klimageraetWie warme Semmeln … – oder geschnitten Brot…

Kaum ist die 30 Grad Marke geknackt findet man im Eingangsbereich der Baumärkte in Deutschland die mobilen elektrischen Klimageräte. Der BUND Oberrhein nennt die Standgeräte „schlecht gekennzeichnete Stromfresser“ . Tatsächlich brauchen diese Geräte einiges an Strom. Wikipedia beschreibt das Problem wie folgt:

Der höchste Kühlbedarf fällt zeitlich mit der Mittagsspitze im Lastprofil des Stromverbrauchs zusammen. Sie ist damit mitverantwortlich für die Auslegung von Kraftwerken und Stromnetz. Spitzenlaststrom ist ökonomisch wie ökologisch besonders aufwändig.Kompressionskältemaschinen arbeiten mit Kältemitteln.

Wie würde die Bilanz aussehen, wenn man ein Koppelgeschäft macht?

Für den 17.06.2013 werden wir in Heidelberg und Umgebung auf rund 20 Kühlgradtage kommen. Diese Kennziffer wird als Äquivalent zu den Heizgradtagen berechnet um den Bedarf von Kühlung in Wohn- und Bürogebäuden zu berechnen. Ein durchschnittlicher Wert für diese Jahreszeit – dessen schnelle Abhilfe mit mobilen Standgeräten scheinbar gegeben ist.

Alternativen gibt es etliche. Bei meinem Haus wird das Erdreich als Wärmespeicher verwendet. Wärme, die jetzt im Hause zuviel ist, wird für den Winter aufgehoben. Faktisch wird die Wärmeenergie zwar lediglich das Warmwasser der kommenden Tage etwas günstiger machen, aber Verschwendung ist mit Sicherheit nicht gegeben. Für Großanlagen – im diesem Falle ein Hotel – hatte Andreas Kühl von Energynet das Prinzip bereits im Jahre 2010 in einem Beitrag beschrieben. Für normale Einfamilienhäuser ist etwas mehr Aufwand notwendig, da die Kollektoren zunächst verlegt werden müssen, was Grundstücksfläche benötigt.

Unter dem Begriff Solare Klimatisierung versteht man die Verwendung von Sonnenenergie zur Kühlung. Dabei wird Strom aus einer lokalen PV-Anlage verwendet, um eine  Klimaanlage zu betreiben. Die Besitzer können sich über einen zusätzlichen Komfortgewinn freuen – bei zeitgleicher Entlastung der Netze. Wobei…

Mittlerweile ist sehr viel Strom im Netz zur Mittagszeit, wenn die Sonne scheint. Dennoch könnte aus Sicht der Nachhaltigkeit ein Ansatz sein, dass man den Verkauf der Standgeräte mit einer Extra Umlage etwas teurer macht. Diese Umlage würde in den Topf der EEG-Umlage fließen und so für den weiteren Ausbau der dezentralen Sonnenstromproduktion dienen.

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