Stromverbrauch der Wärmepumpe über 24 Stunden im Februar (Winter).
Stromverbrauch der Wärmepumpe über 24 Stunden im Februar (Winter).

Letztendlich geht es natürlich darum Geld zu sparen. Ein wichtiger Zwischenschritt beim Heizen mit einer Wärmepumpe ist aber das Verständnis dafür zu entwickeln, wie das System tickt. Ähnlich dem Verbrauch eines Autos, der von sehr vielen Faktoren abhängt, ist es auch bei einer Wärmepumpe sehr schwer herauszufinden, welche Faktoren wie zusammenspielen – mit welcher Auswirkung.

Auf Basis meiner eigenen Wärmepumpe habe ich mich daher auf die Suche nach einem „Effizienzwert“ gemacht, der als Indikator dienen kann.

Der Klassiker, wenn es um die Ermittlung der Effizienz einer Wärmepumpe geht, ist die Jahresarbeitszahl (JAZ) (s.h. Wikipedia). Diese stellt mit Überblick über ein Jahr eine Kennziffer da, mit der sich mehrere Wärmepumpen vergleichen lassen. Für mich der entscheidende Nachteil dieser Berechnung ist der lange Untersuchungszeitraum. Maßnahmen wie die Änderungen des Lüftungsverhaltens, oder die Absenkung der Temperatur einzelner Räume usw… lassen sich in ihrem Erfolg nicht mit dieser Berechnung ermitteln. Meine Suche ging nach einem tagesgenauen Vergleich der Effizienz.

Bei der Erstellung von Nebenkostenabrechnungen findet man einen Wert, der sich Heizgradtage nennt. Diese Kennziffer wird verwendet um für ein Gebäude den Wärmebedarf von unterschiedlichen Tagen bewerten zu können. Vereinfacht gerechnet nimmt man Heizgrenze (18 Grad) und zieht davon die Tagesdurchschnittstemperatur eines Ortes über 24 Stunden ab. Das Ergebnis mal -1 – Ergibt einen positiven Wert, der von der Wärmepumpe zu beheizen ist. Bei Eco-Wetter habe ich für viele Orte Deutschlands diesen Wert zusammengetragen.

Fehlt die Verbrauchskomponente. Wer einen SmartMeter sein eigen nennt, der kann die 24 Stunden Messwerte nehmen. Alternativ natürlich einmal pro Tag ablesen. Den Wert, den  ich als idealer Vergleichswert für mich entdeckt habe sind die kWh je Heizgradtag. Liegen die Ablesungen nicht genau bei 24 Stunden, oder sind mehrtägig, dann sollten beide Werte entsprechend angepasst werden. Heizgradtage können dabei behandelt werden wie Temperatursummen in der Metrologie: Bei mehreren Tagen einfach addieren.

Damit auch in der Übergangszeit diese Berechnung funktioniert, würde ich den Stromverbrauch für die Warmwassererzeugung noch abziehen. Bei mir sind dies rund 1.800 kWh je Tag. Ermittelt wird dieser Wert im Sommer, wenn die Außentemperatur über der Abschaltgrenze der Wärmepumpe liegt.

Bei mir schwankt der Wert in etwa zwischen 0,8 und 0,9 kWh/HGT. Desto niedriger der Wert, desto effizienter war die Beheizung des Hauses.

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