Redispatch April 2013
Redispatch April 2013

Fällt ein Kraftwerk ungeplant aus, dann muss schnell gehandelt werden. Eine Möglichkeit, die von den Übertragungsnetzbetreibern hierfür zur Verfügung steht ist eine Redispatch-Maßnahme. Frei übersetzt eine veränderte Zuteilung  – oder einfach die Änderung des Fahrplans von zumeist thermischen (fossilen) Kraftwerken. Im April 2013 kam es zu insgesamt 178 solchen Eingriffen. Erstaunlich ist, dass trotz hoher Einspeisung durch regenerative Energieträger der Befehl mehr Leistung zu liefern häufiger erteilt wurde, als der Aufruf die Leistung zu reduzieren. Ohne Strom aus Sonne und Wind hätte es wahrscheinlich noch mehr Eingriffe gegeben…

Am 13.04.2013 waren insgesamt 12 Kraftwerke mit einer Leistung von mehr als 100 MW ungeplant nicht nichtbeanspruchbar (Quelle: EEX). Nach Aufforderung der Tennet TSO ging daraufhin Irsching 5 bis 18:15 Uhr mit einer mittleren Leistung von 493 MW ans Netz und lieferte im Verlauf des Tages 5.668 MWh Arbeitsleistung.

redispatchFallen kleine Kraftwerke aus, oder kommt es zu Verbrauchsspitzen, dann kann dies relativ leicht durch die sogenannte Regelleistung ausgeglichen werden. Dafür wird von den Übertragungsnetzbetreibern dauerhaft die Frequenz des Netzes überwacht. Weicht diese von den 50 Hz ab, so wird entweder Energie aus dem Netz genommen – oder zusätzlich eingespeist. Da es jedoch die Kraftwerke für das Angebot der Regelleistung begrenzt ist, muss manchmal in die Fahrpläne der Kraftwerke eingegriffen werden, um die Stabilität des Netzes zu sichern.

Kraftwerksbetreiber melden einen Tag im Voraus bis 14:00 Uhr an die Übertragungsnetzbetreiber die verfügbaren Kapazitäten. Daraus ergibt sich der Fahrplan, der meist auf geringe Betriebskosten optimiert ist. So sind Kohlekraftwerke im vergleich träge, da sie einige Zeit für das Anfahren benötigen. Gaskraftwerke hingegen können sehr schnell hochgefahren werden, sind aber dank der Ölpreisbindung des Energieträgers je Erzeugungseinheit relativ teuer.

Kommt es zu einer Re-Dispatch Maßnahme, so wird in die Pläne eingegriffen und zusätzliche Leistung angefordert oder die Leistung reduziert.

Rolle der EE-Stromerzeugung

Auf Basis der Daten der vier Regelzonen und einer Analyse für den Monat April 2013 kann gezeigt werden, dass sowohl auf der Ursachenseite als auch auf der Maßnahmenseite der Re-Dispatch auf Basis fossiler Kraftwerken erfolgte. Dies führt zu dem Entschluss, dass trotz unstetiger Erzeugung aus Sonne und Wind, diese eher eine stabilisierende Wirkung hatte.

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