Am 31.03.2012 ist der Weltbackuptag, also der Aufruf auch mal wieder ein Backup von seinen Daten zu machen. Was hat das mit dem Thema nachhaltigem Umgang mit Strom zu tun?

Wir sind es heute gewohnt, dass wir unser Backup auf eine USB-Festplatte machen, die nach der Sicherung zurück in die Schublade wandert. Moderner erscheinen Cloud oder Online-Backups wie der Dienst Dropbox. Der Vorteil ist klar: Die Daten im Online-Backup sind sofort verfügbar (nach der Rückübertragung auf den eigenen Rechner).  Mancher Telekommunikationskonzern oder Handyschrauber wirbt sogar im TV mit dieser Form seine Daten zu sichern. Ein Punkt welcher selten verraten wird, ist die Art wie die Daten im Rechenzentrum der Cloud-Anbieter wirklich gespeichert werden. Im Gegensatz zur USB-Festplatte muss nicht selten eine Festplatte dauerhaft im Betrieb gehalten werden. Nur selten werden SSD-Speichermedien verwendet, da deren Preis noch relativ hoch ist. Auf der anderen Seite findet sich auch Bandlaufwerke kaum noch in modernen Rechenzentren.

Aus Sicht der Energieeffizienz lässt sich die Herausforderung der „Always-On-Speichermedien“ übrigens lösen, wenn hierfür auch etwas Aufwand notwendig ist. Man trennt die Meta-Informationen und die eigentlichen Daten voneinander. Meta-Informationen werden in einem Katalog gespeichert und enthalten Dinge wie den Dateinamen,  Änderungsdatum und vielleicht eine Voransicht.  Der Katalog wird auf einem Always-On-Medium wie einer klassischen Festplatte vorgehalten. Die eigentliche Datei wird auf ein Offline-Medium gesichert, dies könnte auch ein Bandlaufwerk sein. Der Anwender bekommt von dem ganzen nichts mit, denn das durchstöbern der Daten ist schnell möglich. Sollen Daten wiederhergestellt werden, so dauert es etwas bis das Offline-Medium verfügbar gemacht wird.

An dieser Stelle hätte ich jetzt gerne einige Links zu Online-Backuplösungen gebracht, die Auskunft über die eingesetzten Speichermedien – und ihre Verfahren zur Energieeffizienz geben. Leider konnte ich aber nicht fündig werden.

Meine Frage daher an die Anbieter (die dies natürlich gerne jetzt als Werbung nutzen können):

Wie viel Strom verbrauchen meine Daten, wenn das Backup abgeschlossen ist – bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich es zurückspiele?

 

 

 

Den Beitrag "Jetzt Backup, dann ausschalten. offline Lesen:

Ein Gedanke zu “Jetzt Backup, dann ausschalten.

  1. Sehr interessante Frage die du hier in deinem Blog aufwirfst. Ich denke, dass viele Anbieter ein verteiltes Dateisystem einsetzen. Allerdings lassen sich die meisten nicht so in die Karten schauen.

    SpiderOak zum Beispiel hat ein verteiltes Dateisystem selbst entwickelt. Genau abgestimmt auf die Anforderungen für Online Backups. Nimbus IO spart Festplatten ein.

    Wenn mehrere Clients auf einen Online Backup Server sichern, dann macht ein abschalten der Festplatten in meinen Augen keinen Sinn. Die werden permanent genutzt.

    Die eigene USB-Festplatte abzustecken spart übrigens nicht nur Strom, sondern verhindert auch, dass die Platte bei Überspannung beschädigt wird.

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