Smart House, ein Sammelbegriff für die Freaks unter den Hausbauern, bei all zu häufig das Thema Energiesparen in einem Satz mit Komfort genannt wird. Nach einigen Streifzügen durchs Internet, was sich in den letzten Jahren verändert hat, bin ich eine Enttäuschung reicher. Noch immer kursieren skurrile Ideen, was wir als Kunde von einem neuen Eigenheim erwarten sollen. Gemeinsamer Nenner aller Smart House Angebote scheint die vollständige Automatisierung der Haustechnik. Beängstigend wird es, wenn man sich etwas die Beispiele anschaut, warum man überhaupt in eine solche Technik investieren sollte. Ich habe mir daher einmal erlaubt eine Hit-Liste der Top-Unsmarten Anwendungsfälle zusammenzutragen.

Legende des Offenen Fensters
Beschrieben wird hier, dass die Heizung automatisch heruntergeregelt wird, wenn ein Fenster offen steht. Was sich zunächst Clever anhört, sehe zumindest ich als unsmart in Frage. Wie lange steht ein Fenster offen? In 99% der Fälle wurde es wohl bewusst geöffnet und wird nach einigen Minuten geschlossen. Für diese kurze Zeit eine heutige Niedertemperaturheizung mit der Trägheit einer Fußbodenheizung auch nur kurzzeitig an und aus zu schalten dürfte eine Energieverschwendung sein. Bleibt das Fenster bei niederen Temperaturen lange offen, weil es vielleicht vergessen wurde, ist man vielleicht gut beraten, wenn die Heizung sogar aktiviert wird um Frostschäden zu vermeiden…

Legende der Rollladensteuerung auf Reisen
Wer Bereits in elektrische Rollläden mit zentraler Steuerung investiert hat, der hat bei allen mir bekannten Anbietern auch eine Zeitsteuerung. Wieso sollte ich dann im Urlaub, am Strand liegend, zu teuren Roaming-Internetkosten die Rolläden von zu Hause steuern? Auch etwas unsmart…

Legende der automatischen Lichtsteuerung
Diese Legende hört sich fast perfekt an: Das Haus erkennt, wenn der Raum betreten wird und schaltet automatisch das Licht an. Soweit so gut. Fakt ist, dass diese Schaltungen meist das Licht auch anmachen, wenn der Haustieger seinen stündlichen Streifzug macht.  Fakt ist, dass wir schon von Kindheit an gelernt haben, dass wir Lichter ein und ausschalten müssen. Nimmt man diese Möglichkeit, bzw versucht hier mitzudenken, so gibt es zumindest einige unsmarte  Momente bei dem notwendigen Feintuning.

Legende des dynamischen Strompreises
Dank SmartMeter in Kombination mit der Automatisierung des SmartHouse wird die Waschmaschine dann gestartet, wenn der Strom am günstigsten ist. Hört sich gut an, leider ist zumindest mir kein Stromtarif bislang bekannt, der wirklich dynamisch ist und den Tagespreis berücksichtigt. Was es gibt sind Tarife für Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen, die aber doch sehr starre Konstrukte sind.

Und damit das alles nicht unsmart bleibt, wird es in den nächsten Wochen hier eine Beitragsserie nach dem Motto „Do It Your Self zum Smart House“ geben.

 

 

 

 

 

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