Hintergrund: Wie wird erkannt, ob mehr oder weniger Strom benötigt wird?

Nachdem hier schon häufiger über das Thema Stromeinspeisung berichtet wurde, wird es Zeit einmal vereinfacht zu erklären, wie eigentlich das Stromnetz in Europa gesteuert wird, d.h. wie ermittelt wird, ob mehr Strom benötigt wird (Kraftwerke an) oder Überkapazitäten vorhanden sind. Dabei geht es nicht um die Planung für die Zukunft, sondern über den aktuellen Augenblick (Sekundenbruchteil).

Der Hauptindikator ist die Netzfrequenz (50hz).

Das Verbundnetz in ganz Europa wird mit dieser Frequenz betrieben, jedoch muss man sich nicht ein komplexes Netzwerk ansehen, sondern kann sich vereinfacht einen Dynamo  (Erzeuger) und einen Verbraucher vorstellen. In der Ausgangssituation dreht der Dynamo mit einer konstanten Frequenz von zum Beispiel 50 Umdrehungen. Sobald der Verbraucher mehr Energie benötigt, wird die Umdrehungsgeschwindigkeit abnehmen und die Frequenz nach unten gehen, wenn nicht zusätzliche Energie beim Dynamo zur Verfügung gestellt wird.

Werden sehr viele Dynamos (Erzeuger) und sehr viele Verbraucher in einem Grid zusammen geschaltet, so ist dieses Grid rein aus den physikalischen Gegebenheiten „smart“, denn es wird auch je nach Verhältnis von Erzeugung und Verbrauch in der Frequenz sich verändern.

Aktuelle Frequenz in Europa
Aktuelle Frequenz in Europa

Weil durch einfaches Messen der Frequenz die Leistung reguliert werden kann, spricht man auch von der Regelleistung.

 

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