ uns alle auf weitere Preiserhöhungen einzustimmen; Siemens-Chef Löscher ebenfalls. Hauptsache der Privatkunde zahlt weiter fleißig all die Aufschläge für offshore-Risiken, diverse Steuern, verfehlte Förderung, Negativpreise, weil nicht investiert wird in sinnvolle Ergänzungen zum Ausbau der Netze. Der exportabhängigen deutschen Industrie kann man doch keine Stromkosten zumuten, erst recht keine Forderungen, sich an nötigen Investitionen in den Umbau der Energieversorgung zu beteiligen – dafür haben wir doch die privaten Steuerzahler.

    Frei nach dem Motto: wenn schon der Minister nicht weiter kommt, dann wird es schon richtig sein, dass der Steuerzahler die Last trägt – so schlimm wird es schon nicht werden,

    Wer überblickt überhaupt noch all die Förderbedingungen, Ausnahmen und Auswirkungen bei Änderungen an der Förderung unter Beachtung von Bestandsschutz? Werden die Erwartungen von Bürgern, die Energie sparen oder sich für Stromanbieter mit EE-Strom entscheiden, für ihr „ökologisches Engagement“ tatsächlich erfüllt oder eher in die Irre geführt?

    Welche Partei hat das Thema Energiewende nicht nur populistisch auf der Agenda für die nächste Bundestagswahl?

    Haben wir die richtigen und vollständigen Informationen und sind die lokalen Anbieter vorbereitet oder/und willens, ihre Chance und Verantwortung für eine neue Gestaltung der Energieversorgung wahrzunehmen?

    Antworten
  2. Die Stimmung um die Energiewende ist ziemlich schlecht. Während Investoren unter der Unsicherheit leiden, fürchten Unternehmen in erster Linie steigende Strompreise.
    (Quelle: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/finanzierung/energiewende-anwendung-statt-herstellung/ )
    Es herrscht einfach ein zu großes Chaos auf diesem Gebiet. Die Geschwindigkeit der Energiewende muss an einigen Stellen relativiert oder zumindest koordiniert werden.

    Gruß,

    W.

    Antworten
    • Bitte nicht falsch verstehen, aber ich habe den Link auf Markt und Mittelstand entfernt, da er mit gleichem Kommentartext auf verschiedenen Internetseiten zu finden war. Gerne nehme ich diesen wieder auf, wenn ich die Identität der Person erkennen kann.

      Antworten
  3. Pingback: Juwi-Gründer will halbes Unternehmen verschenken, wenn… via blog.stromhaltig.de

  4. Pingback: Nach #TVDuell spürbare Beruhigung bei den Energiemachern? via blog.stromhaltig.de

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