Cent Beträge, die das Einkommen schlucken
Die EEG Umlage ist ein Faktor – unter Vielen!

Peter Altmaier hat sein Walkampfthema gefunden – schreibt Franz Alt auf der Sonnenseite und schildert, wie der amtierende Bundesumweltminister die EEG-Umlage als einziges Mittel ansieht, die tatsächlich den Strom verteuert.  Anlass genug einmal einen Blick in die Beiträge der letzten Monate zu werfen, in denen auch andere Ursachen genannt werden – deren Abschaffung oder Optimierung bislang in keiner der Bundestagsfraktionen angegangen wird. Eine Auswahl von den Top 10 Stromkostenfallen…

Alterndes Kraftwerksdeutschland

Die hälfte des verbrauchten (nicht Erzeugten!) Stroms in Deutschland stammt aus Kraftwerken, die älter als 30 Jahre sind. Dies führt besonders bei den fossilen Energieträgern immer häufiger zu nicht geplanten Ausfälle, die vom Netz kompensiert werden müssen. Da auch in den 80er Jahren die Kraftwerke bereits große Kapazitäten hatten („Dickschiffe“) – ist ein einzelner Ausfall deutlich folgenreicher als der Ausfall eines Windkraftwerkes. Die Kosten für Ausgleichsenergie die benötigt wird – Vertragsstrafen durch Nichterfüllung von Lieferzusagen etc… verteuern Stromgestehungskosten im allgemeinen.

Vermischung Nationalem mit Europa

Natürlich ist Export auch gut für die Wirtschaft. Allerdings verteuert ein reges Exportgeschäft auf Dauer die Preise auch im Inland, da eine Verdrängung von Marktteilnehmern auf Basis des Preises nicht stattfindet. Bislang wird Strom für teurere Preise exportiert, als sie hier im Inland über die Börse erzielt werden können.

Die anderen Kosten

Das manipulieren an einem Mechanismen, die Einführung neuer Regeln oder generell Veränderungen, die aus politischen Interessen entstehen sorgen für immer mehr Bürokratie. Bürokratie muss verwaltet werden – die Kosten dafür müssen von irgend jemandem getragen werden.

Fehlprognosen – Verbrauch

Prognosen über den Verlauf des Endverbrauches über die Zeit zu erstellen ist essenziell wichtig, wenn es um eine Bedarfsgerechte Stromerzeugung geht. Bislang gibt es kaum Anreizfaktoren die Qualität dieser Prognosen auch tatsächlich zu verbessern. Da die Kosten für die Fehlprognosen von den Stromkunden kollektiv gezahlt werden, ist es wirtschaftlich auch nicht unbedingt notwendig.

Das Wetter wird vernachlässigt

Eigentlich müsste durch die Energiewende die Qualität der Wettervorhersage deutlich verbessert worden sein. Für konventionelle Kraftwerke und besonders das Trading sieht man bislang noch kaum Ansätze, die Wetterwechsel im Voraus berechnen und zum Beispiel durch Kombikraftwerke/virtuelle Kraftwerke eine Glättung der Auswirkungen vornehmen. Auch hier entstehen schon heute Kosten, die zum Beispiel auch für einen Netzsausbau verursacht werden (Strom muss plötzlich  durch die ganze Republik transportiert werden).

Inhomogene Kommunale Strukturen

Bereits heute unterscheiden sich Städte und Dörfer extrem von ihrer Stromerzeugung und Verbrauchseigenschaften. Da sowohl Städte als auch Dörfer ihre Stromnetze nicht zusammenschließen gibt es sehr unterschiedliche Inseln. An den Verknüpungspunkten sorgt dies für eine sehr vielteilige Strategieabstimmungen. Jede Unstimmigkeit verursacht Kosten bei der Koordination und Umsetzung. Letztendlich sind es Abhängigkeiten voneinander und zueinander, die sich verändern.

Erfolge durch sinkende Verluste ignoriert

Durch die dezentrale Einspeisung von Strom – besonders bei PV Anlagen – geht die Entfernung zum Stromverbraucher zurück. Dadurch sind in den letzten Jahren bereits die Netzverluste spürbar zurückgegangen. Eine Kostesenkende Wirkung, die bislang noch nicht an die Endverbraucher weitergegeben wurde.

Unterschiedliche Eigentumsstrukturen

Konventionelle Energieträger und Erneuerbare Energieträger unterscheiden sich besonders in ihren Eigentumsverhältnisse. Dies bedeutet aber auch, dass sich die Finanzierungsmodelle unterscheiden. Über den Strompreis wird hinsichtlich der Rentabilität ein Spagat zwischen Konzerninteressen (Share-Holder-Value) und Privatpersonen versucht.

Transparenz mit dem Ja-.Aber

Wirklich objektiv kann man viele Aussagen über den Strompreis nicht machen, da es sich letztendlich auch um kaufmännische Strategien handelt, die einem Unternehmer gewisse Rechte einräumen. Bei einer öffentlichen Debatte über Stromnetze sollten allerdings manche Entscheidungen nachvollziehbar sein. Viele hierfür notwendigen Zahlen werden veröffentlicht – allerdings in einer Form, dass die systematische Auswertung und Meinungsbildung darüber nicht möglich ist. Die Folge sind Fehlinterpretation, Spekulation und Misstrauen.

Sparpoteniale nicht erschöpft

Energiesparlampen sind eingebaut. Die Weißgeräte folgendem neusten Energiespartrend – dennoch denke ich dass ein Teil des Stromsparpotentials noch gar nicht erschlossen ist. Ein Verständnis über den Verbrauch nicht existiert und auch nicht gefördert wird. Wenn der Strompreis um 5% steigt – ich aber 10% spare – mache ich immer noch 5% gut.

 

 

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