Windkraft rund um Wetzlar - Win(d)scout App
Windkraft rund um Wetzlar – Win(d)scout App

Die Tücke liegt im Detail – sagt man, besonders bei der Windenergie. Ein Blick in die aktuelle Presseschau zeigt, wie zwar ein Konzens auf nationaler Ebene erreicht wird, die Schwierigkeiten aber erst auf kommunaler/regionaler Ebene adressiert werden können. Die Diskussion um die Energiewende und die wichtige Rolle des Stroms aus Windenergie muss unabhängig von Strompreisbremsen und EEG-Umlagen Diskussion lokal intensiviert werden. Besser Frühzeitig und mit Weitblick.

Eine kleine Reise durch die Diskussion über Windkraft im Anfang  Mai 2013 in der Lokalpresse

Wetzlar, Mittelhessen. Im Teilregionalplan Energie Mittelhessen sind aus Sicht der lokalen CDU Fraktion zuwenige Flächen für Windenergie vorgehen.

„Sie haben Verrat an ihren Zielen begangen“, warf Breidsprecher (CDU) der rot-grünen Koalition vor. (Quelle: Mittelhessen.de)

Interessant ist der Wettstreit, der scheinbar am Ende des Beitrages mit dem benachbarten Landkreis Lahn-Diel angedeutet werden soll. Ein Prozentueller Vergleich der Fläche verbunden mit einer Anzahl von Windrädern… Irgend etwas schmeckt mir da nicht. An dieser Stelle sei noch einmal auf den Global Atlas der IRENA hingewiesen. Zusätzlich noch die IPhone App Win(d)Scout von energie-online.

Sulz am Neckar, Baden-Württemberg. Der Schwarzwälder-Bote berichtet unter dem Titel „Die Energiewende gelingt nur Geimensam“ vom Treffen der Arbeitsgemeinschaft Windkraft in der Schwarzwaldregion.

„Die Teilnehmer wollten außerdem richtig stellen, dass es nicht an den Behörden liegt, warum der Bau neuer Windkraftanlagen im Land nur langsam vorankommt. Der Ausbau der Windenergie gelinge nur bei einer sorgfältigen Planung und mit Einbeziehung der Bevölkerung.“ (Quelle: Schwarzwälder Bote)

Um Akzeptanz zu sichern müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Die Einbeziehung der Öffentlichkeit und die Verfolgung eines gemeinsamen Zieles hilft dabei. Aufklärung und vor allem die Einrichtung einer Diskussionsplattform hilft dabei. Gelingt dies nicht, dann kommt es schnell zu Skurrilitäten wie der Ablasshandel vom Februar.

Dachau, Bayern. Fährt man auf der A9 durch Bayern, so sieht man viele PV-Anlagen auf Scheunen, die vor einigen Jahren noch nicht vorhanden waren. Windräder findet man in Bayern bislang nur wenige. Was selten ist, wird schnell zur Attraktion, so auch die Anlage die 138 Meter Anlage in Dachau. Ein Besucher-Magnet, der nun sogar ein Schild mit der Aufschrift „Windrad nur zu Fuß erreichbar“ hervorgebracht hat.

„Die meisten sind positiv eingestellt und an der Technik interessiert, einige sind anderer Meinung“ (Investor Gasteiger gegenüber der Süddeutschen Zeitung)

Die Baugenehmigung musste man sich erst vor Gericht erstreiten, gegen den Willen des Stadtrates (CSU). Seither wird hauptsächlich die Naturzerstörung und Profitgier den Investoren vorgeworfen, so die SZ.

Wetzlar, Sulz, Dachau – Auffallend ist bei allen Beiträgen, dass die wichtige Rolle der Windenergie gerade in Süddeutschland nicht zur Sprache kommt. Das Investoren und Planer ein Risiko eingehen und ihnen das Geld nicht einfach hinterher geworfen wird.

Ist es lediglich die Angst vor Veränderung? Die Argumente für oder gegen Konzepte/Projekte und Visionen erscheinen mir recht plakativ – besonders, wenn es um Windkraft geht.

Mein Ausflugstipp für das Wochenende: Technik-Museum in Sinsheim. Dort kann man sich ein Rotorblatt von Growian anschauen. Mittlerweile sind 30 Jahre seit der Entwicklung der einst größten Versuchsanlage für Windkraft vergangen – die Kinderkrankheiten,  von damals sorgen heute für die Immunität der erwachsen gewordenen Technologie.

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