Einfach ohne Strom?

Wie einfach ist es eigentlich ohne Strom zu leben? – Schließlich hängen fast alle Geräte im Haushalt von Strom ab. Wie Natur&Bildung berichtet kam gerade in Österreich eine Dokumentation über eine Familie, die den Selbstversuch gewagt hat und einige Tage ohne Strom in einer zivilisierten Welt auskommen wollte.

Am Tag nach der Meldung aller Vergleichsportale, dass in Deutschland der Tarif für den Haushaltsstrom wieder gestiegen ist, hat das stromlose Gedankenexperiment einigen Charme.

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Dieses Extremsparen ist zumindest in meiner Welt wirklich nur ein Gedankenexperiment, denn es sind nicht die offensichtlichen Verbraucher die mir sofort in den Sinn kommen, sondern die unsichtbaren Helfer. Kommt noch Wasser aus der Leitung? Zumindest die Klospülung kommt bei uns nicht ohne Strom aus. Bei einem anderen Haushalt könnte es die Hebeanlage sein, die das Abwasser auf Kanalniveau hebt.

Wird es warm in der Wohnung? Wahrscheinlich nicht, wenn dafür eine Zentralheizung benötigt wird. Diese wird nur in ganz wenigen Fällen ohne eine Umwälzpumpe auskommen, die auch wieder Strom benötigt.

Zumindest im kommerziellen Umfeld macht man sich gerade über den Verbrauch von diesen eher unsichtbaren Stromverbrauchern bereits einige Gedanken. Wie bei FacilityAktuell zu lesen ist, hat der Pumpenhersteller Wilo gerade eine neue Technik für die Elektromotoren in seine Baureihen integriert, die sogar den EU-Ökodesignrichtlinien entsprechen.

 

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Veröffentlicht von Thorsten Zoerner

Seit dem Jahr 2007 beschäftige ich mich mit den Themen Stromnetz und Strommarkt. Parallel dazu entstand ein Blog, um Informationen zu den jeweiligen Themen bereitzustellen. Er ist unter blog.stromhaltig.de zu finden. Über das Thema Energiewirtschaft habe ich bislang drei Bücher veröffentlicht. In meinem 2014 erschienenen Buch zum Hybridstrommarkt beschreibe ich ein Marktdesign, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen. Auch die Digitalisierung beeinflusst die Energiewirtschaft von morgen. Daher habe ich mich intensiv mit dem Thema Blockchain Technologie befasst. Blockchain ist eine Technologie, die den Austausch und die Dokumentation von Daten vereinfachen kann. Daher kann diese Technologie mithilfe der digitalen Möglichkeiten das heutige Energiesystem revolutionieren. Denn damit ist eine automatische Abgleichung von Energieerzeugung und Energieverbrauch möglich. Um zukünftige Herausforderungen und Chancen mitgestalten zu können, habe ich 2017 die Firma STROMDAO gegründet. Dort bin ich Geschäftsführer und möchte dafür sorgen, dass mithilfe der Blockchain Technologie und dem Hybridstrommarkt eine digitale Infrastruktur für die Energiewirtschaft der Zukunft aufgebaut wird. Der STROMDAO Mechanismus zur Konsensfindung für den Energiemarkt unterstützt dabei die Marktkommunikation aller beteiligten Akteure.

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