Notstromaggregate als Minutenreserve (Schaubild: NEXT Kraftwerke)
Notstromaggregate als Minutenreserve (Schaubild: NEXT Kraftwerke)

Unscheinbar in Garagen oder Containern verursachen Sie zwar eine Absicherung für das Unternehmen – da dieser Fall so selten eintritt – aber meist nur Kosten. Notstromaggregate sind der Dorn im Auge eines jeden Finanz-Controllers, denn sie verursachen Unterhaltskosten ohne dem System mittelbar etwas zu bringen. Was ist, wenn es eine Monetarisierung für diese Anlagen gibt, die bislang meist ungenutzt blieb? Einige Stunden müssen die Aggregate laufen, und dann kann man den Strom auch zu Geld machen. Möglich wird dies zum Beispiel durch Integration in ein virtuelles Kraftwerk.

„Produzierende Unternehmen, Stadien, Krankenhäuser und manche Ämter“ nannte mir der Pressesprecher von NEXT Kraftwerke am Telefon als Beispiele für Einrichtungen, bei denen klassisch Notstromaggregate verbaut sind. Einrichtungen, bei denen die Versorgung mit elektrischer Energie von elementarer Wichtigkeit ist. Das Stromnetz in Deutschland zählt allerdings zu einem der stabilsten Stromnetze der Welt, bei dem es nur relativ selten zu Ausfällen kommt.

Dennoch wollen gerade Rechenzentren auch nach wenigen Minuten Batteriebetrieb noch immer eine Stromquelle haben, die sie am leben erhalten.

„Die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) wird durch eine 15-minütige Batteriekapazität und Notstrom-Dieselaggregate garantiert. Sämtliche USV-Anlagen sind dabei redundant ausgelegt.“ (Beispiel SLA für Rechenzentren)

Damit die Aggregate auch im Ernstfall ihren Dienst übernehmen, müssen sie regelmäßig getestet werden. Die meisten Betriebskonzepte sehen für diesen Fall vor, dass das Aggregat für einige Stunden in Betrieb genommen wird. Der Diesel, der bei diesen Testläufen verbrannt wird ist verloren, bleibt der Strom beim Test meist ungenutzt.

Wird das Notstromaggregat allerdings per Telekommunikationseinrichtung im Rahmen eines virtuellen Kraftwerkes eingesetzt, dann können die Testläufe entfallen, denn für wenige (ca. 10-15 Stunden pro Jahr) wird das Aggregat anspringen und Strom in öffentliche Stromnetz einspeisen, um dort einen wichtigen Systemdienst zu erbringen: Die Minutenreserve.

Bei der Minutenreserve handelt es sich um das letzte Glied der Regelung und Steuerung des Stromnetzes. Sie wird zum Ausgleich von unerwarteten Schwankungen (=Fehlprognosen) von Verbrauch und Erzeugung im Stromnetz genutzt. Anforderung ist, dass ein Anbieter von Minutenreserve eine Kapazität von mindestens 5 MW vorhalten muss, eine Größe die durch kaum eine Notstromaggregat zu leisten ist. Kombiniert man jedoch mehrere Aggregate zu einem Angebot, und macht diese fernschaltbar, dann können die Hürden leichter genommen werden.

An diesem Punkt setzt NEXT Kraftwerke an und macht Unternehmen das Angebot,  per NextBox die Fernwartung zu übernehmen und die Kapazitäten auf dem Markt für Regelleistung zu veräußern. Die Besitzer von Nostromaggregatoren brauchen sich nicht um die Vermarktung zu kümmern, sondern haben lediglich das virtuelle Kraftwerk von NEXT als Vertragspartner.

Minutenreserve ist wichtig und wird eher noch wichtiger. Gaskraftwerke neu zu bauen, die für wenige Stunden im Jahr diese Leistung erbringen, lässt sich kaum rechnen. Vorhandene Infrastruktur einem zusätzlichen Nutzen (der sich auch auszahlt) zuzuführen ist Innovativ.

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2 Gedanken zu “Notstromaggregate: Von der Kostenfalle zur Einnahmequelle mit Nachhaltigkeit

  1. Pingback: Wirtschaftsfaktor Stromerzeugung – Kommunalwahlen 2014 – Mission:25% Lokal & Kommunal | blog.stromhaltig

  2. Die Idee, ein Notstromaggregat als Minutenreserve zu verwenden halten wir ebenfalls für sinnvoll. Notwendige Voraussetzung dafür ist allerdings eine Schalttafel für Netzsynchronisation bzw. Netzparallelbetrieb. Damit ist das virtuelle NEXT Kraftwerk insbesondere für eingebaute, stationäre Stromaggregate interessant, welche in der Regel ab 200 kVA PRP Leistung ohnehin mit Notstromautomatik für Netzparallelbetrieb geliefert werden.

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