Elektrischer Stellmotor Fussbodenheizung
Elektrischer Stellmotor Fussbodenheizung

Mit einer Überschrift, die bewusst an die Werbung einer Baumarktkette erinnern soll, kann man sich recht leicht auf die Suche nach versteckten Stromverbrauchern machen.

Wer alle Lichter abschaltet, die Stand-By Geräte vom Netz nimmt, Radio Wecker und Co. sogar die Kühlschränke, der wird feststellen, dass der eigene Haushalt noch immer Strom verbraucht. Doch welche Geräte wurden vergessen?

Bei einigen Haushalten konnte ich beobachten, dass fast 20% der Grundlast von Geräten ohne Stecker verursacht wird. Geräte, die man leicht bei der Suche nach Einsparungspotential innerhalb der eigenen 4-Wände übersieht. Deren Verbrauch zu kennen, allerdings ein paar Euro im Jahr sparen könnte.

1. Stellmotoren für die Fussbodenheizung
Früher wurden Heizkörper mit einem Bi-Metall angetrieben, die ohne elektrische Energie über Jahrzehnte funktionierten. Mittlerweile sind Fussbodenheizungen verbreitet, bei denen es je Stockwerk einen Verteilerkasten gibt. Je Strang (meist Zimmer) ist ein kleiner Stellmotor angebracht, der mit Strom betrieben wird. Betrachtet man jeden dieser Motoren einzeln, so ist es wirklich nicht viel, was dort an Strom benötigt wird. Bei einem TWA-NC der Firma Danfoss, wie er in meinem eigenen Haus verbaut ist, sind es gerade einmal 2 Watt, wenn der dazugehörige Raum beheizt werden soll (NC= Stromlos, wenn geschlossen). Bei uns im Haus sind 18 dieser Geräte verbaut, wobei trotz „intelligenter“ Steuerung per Energiemanagement, 12 ständig offen und 6 ständig geschlossen sind. Mit ständig meine ich wirklich keinen einzige Änderung innerhalb von einer Woche im Winter. Stromlos setzen und Plastikkappe zum öffnen zu verwenden hätte bei meinem Haus etwa ~4 kWh (168 Stunden, 2 Watt, 12 Stellmotoren) an Strom innerhalb einer Woche (oder einem Tagesverbrauch) gespart werden können. Natürlich spielen hier einige individuelle Gewohnheiten eine Rolle, aber bei anderen Niedrigenergiehäusern scheint es sehr ähnliche Werte zu geben, wie mir eine Umfrage im Bekanntenkreis ergeben hat.

Auch ein Klingeltrafo braucht Strom
Auch ein Klingeltrafo braucht Strom

2. Haustürklingel
Die allermeiste Zeit des Tages macht die Haustürklingel überhaupt nichts. Dennoch braucht sie für dieses Nichtstuen etwas an Strom. 3 Watt ist wenig – im Vergleich zu anderen Geräten, aber ein Wert, der zumindest bei mir im Haus für ein sehr einfaches Modell ständig anliegt. Ein kleines LED Licht ist verbaut, welches den Namen beleuchtet -. auch hier wird etwas Strom verbraucht. Kamera und sonstigen Schnickschnack haben wir nicht, brauchen aber dafür mehr als 26 kWh im Jahr, ca 6,50 €/Jahr – oder 8 Tage im Jahr wo wir nur für unsere Haustürklingel Strom verbrauchen. Umzurechnen in wie viele Tage pro Jahr man nur mit diesem Gerät Strom verbraucht, ist übrigens ein Tipp den ich generell empfehlen kann, da dies sehr gut vorstellbar ist.

3. Dimmer (Aktor)
Würde ich heute noch einmal planen, dann würde ich wahrscheinlich keine Dimmer mehr verbauen lassen. Ganz früher gab es einmal Dimmer, die eine Nullstellung haben (richtiger Ausschalter). Verwendet man aber einen DIM-Aktor, dann existiert diese Nullstellung nicht. Licht-Aus bedeutet, dass immer noch etwas Strom fließt. Bei mir im Haus führt dies dazu, dass die zwei LED Spots selbst bei ausgeschaltetem Licht noch genügend Strom bekommen um etwas zu leuchten. Ein Strommessgerät hat gezeigt, dass ca. 0,5 Watt immer noch anliegen. Schuld hat die Verwendung eines Aktors, der eben kein Schalter ist. Auch der Test mit dem Aktor eines anderen Herstellers hat gleiche Werte ergeben. Bei den noch wenigen Halogenspots reicht dieser winzige Strom übrigens nicht aus, um noch zu leuchten – dennoch fließt der Strom. 5 solcher Aktoren haben wir in geistiger Umnachtung verbaut, die 21 kWh im Jahr wollen. Wir könnten das Jahr um 7 Tage verlängern, wenn wir diese tauschen würden.

Das der Homemanager ebenfalls meistens dahin-ruht und in dieser Zeit  auch seinen Saft will, oder auch der Verstärker des Kabelanbieters, muss hier nicht explizit gesagt werden. Beide Geräte haben aber auch keinen Stecker, wie der Smart-Meter, der auch etwas Strom für seine Dienste benötigt.

20% für alles ohne Stecker
Was zunächst viel klingt, ist bei genauerer Betrachtung das Ergebnis einer Vielzahl von sehr kleinen Bausteinen, die aber bei der Suche nach Einsparungspotentialen beim Stromverbrauch gerne übersehen werden.

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