Strommix-Navigator jetzt mit individuellem CO2 Emissionsfaktor

Beispiel: Strommix Dortmund
Beispiel: Strommix Dortmund

Wie alle Anwendungen entwickelt sich auch der Strommix Navigator von Stromhaltig weiter. Anfang Mai wurden bereits die Daten im Hintergrund aktualisiert, so dass sich für viele Orte ein neuer Mix ergeben hat. Allerdings werden nach und nach neue Funktionen eingearbeitet, die dem Anwender ein besseres Verständnis über die lokalen Gegebenheiten der Stromversorgung geben soll.

Kohlendioxid Emission

Der Ausstoß an CO2 ist abhängig vom eingesetzten Primärenergieträger. Nach den Angaben des Umweltbundesamtes wird mit 1161 Gramm je Kilo-Watt-Stunde bei der Verbrennung von Braunkohle am meisten  Treibhausgas freigesetzt. Ist der Anteil der Braunkohle im lokalen Strommix höher, so steigt natürlich auch die spezifische CO2 Emission.  Für Deutschland ergibt sich so ein Schnitt von 541g/kWh.

Kraftwerkskarte

Bislang konnte man sich nur wenig vorstellen, welche Erzeugungseinrichtungen einen signifikanten Anteil am Strom in der eigenen Steckdose haben. Die Kraftwerkskarte gibt zumindest über die Großerzeuger Auskunft. Verwendet werden die aktuellen Daten der Bundestnetzagentur.

Stromnetzkarte

Beispiel: Stromnetz Dortmund
Beispiel: Stromnetz Dortmund

Damit in einem Verbundnetz tatsächlich Strom ausgetauscht werden kann, sind Überlandverbindungen notwendig. Diese existieren in verschiedenen Spannungsebenen mit verschiedenen Verästelungen. Bei der Berechnung des Strommixes dient die Netztopologie vor allem dazu die spezifische Entfernung zum Kraftwerk zu ermitteln und damit den Anteil im Mix.

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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