Blogparade: Woche der Sonne bei uns…. – RePowering

Blogparade zu den European Solar Days
Blogparade zu den European Solar Days

Anlässlich der European Solar Days veranstalten die Energiefacetten aktuell eine Blogparade rund um Sonne. In Abwesenheit einer eigenen PV-Anlage hatte ich mich  bislang auf das Lesen der Beiträge des Sonnenflüsterers, bei Ron von BiomassMuse und natürlich Doreen mit ihrem Interview mit der Sonne, beschränkt….

Da der PV-Strom allerdings der Hauptgrund für das Dezentral in der Energiewende ist, wollte ich mich dem Thema nicht ganz verschließen. Fachfremd und naiv wollte ich mir das Thema „RePowering“ ansehen, welches aus dem Bereich der Windenergie mir vertraut ist.

Das RePowering ist bei der Windkraft ein alter Hut. In wenigen Worten ist es der Austausch einer bestehenden Anlage mit einer effizienteren Anlage. Welche Motivation hinter einer solchen Maßnahme steckt, kann am besten an einem Beitrag von EnergyNet aus dem vergangenen Jahr abgelesen werden:

Ebenso positiv kann die Entwicklung im Bereich des Repowering betrachtet werden, dem Austausch alter Anlagen durch neuere leistungsfähigere Windenergieanlagen. Auch hier wird ein Wachstum von 30% erreicht, allerdings ist der bürokratische Aufwand genauso hoch wie bei dem  Neubau und entsprechend mit hohen Planungszeiten verbunden. Der Bundesverband Windenergie möchte mit Repowering die Anzahl der installierten Anlagen halbieren und die installierte Leistung verdoppeln. (Quelle: Energynet)

Doch wie schaut es eigentlich mit den PV-Anlagen aus? Gibt es auch da ein RePowering, also der Austausch einer bestehenden Anlage mit zeitgleicher Verbesserung der Kapazität?

Der erste PV-Boom war Mitte der 2000er als die Einspeisevergütung je Kilo-Watt-Stunde noch mehr als 50 Cent betrug und man mit einer normalen Dachfläche selten mehr als 5 kWp erzielen konnte. Mehr als der doppelte Ertrag dürfte heute mit 19 Cent Vergütung und dem Pflicht zum Eigenverbrauch auf der gleichen Fläche möglich sein.

Im Laufe der Vergütungszeit von 21+1 Jahre ist es wahrscheinlich, dass ein Teil der Anlagen einen Schaden an den Modulen durch Umwelteinflüsse oder sonstige Ursachen haben wird., Für diesen Fall muss eine Regelung bestehen.

Anlagen zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie, die Anlagen zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie auf Grund eines technischen Defekts, einer Beschädigung oder eines Diebstahls am selben Standort ersetzen, gelten abweichend von § 3 Nummer 5 als zu dem Zeitpunkt in Betrieb genommen, zu dem die ersetzten Anlagen in Betrieb genommen worden sind. (Quelle: Lexegese Blog)

Nach meiner Interpretation verändert sich bei einem Austausch wegen Störung/Mangel/Diebstahl somit auch nicht die Vergütung. Die 50 Cent je kWh werden dann weiter erstattet für die Restlaufzeit der Festschreibung.

Wie schaut es aber aus, wenn man ein RePowering ohne Defekt/Diebstahl vornimmt? Im Photovoltaikforum finden sich Beispiele, bei der die steuerliche Betrachtung offen bleibt – allerdings auch die rechtliche Situation nicht beleuchtet wird. Bei Top 50 Solar gibt es den Hinweis, dass die neuen Teil einer Anlage nicht die Leistung der alten Anlage überschreiten dürfen.

Bei Etagreen geht Stefan Wippich  etwas näher auf das Thema ein, wie ein RePowering für „Generation 1“ Anlagen aus dem 1.000 Dächer Programm aussehen könnte:

Da die ersetzte Anlage weniger Platz in Anspruch nimmt, hat der Besitzer die Möglichkeit, unabhängig von der ersetzten Anlage auf dem frei gewordenen Platz eine neue Anlage zu installieren. Diese wird ganz normal mit der derzeit geltenden Vergütung und einer neuen Laufzeit von 20 Jahren in Betrieb genommen. (Quelle Etagreen)

Clever klingt die zweite Möglichkeit, die im Beitrag angesprochen wird. Man nehme die alte Anlage und installiere sie einfach auf einem anderen Dach. Dadurch läuft für die Einspeisevergütung einfach weiter – und die neue Anlage auf dem jetzt freien Dach wird wie eine neue Anlage behandelt.

Wer also eine alte Anlage hat – und diese Austauschen will… mein Dach ist noch frei 🙂

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8 Antworten auf „Blogparade: Woche der Sonne bei uns…. – RePowering“

  1. Die letztgenannte Möglichkeit klingt wirklich sehr interessant. Man könnte sicher auch mal die Clearingstelle EEG um eine Stellungnahme hierzu bitten.

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    1. Werde ich gerne mal probieren …. Update folgt 🙂

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  2. wow, da wird ja wirklich schon weit in die Zukunft gedacht, abgesehen von der Einspeisevergütung sag ich auch immer, dass ein Zählpunkt, also das Recht zur Einpseisung in ein paar Jahren mal sehr wertvoll sein wird und wenn ich die Module nach 20 Jahren austausche hab ich etwa 40 Jahre lang eine sichere Energiequelle.

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  3. Solar Repowering findet ihr im Sonnenflüsterer Blog!
    http://www.sonnenfluesterer.de/2012/10/1000-dacher-programm-in-worms/ mit Kennzahlen oder aber unter http://www.sonnenfluesterer.de/tag/solar-repowering/
    die ganze Geschichte. Wenn es Fragen gibt einfach melden

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