Bloggen ist ein Spiel mit dem Feuer
Bloggen ist ein Spiel mit dem Feuer

Wir schreiben das Jahr 1999 als ich das erste mal auf die Idee kam einen Blog zu schreiben. Damals noch mit einer Software, für Diskussionsforen, später mit Moveable Type und ab ca. 2004 mit WordPress. Thematisch war es sehr unterschiedlich – zum Teil IT Themen, dann Hausbau, jetzt verstärkt alles rund um das Thema Strom(netz). Das es zu diesem Thema kam, ist kein Zufall. Dank der Diskussion um die Energiewende, dem Ausstieg aus dem Ausstieg und der vielen Lobbyarbeit ist es eines der wenigen Themen, bei denen sich Emotion und Information ständig vermischen. Zahlen und Daten werden in der Berichterstattung meist so verwendet, wie sie gerade nützlich sind, um eine Nachricht zu verpacken.  Sobald es etwas schwieriger wird, lässt man sie allerdings gleich ganz weg und rundet auf Billionen auf. Das ist nicht nachprüfbar, aber das Zitat von Journalisten Wert.

Dieser Blog und meine Beiträge sind keine klassischen Journalistischen Werke. Spätestens an der einen oder anderen Wortwahl sollte man dies erkennen. Dennoch bin ich bemüht die Quellen zu nennen, auf die ich mich berufe und auch immer zu verlinken. Daten Journalismus nennt man dies wahrscheinlich auf Schwachdeutsch.

Das Thema Strom ist eine echte Datenhölle. Nicht erst mit der Einführung der SmartMeter explodieren die möglichen Datenmengen. Messwerte, Finanzzahlen und Wetterdaten nehmen in meinen verschiedenen Datenbeständen mittlerweile einige Terabyte ein. Das wirklich erschreckende: Bei den meisten Beiträgen hier im Blog berufe ich mich auf neu gefundenes Datenmaterial. Selten kommt es vor, dass etwas noch einmal verwenden kann.

Am Punkt der Datenflut trifft sich auch meine berufliche Tätigkeit mit dem was ich hier schreibe. Beruflich versuche ich in allen möglichen Datenbeständen neu Fakten zu erschließen, die vorher nicht bekannt waren. Dies gibt mir die Chance, dass ich auch privat die beruflich eingesetzte Software „missbrauchen“ kann um stromhaltige Datenbestände zu durchforsten.

Kommende Woche feiert Stromhaltig seinen 3. Geburtstag als Blog. Rückblickend muss ich sagen, dass es noch nie soviel Spaß gemacht hat wie jetzt sich mit dem Thema Strom zu beschäftigen. Monetarisieren lässt sich ein Blog nach meiner Meinung nicht. Vielleicht die Hostingkosten decken durch Werbung, aber mit Sicherheit nicht die Arbeitszeit bezahlen. Nach so vielen Jahren sehe ich dies als eine der größten Stärken von Blogs an, damit bleiben sie „frei Meinungsäußerung“. Persönlich finde ich die Kommentare immer als Betätigung. Sind die Beiträge zu wenig polarisierend bleiben die Kommentare aus – klar, man tritt ja niemandem auf die Füße.

Zum 3. Geburtstag von Stromhaltig möchte ich meinen persönlichen Dank an Andreas Kühl von EnergyNet.de und  Björn-Lars Kuhn von Proteus Solutions für die inspirative Unterstützung im letzten Blogjahr ausdrücken.

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