Sparen für den Export

Insgesamt 6.000 Gigawattstunden hat Deutschland im letzten Jahr exportiert, so die Meldung im Hamburger Abendblatt. Da man sich diese Zahl kaum vorstellen kann, es sind 6.000.000 kWh – oder der Verbrauch von ~1.700 Haushalten.  Bedenkt man die Gesamtanzahl der Haushalte in Deutschland, so ist dies eher eine geringe Menge. In vielen Beiträgen wird auf den Beinahzusammenbruch im Februar hingewiesen, ohne auf die Gründe einzugehen, die dafür gesorgt haben .  Das Sparen von Strom in Deutschland eigentlich fast immer zu Export führt, kann man auf Basis von historischen Daten bereits seit längerem ablesen.

Die schlechte Nachricht dürfte zwischen den Zeilen versteckt sein. Bis zum Jahre 2020 soll auch der Stromverbrauch um 20% unter dem Verbrauch von 2007 liegen, so sehen es die Ziele der Europäischen Union vor. Im Berichtsjahr, war der Rückgang des Verbrauchs allerdings lediglich bei unter 0,1 Prozent, wie bei Spiegel-Online zu lesen ist.

Für Deutschland ist damit noch nicht alles verloren. Die Klimabilanz können Länder künstlich aufbessern, indem sie virtuell Strom kaufen, der im Verkäuferland verbraucht wird. Aktuell will Griechenland so seine Exporte aufbessern.


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