Erneuerbare Energien sind der Grundlage für die Energiewende. Frau Dr. Maren Hille hat dies in einem Gastbeitrag im EE-Blog so auch vor einigen Tagen noch einmal geschildert. Keine Denkverbote darf es geben – und daher auch die Rückfrage von Stromhaltig zur weiteren Klärung des Themas  Eigenstrom für Mieter und Anteilseignern von Gemeinschaftsanlagen.

Dr. Maren Hille leitet seit Oktober 2012 der Stabsstelle für Erneuerbare Energien. Dr. Hille kümmert sich darum die Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien zu integrieren, damit sie bei den wichtigen Zukunftsfragen der Energieversorgung wie dem Netzausbau, der Weiterentwicklung des EEG und der Entwicklung eines neuen Marktdesigns an übergreifenden Lösungen mitwirken zu können.

Nachgefragt was halten Sie von…
Grundgedanke ist, dass Privathaushalte sich an Kapazitätsmärkten beteiligen können. Der „Bürgerwindpark“ und die „Gemeinschafts-PV“ sind Einrichtungen, welche heute nach der von Ihnen genannten „Produce-And-Forget“ Methode betrieben und errichtet werden. Was ist, wenn man den erzeugten Strom auch bei sich zu Hause nutzen könnte und lediglich für den Transport zahlt? Technisch ist ein Clearing  im Sekundentakt ohne Probleme möglich (Gehört mir 1% einer Anlage, die gerade 1KW erzeugt, beziehe ich 10Watt weniger Strom fremd). Lichtenau macht vor, dass so etwas auf Interessenten stößt. Das Problem ist allerdings, dass rechtlich die Sache nicht ganz sauber scheint. Für Lichtenau gibt es Limitierungen wie Max 2MW, 8km bis zu den Haushalten … – letztendlich stehen auch die Konzessionen der Kommunen für den VNB im Wege.

Dr. Maren Hille:
In der Tat wollen wir uns den anstehenden Diskussionen ohne Denkverbote stellen. Ich bin der Überzeugung, dass wir für das Erreichen der Energiewende alle Flexibilitätsoptionen prüfen und entsprechend ihrer Wirtschaftlichkeit nutzen müssen. Ganz sicher müssen wir bei der Erzeugung zukünftig die Nachfrage nach dem Strom berücksichtigen. 

Der Gedanke, dass Bürger den in Bürgerwindparks erzeugten Strom selber nutzen können, ist gut. Allerdings muss klar sein, dass diese Nutzung ohne weitere – über das EEG hinausgehende – Förderung erfolgt, welche zu einer Mehrbelastung anderer Letztverbraucher führt. Die Energiewende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, deren Kosten meines Erachtens auch gesamtgesellschaftlich getragen werden müssen. Die Direktvermarktung nach dem EEG bietet hierzu geeignete Möglichkeiten.

Bei den Modellen, die bislang hier im Blog beschrieben wurden, sind keine weiteren Förderungen angedacht. Im Gegenteil: Der Aufbau und Betrieb einer solchen Anlage soll privat organisiert und lediglich durch einen geprüften Messstellenbetreiber organisiert werden.

Den Beitrag "Nachgefragt: Wie steht der BDEW zu Eigenstromnutzung aus entfernten Gemeinschaftsanlagen? offline Lesen:

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