PICT0163.JPG Wer frisch gebaut hat, der sollte genau nachrechnen, wenn es darum geht den richtigen Stromanbieter für die Wärmepumpe zu gewinnen. Fakt ist, dass heutige Häuser sehr effizient sind, und nur wenig Energie benötigen für eine gemütliche Wärme. Wer die Gemütlichkeit mit einem Kamin zusätzlich unterstützt, der wird nicht selten in einem typischen Wärmepumpentarif schlecht aufgehoben sein, obwohl es nahe liegend scheint.

Noch vor einigen Jahren, haben sich die Energieversorger gefreut, wenn der Kunde auf eine Wärmepumpe umgestiegen ist. Nicht selten war man mit einem Schlag nicht mehr der Kleinverbraucher, sondern ein Großverbraucher, um dessen Gunst es sich zu kämpfen lohnt. In Zahlen ausgedrückt ist dies ein Verbrauch von mehr als 10.000 kWh pro Jahr. Um diese „Last“ zu optimieren wurden etliche Einrichtungen geschaffen, die den Verbrauch steuern sollten.

Aus der Ära der Nachtspeicherheizungen stammen zum Beispiel die Zweit-Tarif Zähler. Zu einer gewissen Zeit des Tages ist der Strompreis günstiger, als bei anderen. Hierfür notwendig ist, dass dem Stromzähler bekannt ist, zu welchem Tarif gerade abgerechnet werden soll. Eine Technik, die Geld kostet – Geld welches dem Kunden weiterberechnet wird. Moderner ist die Abschaltung des Stroms für einige Stunden des Tages. Auch hier wird Technik benötigt, die diese Abschaltung vornimmt.

Als Dank für die spezielle Zählertechnik und die damit höheren Grundgebühren, erhält der Stromkunde einen günstigeren Verbrauchstarif. Eine Rechnung die Aufgeht, wenn der tatsächliche Strombedarf wirklich im Bereich der 10.000 kWh pro Jahr liegt.

Nehmen wir unser Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, Baujahr 2010. Für das gesamte Jahr kamen wir mit einem Stromverbrauch für die Wärmepumpe von 2.400 kWh aus. Mit diesen Werten rentiert sich definitiv keiner der Großverbrauchertarifen. Nach meinen Berechnungen sollten es mindestens 5.000 kWh sein, damit die hohen Grundgebühren sich auch wirklich rechnen.

Die Herausforderung für den Endkunden ist, dass die Wärmepumpentarife nur vom Grundversorger zu haben sind. D.h. ein wirklicher Markt besteht hier nicht, wodurch sich auch in den nächsten Jahren kaum etwas ändern dürfte. Auf Basis der Verbrauchswerte bei uns würde der nahe liegende Tarif des Grundversorgers, Kosten in Höhe von 0,38 €/kWh bedeuten – deutlich über dem Preis, den wir für unseren Haushaltsstrom zahlen.

 

 

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Ein Gedanke zu “Nachrechnen beim Wärmepumpenstrom

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