Veranstaltungswerbung am Eingang des Kinos
Veranstaltungswerbung am Eingang des Kinos

„Siggi Du bist doch so fossil…“ meint der Conférencier Jean-Claude zum Wieslocher-Madel im Stück das Kind und der Zauberspuk des Marionetten Theaters. 

Im Filmtheater in Ketsch wurde am 02.05.2013 das Leben mit der Energiewende (V1.3 bw) gezeigt. Der letzte Film, der in diesem Kino gespielt wird, denn es wurde bereits Ende 2012 geschlossen.  Dennoch bleibt das Kino ein Teil der Geschichte des Dorfes – genauso wie das Leben mit der Energiewende.

Wo hat man es noch, dass der Regisseur (Frank Farenski) selbst die die Karten für den Film verkauft? Ein kurzer Plausch über den Film. Ein paar Duzend Besucher sind der Einladung gefolgt. Erstaunlich hoher Altersdurchschnitt – kommt mir in den Kopf. Der zweite Gedanke ist: Jetzt verstehe ich wo die ganzen CDU zu Grün-Wechselwähler bei der letzten Landtagswahl  im Ländle hergekommen sind.

Da ich den Film bereits im Vorfeld gesehen habe, möchte ich an dieser Stelle nicht mehr gesondert auf den Inhalt eingehen. Viel spannender ist eine Beobachtung der Besucher – des Regisseurs und der Veranstalter.

Fangen wir mit Frank Farenski an. Ein Medienprofi – charmant elegant setzt er sich und sein Werk in Szene. Was mir noch immer etwas an diesem Film fehlt ist die doch etwas einsichtige Sichtweise. So wird bei der anschließenden Diskussion zwar die Chancen durch Eigenstromnutzung genannt, das Risiko, dass sowohl CDU als auch Die Grünen eine Umlage auf den Eigenstrom planten, hätte ich zumindest in einen Nebensatz verpackt. Auch die Schwierigkeiten die für die Balkon-PV-Module (Plug&Safe) durch die Auflagen des VDE entstanden sind – werden nicht genannt. Gerne würde ich ihn in den Bereich der Energieblogger locken, denn diese Themen wurden unter den Bloggern in den letzten Wochen diskutiert.

Der Sonnenernte e.V. und ET Solar Power sind die Sponsoren und Initatoren des Abends.  Über den Verein kann ich nicht viel sagen. Bei der Aufführung wird er kurz von der Tochter des Vorstandes vorgestellt. Das Unternehmen dagegen kannte ich bislang nicht und bin am überlegen, dieses wegen seiner Analysen zum PV-Strom zu kontaktieren. DataLogger – ganz mein Ding.

Ein Kinofilm mit anschließender Diskussion. Aus Programmkinos bin ich dies gewohnt und finde es immer spannend, wer sich mit welchen Fragen meldet. Auch hier in Ketsch funktioniert die Inspiration durch einen Film zu einigen Fragen…

Aktuell wird hauptsächlich über den privaten Stromverbrauch diskutiert – doch wie sieht es mit der Industrie aus? Wie ändert sich deren Stromquellen? – Die Antwort wird wahrscheinlich irgendwo zwischen Industriekraftwerken und intelligentem Trading angesiedelt sein. Aus vielen Betrieben ist mir bekannt, dass bereits vor einigen Jahren die Controller die Frage nach den Stromkosten gestellt haben.

Mit der Stromerzeugung haben wir lediglich 1/4 der Energiewende geschafft – Mobilität und vor allem die  Wärmegewinnung sind die wirklich großen Herausforderungen für die Energiewende. Da wird sich auch in den nächsten Jahren noch einiges ergeben…

Bleibt das Fazit, dass ich einen kurzen Film mit einer anschließenden Diskussion wirklich ein tolles Vehikel finde, um komplexe Nachrichten zu übermitteln, die sich nicht auf einen 2 Minuten Beitrag beschränken lassen.

Für die Weiterentwicklung des Films hat mir Frank Farenski im Vorfeld verraten, wird der Anteil an BioMasse, Power-To-Gas und Wind erhöht werden. Eventuell wird es auch einen weiteren Film über eine Welt mit einer 100%igen Versorgung aus regenerativen Energien geben.

Ich bleibe gespannt!

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Ein Gedanke zu “Das Leben der anderen mit der Energiewende – Ein Kinobesuch – #bwjetzt

  1. Pingback: Wohneigentumsgemeinschaften und die PV-Anlage auf dem Dach via blog.stromhaltig.de

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