blog.stromhaltig https://blog.stromhaltig.de Damit der Strom der aus der Steckdose kommt ein bisschen nachhaltiger ist. Fri, 19 Dec 2014 12:03:51 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.8.5 UK: Erste Ergebnisse der Kapazitätsmarkt-Auktion – Private Haushalte: Mehrkosten 100€/Jahr https://blog.stromhaltig.de/2014/12/uk-erste-ergebnisse-der-kapazitaetsmarkt-auktion-private-haushalte-mehrkosten-100ejahr/ https://blog.stromhaltig.de/2014/12/uk-erste-ergebnisse-der-kapazitaetsmarkt-auktion-private-haushalte-mehrkosten-100ejahr/#comments Fri, 19 Dec 2014 12:00:47 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=7359 Im Sommer 2014 wurde für das Vereinigte Königreich ein Kapazitätsmarkt beschlossen. Ein Vorhaben, welches allerdings weniger auf schwankende Erzeugung aus Ökostrom zurück zu führen ist, als auf eine marode Infrastruktur, die zu Versorgungsengpässen bereits im Herbst des Jahres geführt hatte.

Vorläufiges Ergebnis (Stand 19.12.2014):
24.77 € je KW / Jahr

Überträgt man diese ersten Ergebnisse auf Deutschland, so würde eine jährliche Mehrbelastung von etwas mehr als 100€ anfallen.

In Deutschland sind vor allem die Vertreter der Industrie, Gewerkschaften und Stromwirtschaft Befürworter, dass es auch hierzulande einen Kapazitätsmechanismus gibt. Im Gegensatz zu UK unterscheidet sich allerdings die Ausgangslage, wodurch bei gleichem Auktionsverfahren niedrigere Preise erreicht werden könnten.

Bei einem Kapazitätsmarkt/Mechanismus sollen Erzeugungsausfälle, wie sie zum Beispiel durch Wartungen oder Störungen auftreten abgesichert werden. Aktuell sind etwa 30% der Steinkohle-Kraftwerke ungeplant nicht verfügbar - ein Ausfall der im Dezember vor allem durch Windstrom kompensiert werden kann.

Der Bund der Deutschen Elektrizitäts und Wasserwirtschaft (BDEW) sieht in seinem Modell des Dezentralen Leistungsmarktes sogenannte Versorgungsicherheits Nachweise (VSN) vor, welche Kraftwerksbetreiber bei stabiler Erzeugung erhalten können. Ein Ähnlicher Mechanismus hatte man auch für UK eingeführt und damit eine Gesamtabsicherung für 49.3 GW in einer Auktion vermarktet.

Experten der Energiewirtschaft sehen als Alternative zum Verfahren in UK die Einführung eines Hybridstrommarktes als mögliches Szenario. Hierbei erhält der Stromkunde mehr Eigenverantwortung, was zu einer Ersparnis von etwa 100€ pro Jahr und Haushalt führen würde.

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Stromhandel und seine Spuren im Netzbetrieb https://blog.stromhaltig.de/2014/12/stromhandel-und-seine-spuren-im-netzbetrieb/ https://blog.stromhaltig.de/2014/12/stromhandel-und-seine-spuren-im-netzbetrieb/#comments Wed, 17 Dec 2014 07:58:00 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=7355 Der Handel mit elektrischer Energie ist die Vorstufe zur Erfüllung der Regel Verbrauch ist gleich der Erzeugung. Die Synchronität aus Einspeisung und Entnahme wird zunächst über Lieferverträge und Entnahmeverträge zwischen den Akteuren vorgegeben.  Es wird geregelt, welche Mengen zu welchem Zeitpunkt über das öffentliche Stromnetz transportiert werden sollen. Das Ergebnis wird den Netzbetreibern mitgeteilt, die daraus die sogenannten Fahrpläne bauen.

Das aktuelle Markt-Design ist in weiten Teilen ein sogenannter Energy-Only-Markt (EOM), bei dem nach Zeit/Menge die Verträge auf drei unterschiedlichen Marktplätzen geschlossen werden: OTC (Direktverträge), EEX (Terminmarkt), EPEX (Spotmarkt).

Beim Aufbau eines Strommarktes für die Energiewende sollten die bestehenden systemischen Schwächen des aktuellen Marktes analysiert und nach Möglichkeiten behoben werden.

Börsenhandel indizierte Frequenzschwankungen

Auswirkung der 15 Minuten Kontrakte (Spot-Markt)

Auswirkung der 15 Minuten Kontrakte (Spot-Markt)

In Kooperation mit Netzfrequenz.info wird bei blog.stromhaltig eine Detailanalyse der Netzfrequenz im europäischen Verbundnetz (ENTSOe) vorgenommen.  Im Rahmen der stochastischen Analyse sind bereits einige Hypothesen zu den Auswirkungen des Spotmarktes auf die Netze bestätigt worden.

Die 2011 durch den Marktbereiter EPEXSpot eingeführten 15-Minuten-Kontrakte zeigen im Jahre 2014 erstmals Signifikanz im Stromnetz. Getragen wird dieses Messergebnis durch den Anstieg der Handelsvolumen bei der Strombörse.

Frequenzschwankungen entstehen generell durch Lastwechsel. Primäre Ursache sind Änderungen der Leistung an den Erzeugungs- oder Verbrauchsstellen des Netzes. Die in dieser Untersuchung beobachteten Frequenzsprünge von bis zu +/- 0,1 Hz sind jedoch auf Schaltvorgänge im Stromnetz zurückzuführen.

Jeder einzelne Liefervertrag, der im Handel geschlossen wird, verursacht die Notwendigkeit eines entsprechenden Stromflusses, der mittels der Schaltvorgänge hergestellt wird. Subsumiert wird dies im Begriff der Stromlogistik im  Folge eines Handelsgeschäftes.

Aufwand der Stromlogistik für einzelne Strommärkte

Per OTC-Handel („Over The Counter”, Freiverkehrshandel, Außerbörslicher Handel) wir aktuell die größte Strommenge final zwischen Erzeugung und Verbrauch zugeordnet. Es handelt sich um langfristige Verträge von einigen Stunden bis zu mehreren Jahren. In vielen Fällen wird zwischen dem Käufer und dem Verkäufer ein Profil abgestimmt, welches die Mengen/Zeit Zuordnung regelt. Für den OTC-Handel sind so gut wie keine Schaltvorgänge im täglichen Betrieb notwendig.

Bei Terminmarkt-Geschäften (EEX Futures…) werden ebenfalls langfristige Geschäfte durch die Akteure eingegangen. Da die Strommengen eines einzelnen Liefervertrages auch an diesem Marktplatz relativ hoch sind – die Orderbücher mehr oder weniger offen – lassen sich einzelne Frequenzsprünge erkennen.

Dem Spot-Markt (EPEX-Spot) verursacht die meisten Frequenzsprünge, obwohl die Volumina eines einzelnen Vertrages relativ gering ist.

Energy Only – Spot Markt

Ursprüngliche Aufgabe des Spot-Marktes war es (unerwartete) Ereignisse aus dem OTC-Handel oder dem Terminmarkt aufzufangen.  Lieferausfälle oder Abnahmeschwankungen werden mit dem Zukauf/Verkauf am Spot-Markt ausgeglichen, um die ursprünglichen Handelsverträge zu erfüllen.

Eine besondere Bedeutung hat die EPEX-Spot durch die rechtliche Verankerung im EEG und der AusglMechV erhalten. Neben den Kompensationsgeschäft ist für große Teile der EEG-Strommengen eine Vermarktung am Spotmarkt zwingend.

Status Quo – Handel

Eine mit Sicherheit zu überprüfende Variante für den “Strommarkt der Energiewende” ist die Beibehaltung der aktuellen Praxis mit OTC, Börse für Termingeschäfte und Spotmarkt.  Diese hat sich besonders durch die auf Handel gestützte Versorgungssicherheit bewehrt.

europa_physikalische_vernetzungAllerdings sollte klar sein, dass die Notwendigkeit der Schaltvorgänge im Höchstspannungsnetz bei zunehmenden Handelsvolumina an der EPEX-Spot (vergl. Pressemeldung des Börsenplatzes) in sich selbst ein Risiko birgt.

Im Jahre 2006 hatte ein einzelner Schaltvorgang im Höchstspannungsnetz zu einem Stromausfall in weiten Teilen Europas geführt.

Zukünftige Marktmodelle

Für das Grünstrom-Markt-Modell können keine gesicherten Aussagen getroffen werden. Da ein Teil der Liefermengen zeitgleich von dedizierten EE-Anlagen an den Kunden geliefert werden, ist mit einem latenten Rückgang des Spot-Handelsaufkommens zu rechnen. Das GMM macht aktuell jedoch keine Aussagen zu den Änderungen bei den Verteilnetzbetreibern, die ebenfalls eine wichtige Größe auf dem Spot-Markt sind.

Beim BDEW-VKU Modell des Dezentralen Leistungsmarktes erhalten Kraftwerke des heutigen OTC oder Terminmarktes sogenannte VSN (Versorgungssicherheits Nachweise). Diese könnten in einem ähnlichen Horizont wie die heutigen Spot-Produkte gehandelt werden:

Vertriebe können so das von ihnen kontrahierte Volumen an VSN an einen veränderten Bedarf anpassen.Die zeitliche Auflösung eines VSN entspricht der im Energiehandel üblichen Marktzeiteinheit, d. h. derzeit eine Stunde.

Im Modell des Dezentralen Leistungsmarktes werden die Bilanzkreisverantwortlichen  (BKV) als Letztverbraucher angesehen, die untereinander in Konkurrenz stehen. Kommt es zu einer Verknappungssituation könnte dies zu einem Anstieg der VSN-Handelsvolumina führen, wie es bereits auf dem Spot-Markt beim Orkan Xaver im Dezember 2013  aufgetreten ist, in deren Folge es zu einem sprunghaften Anstieg der Fahrplanänderungen im Netzbetrieb gab (vergl. Sturmtief Billie – Dezember 2014).

Das Hybridsstrom Modell geht von einer zunehmend stabilen Stromlogistik aus, die einen regionalen Bezug zwischen Erzeugung (Dargebot) und Entnahme (dynamischer Verbrauch) fördert, die den Stromkunden einbindet. Die notwendigen Netztraversen sind über die Dauer des Vertragsverhältnis konstant und unterliegen keiner durch den Handel induzierten Schwankung. Dieses Design führt zu einer Verstetigung der Stromlogistik durch Reduktion der Schaltvorgänge.

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Stromwirtschaft rückt immer weiter vom Kunden ab https://blog.stromhaltig.de/2014/12/stromwirtschaft-rueckt-immer-weiter-vom-kunden-ab/ https://blog.stromhaltig.de/2014/12/stromwirtschaft-rueckt-immer-weiter-vom-kunden-ab/#comments Mon, 15 Dec 2014 22:40:46 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=7346 Im Einzelhandel hat die Zeit des Endspurts begonnen. Wer am vergangenen Wochenende eine Einkaufsmeile besucht hat, wird feststellen, dass sehr viele Tüten prall gefüllt im Umlauf sind. Doch wie viele Stromtüten sind vorhanden? Richtig: Strom verschenkt man nicht. Weil es ein Grundbedürfnis ist, für den Betrieb der anderen Tüteninhalte, darf man sich schon etwas Gedanken machen, wie wir morgen den Stromhunger befriedigen. Rational, über einen Zweipunkteplan:

  1. Sichere Versorgung
  2. Billig

Den Rest werden schon die Experten richten. Könnte man annehmen…

Wie kommt man eigentlich auf die glorreiche Idee, dass die Experten der Stromanbieter einen billigen Strom für den Endkunden wünschen? Von RWE über Extra Energie, EWS, MVV und Greenpeace Energy haben sich die Stromanbieter bereits lange vor der Weihnachtszeit auf den Weg gemacht, in das gelobte Land bei Berlin zu ziehen, um Stromtüten für den geliebten Kunden vorzupacken.

Im Alltagsgeschäft sind die Stromanbieter Feinde – kämpfen um das Zehntel Cent im Preis. Gut für den Kunden, wenn dadurch ein Wettbewerb über den niedrigsten Strompreis entsteht. Schlecht, wenn alle Stromanbieter in Verbänden wie dem BDEW mit einer Stimme sprechen sollen.  Spätestens beim Thema Strommarktdesign müssen die Stromanbieter mit einer Stimme sprechen.

In der besinnlichen Zeit rund um Weihnachten rational zu denken, scheint schwierig, was kommt aber raus, wenn man jedem Anbieter eine faire Chance geben will? Man muss die Messlatte  rauf setzen. Oder den Strompreis…

Rückenwind kommt vom Grünbuch des Bundes-Wirtschaftsministeriums zum “Strommarktdesign der Energiewende”.

…Lasst und froh und lustig sein…

In die Tüte rein muss ganz viel “Sichere Versorgung”, warum? Da Energiewende. verpackt mit einer Beschallung, die man sonst nur auf RTL findet, nun mal unsicher ist.

Ein Stromnetz, welches am 12.11.2014 um 16:00 Uhr in der Lage gewesen ist 73 GW zu transportieren – reicht am 12.12.2014 nicht mehr aus, um weniger als 30 GW Windstrom zu transportieren? Wie verwetzelt ist die Welt?

Was ist, wenn die Verbraucher zu Weihnachten nicht mehr die Tüten füllen lassen, sondern selbst basteln? Ein Entwurf ist der Hybridstrommarkt. Auch in der besinnlichen Zeit darf darüber diskutiert werden. Es reicht den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und anzurufen. Gerne werden auch Kontakte geknüpft.

(Beitragsbild: PublicDomainPictures @ Pixabay)

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Denkgrafik: Ist die Deutsche Energiewende im EU- Binnenmarkt angekommen? https://blog.stromhaltig.de/2014/12/denkgrafik-ist-die-deutsche-energiewende-im-eu-binnenmarkt-angekommen/ https://blog.stromhaltig.de/2014/12/denkgrafik-ist-die-deutsche-energiewende-im-eu-binnenmarkt-angekommen/#comments Sun, 14 Dec 2014 10:16:44 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=7328 karusellgeschaefte_stromhandel

 

Die Energiewende in Deutschland sollte auch im Europäischen Kontext gedacht werden. Nach einem Blick auf die Vernetzung, stellt sich die Frage ob der Handel mit Strom an den Grenzen stoppt. Betrachtet wird ein sogenanntes Mehrwertsteuerkarussell, welches im Jahre 2013 zu einem milliardenschwereren Betrugsverdacht führte.

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Stochastische Analyse der Netzfrequenz https://blog.stromhaltig.de/2014/12/stochastische-analyse-der-netzfrequenz/ https://blog.stromhaltig.de/2014/12/stochastische-analyse-der-netzfrequenz/#comments Sun, 14 Dec 2014 09:35:14 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=7332 Das Stromnetz in Europa hat eine Sollfrequenz von 50 Hertz. Wird mehr Strom aus dem Netz genommen, dann geht die Frequenz (leicht) zurück. Wird mehr erzeugt, dann steigt die Frequenz. Die sogenannte Regelenergie sorgt dafür, dass die Erzeugung dem Verbrauch angepasst wird und die Grundbedingung für eine stabile Stromversorgung immer gilt: Es wird soviel Strom erzeugt, wie zum gleichen Zeitpunkt verbraucht wird. Zur weiteren Lektüre wird die Master-Thesis von Markus Jaschinsky empfohlen:

Untersuchung des Zusammenhangs zwischen gemessener Netzfrequenz und Regelenergieeinsatz als Basis eines Reglerentwurfs zum Intraday Lastmanagement

Treuen Lesern sollte Markus bereits bekannt sein, denn er ist der Mensch hinter dem Blog Netzfrequenz.info und Lieferant für die Rohdaten gewesen. Danke!

Langfristiges Ziel soll es sein, den Einsatz der Regelleistung möglichst vor dem Bedarf zu erkennen. Dies könnte für Anbieter ein Entscheidender Wettbewerbsvorteil sein. Wie bereits im Beitrag “Das Stromnetz als Beweis vor Gericht” geschildert, ist die Analyse der Netzfrequenz auch noch für viel mehr Szenarien relevant.

Bevor es bei blog.stromhaltig um die Vorhersage geht, soll in diesem Beitrag zunächst ein Gespür für die Daten entwickelt werden. Bei der Daten-Analyse ist dies ein wichtiger erster Schritt, der immer durchgeführt werden sollte. Er dient unter anderem die Validität der Messwerte zu prüfen und grundlegende Hypothesen aufzustellen.

Rohdaten

Eine Frequenzdatenbank ist eigentlich immer nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Zeitstempel,Frequenz

Das Material, welches ich von Markus erhalten habe, besitzt einen Wert pro Sekunde. Bei der Erstellung einer Vorhersage (Forecast) mit Hilfe einer Zeitreihenanalyse ist dies zwar hilfreich, wird aber die Algorithmen überfordern, wenn man mehr als ein paar Sekunden in die Zukunft schauen möchte. Grund hierfür ist, dass die verwendeten Berechnungen eine Ungenauigkeit für jeden “Schritt” in die Zukunft zum Quadrat haben. Für eine Einsatzprognose von Regelleistung ist daher eine Aggregation notwendig.

Aggregation

Unter Aggregation wird die Zusammenfassung mehrerer Einzelwerte zu einem Wertesatz bezeichnet. Im ersten Anlauf sollen die Sekundenwerte zu Minutenwerte zusammengefasst werden. Bei der Kursanalyse an Börsen hat sich dabei eine Aggregation bewehrt, die folgende Werte beinhaltet:

  • Zeitstempel
  • Öffnungskurs (=>Frequenz am Anfang der Minute)
  • Schlußkurs (=>Frequzenz am Ende der Minute)
  • Mittelkurs (=>Arithmetisches Mittel der Frequenz)
  • Höchterkurs (=>Höchste Frequenz in der Minute)
  • Niedrigsterkurs (=>Niedrigste Frequenz in der Minute)

Die Praxis, wird zeigen, dass zum Zeitpunkt der Aggregation gleich einige Hilfswerte berechnet werden sollten.

  • Minute des Tages
  • Wochentag
  • Spreizung (Hoch-Tief)

Software

Nach der Aggregation hat man im Prinzip eine neue CSV Datei, die nun mehr Felder – aber weniger Reihen – enthält. Damit lassen sich logische Regeln aufbauen (zum Beispiel Random Forrest, Liniear Reg, …). Es gibt viele verschiedene Software-Plattformen, die dies erlauben. Die aktuell am einfachsten zu erlernende ist WEKA (gleich Version 3.7.x!). Weka ist ein Data-Mining Tool, welches von der Neuseländischen Universität in Waikato entwickelt wurde.

Erste Analyse

netzfrequenz_glocke

Zunächst eine Visualisierung der Öffnungsfrequenzen – die Kurve sollte mit der Kurve der Schlußfrequenz mehr oder minder übereinstimmen. Schaltet man innerhalb von WEKA zwischen der Visualisierung der beiden Attribute hin und her, kann man einen schnellen Eindruck darüber bekommen, ob genügend “Minuten” (Datensätze) im Sampel vorhanden sind.  Als Anhaltspunkt arbeite ich meist mit 12 Tagen = 17600 Werte – dies lässt einen normalen Notebook noch Ergebnisse in Sekunden liefern.

 netzfrequenz_spreizung

Als nächstes sollte ein Blick auf die Spreizung geworfen werden. Zur Erinnerung – dieser Wert gibt an, in welchem Band die Netzfrequenz innerhalb einer Minute geschwankt ist. Sehr schön ist auch hier die Glockenkurve zu erkennen, die von automatisierter Netzsteuerung hervorgebracht wird. Der Grund für den Peak bei 0,025 Hz kann man gerne im ENTSOe Handbuch  nachlesen :)

Zweite Analyse

Das finale Ziel soll es sein eine Prognose für die Zukunft abzugeben. Bislang wurde lediglich die genaue Minute für die Berechnung verwendet. Man erleichtert sich die Auswertung, wenn man bei der Aggregation zusätzlich noch weitere Hilfswerte ausgibt (in WEKA Lag genannt):

  • Minute der Stunde (0-60)
  • Minute des Tages (0-1440)
  • Wochentag (0-6)
  • Stunde des Tages (0-23)

netzfrequenz_gaps

Visualisiert man zum Beispiel die Minuten der Stunde gemeinsam mit der Spreizung, so stellt man fest, dass es in der ersten Minute jeder Stunde die größten Spreizungen in der Frequenz gibt – gefolgt von den 15 Minuten Grenzen (:15, :30, :45).

Handel und die Netzfrequenz

Das Ergebnis der zweiten Analyse war zu erwarten und wurde bei blog.stromhaltig bereits erörtert. Der Strom wird in Stundenblöcken – und neu in 15 Minutenblöcken – gehandelt. Aus dem Ergebnis der Handelstätigkeit ergibt sich für die Netzbetreiber ein sogenannter Fahrplan, der vorgibt, welcher Strom von welchem Ort zu welchem Ort transportiert werden soll.

Was passiert an den Stundengrenzen?

Die Netzbetreiber schalten das Netz um, d.h. in einem Umspannwerk wird von einer Leitung der Strom weggenommen, eine andere Leitung wird zugeschaltet. Da die Leitungen jedoch unterschiedliche Längen haben, die 50 Hertz  Netzfrequenz sich nur mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet, stimmen die Frequenzkurven nicht vollständig überein.

Wie blog.stromhaltig von einem Netzbetreiber bestätigt wurde, kann es zudem zu kurzzeitigen Ringflüssen kommen (beide Leitungen sind aktiv). Man könnte den gemessenen Effekt vergleichen mit dem Knacken in einem Lautsprecher, wenn man zu Hause den Staubsauger ein/aus Schaltet.

Ausblick

Bis zur Prognose der Regelenergie ist es noch ein paar Beiträge weit. Die Analyse der Netzfrequenz ist jedoch relativ leicht nachvollziehbar und diese Einführung soll zum Nachmachen animieren.

Spannend ist zum Beispiel eine Auswertung der Handelsvolumen an der EPEX-Spot im Vergleich zu den Spreizungen.  Gerne als Übung ausprobieren. Tipp: Wetterlage anschauen!

]]> https://blog.stromhaltig.de/2014/12/stochastische-analyse-der-netzfrequenz/feed/ 2 Vom Erkenntnis-Junkie zum ehrenamtlichen Strommarkt-Designer https://blog.stromhaltig.de/2014/12/vom-erkenntnis-junkie-zum-ehrenamtlichen-strommarkt-designer/ https://blog.stromhaltig.de/2014/12/vom-erkenntnis-junkie-zum-ehrenamtlichen-strommarkt-designer/#comments Sat, 13 Dec 2014 02:12:11 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=7296 Beiträge, die sich mit einem selbst beschäftigen, sind immer die schwierigsten. Am Anfang war wohl ein Erkenntnis-Junkie, der sich durch Daten gewühlt hat – heute jemand, der sich in seiner Freizeit mit Strommarkt-Design beschäftigt. Ziemlich schräg?

In meinem beruflichen Leben habe ich sehr viel mit den unterschiedlichsten Datentöpfen zu tun. Man macht sie auf – probiert, und kommt nach einiger Zeit zur Erkenntnis, dass die Suppe salzig ist. Beim Stromnetz gibt es sehr viele Datentöpfe, die in sich eine Faszination ausstrahlen. Man möchte jeden Topf probieren, um das ideale Gericht herauszufinden?

By NBC Television Uploaded by We hope at en.wikipedia [Public domain], via Wikimedia Commons

By NBC Television Uploaded by We hope at en.wikipedia [Public domain], via Wikimedia Commons

Öffnet man beim Thema Strom die Büchse der Pandora, so stellt man sehr schnell fest, dass Schein und Sein nicht zusammen passen. Die bezaubernde Jeannie ist mehr als nur Nullen und Einsen, mehr als nur Tabellen. Der Geist hinter den Daten spricht, aber nicht die Sprache, die zum Weltbild passt. Hypothesen, die sich aus dem Studium von Fachtexten und Nachrichten ergeben, finden plötzlich keine Bestätigung in diesen Zahlenkolonnen.

Da wetzelt es plötzlich, dass der Deutsche Stromverbrauch lediglich 21,5 Mrd. Euro schwer ist. Nüchterner Blick auf die Stromrechnung zeigt, dass der Verbrauch des Casa Stromhaltig damit 300%  mehr verbraucht, als der Schnitt, wenn in Deutschland nur von Privathaushalten Strom verbraucht würde. Da kann etwas nicht stimmen. Zahlen haben eine Macht.

Macht der Zahlen

Im Zuge der Liberalisierung des Strommarktes, sind die Veröffentlichungspflichten der beteiligten Akteure gestiegen. Für jeden frei zugänglich sind nun Daten im Überfluss abrufbar. Viele Töpfe, in denen sehr viele Gerichte gekocht werden.

Kommuniziert wird gerne, dass wir einen Netzausbau für den vielen Windstrom aus den Norden brauchen – die gesamte Erzeugung aus Erneuerbaren die Netze belastet und immer mehr Eingriffe notwendig sind.

redispatch_20141212Jeannie sagt: Die Re-Dispatch zahlen sagen, dass Braunkohle im Osten nicht zu den Verbrauchszentren im Süden gelangt. Die Eingriffe sind genau diese Re-Dispatches.

Es entstehen vollständig andere Aussagen beim Blick auf die Daten, als die Welt uns wetzeln möchte.

Leider kein Einzelfall, denn auch die Stromanbieter nutzen die Macht der Zahlen zur Kommunikation. Scheinbar bekommt der Leser eine objektive Zahl geliefert, tatsächlich ist sie behaftet von Ideologie: Netzentgelte auf der Preisinfo 2015.

Auf die Ausfälle bei den fossilen Kraftwerken angesprochen, meint einer der Experten hinter der jährlichen EEG-Berechnung, dass dies eine Momentaufnahme ist. Stimmt! Genau so würde ich die Auswertungen der Daten auch beurteilen.

Ideologger, Der

Die Experten streiten sich bei dieser Wortschöpfung noch um die genaue Schreibweise. Idiologger=Idiot und Blogger oder tatsächlich Ideologger=Ideologie und Blogger.

Jeder Blogger ist Hausherr in seinem Blog und will damit etwas erreichen. Hier sollen Dinge diskutiert werden dürfen und es soll ein Austausch stattfinden. Da gibt es dann auch mal die Macht der Worte zu spüren. Es ist erstaunlich, was manche (wenige) Kommentatoren denken, hier als Ideologie zu lesen.

Und einen Pilotenschein hat der Kerl auch noch....

Und einen Pilotenschein hat der Kerl auch noch….

Als Vielflieger (lieber 5 Stunden am Flugplatz sitzen, als 2 Stunden mit der Bahn reisen), Kurzstreckenfahrer (Gott gab meinem Fuß die Form eines Gaspedals – nicht zum Busfahren), Stromheizer, Fleischesser und Raucher, frage ich mich echt, wo die Ökoverblendung zum Vorschein kommen soll.

Bei der Frage nach Nachhaltigkeit schaut es schon anders aus. Hier geht es um Folgekosten, die durch Handlungen entstehen können, die  unmittelbar eingepreist werden müssen.

Die nuklear-fossile Stromerzeugung hat Folgekosten, die ich nicht zahlen will. Das hat für mich etwas mit Selbstbestimmung zu tun, die ich mir in einer Demokratie wünsche.

Jeannie sagtIm Strommarkt liegen in den Daten sehr viele Folgekosten begraben, über die wir heute keine (Er-)Kenntnis haben, oder verharmlost werden.

Wenn mir ein Unternehmen sagt, wie es seinen Weg aus der Kohleverstromung realisieren will. Welcher Aufwand in die Grundlagenforschung zur CO2-Abscheidung vorgenommen werden, dann kann ich sogar Fan von diesem Unternehmen werden.

Leider sieht die Realität in Deutschland so aus, dass die Daten verwendet werden um irgend einen kurzzeitigen Erfolg zu realisieren, ohne auf langfristige Nachhaltigkeit (die sich auszahlt!) zu setzen.

Die EnBW ist ein Cooler-Schuppen

enbwIm Oktober 2014 durfte ich eine sehr exklusive Führung durch das Rhein-Dampf-Kraftwerk Block 8 (RDK8) machen.  War ich begeistert? Natürlich: Große Maschinen, Lärm … welchem großen Junge gefällt dies nicht? Das allein reicht nicht, um hier im Blog die Prüfung auf Nachhaltigkeit zu bestehen. Ist man dann allerdings offen und vor allem ehrlich, liefert Zahlen und stellt sich dem Dialog (Hallo Kai und Hubertus! ). Werden die Karten neu gemischt…

Jennie sagt: Daten werden für die Meinungsbildung gebraucht, wer sie liefert erlaubt auch dafür Anerkennung zu genießen und Verständnis zu erhalten.

Genug Zuckerbrot für den Atomkonzern :) – Leider sind meine Fragen zum Stromnetz bereits über ein halbes Jahr unbeantwortet.

Ehrenamt in der Stromwirtschaft

ehrenamtViele Erkenntnisse über das Leben, das Universum und den ganzen Rest, habe ich in meinen Ehrenämtern gewonnen. Als Brandbatscher, Pflasterkleber und Profitröster, wird man an Grenzsituationen geführt. Das bietet Rückhalt, Erdung, Ausdauer und Stärke, die man in andere Bereiche einbringen kann.

Das Heroin des  Erkenntnis-Junkie  sind Aussagen wie “Wieso verstehen sie, was ich Ihnen da sage?” vom Kraftwerksleiter beim RDK8 Besuch.

Für viele Unternehmen, Organisationen, Start-Ups, Universitäten, Politiker – sogar andere Blogger – ist es ein Rätsel, wie man ohne dafür Geld zu bekommen ein solch unsexy Thema wie Strom erschließen kann. Die Lösung ist leider banal: Der Wunsch auf Selbstbestimmung in einer Zivilgesellschaft.

Es gibt natürliche Grenzen der Selbstbestimmung, meine persönliche Prioritätsliste muss aber so weit wie möglich erfüllt werden:

  1. Versorgungssicherheit (Strom, wann ich ihn will)
  2. Nachhaltigkeit (Strom ohne Folgekosten)
  3. Kosteneffizienz (Strom zum günstigen Preis)
  4. Entscheidungshoheit (Strom woher ich ihn will)
  5. Transparenz (Strom von Daten und Informationen inkl. Aufklärung)

Bei fast 2.000€ pro Jahr ist mein Engagement diese Prioritätenliste vollständig erfüllt zu bekommen schon recht hoch. Kein anderer Lebensbereich verursacht mehr Kosten, bei ähnlich schlechter Abdeckung.

Dem Idiologger ist natürlich klar, dass er an der Nadel hängt und ohne Strom nicht leben kann. Muss man aber dafür die Triebe der Kundschaft zwangskastrieren?  Es ist davon auszugehen, dass der Heroin-Dealer am Bahnhof mehr Gespür hat als die heutige Stromwirtschaft.

Jennie sagt: [nichts mehr]

Irgendwann wird der Ideologger zum Ideenlogger und bewegt sich damit raus aus der passiven Berichterstattungswelt. Der wetzelische Welt-Journalist würde zwar gerne “schaffend” sein, kann es aber nicht, da im Korsett der Nachricht gefangen.

Ehrenamt in der Stromwirtschaft ist eine Geschäftsführung ohne Auftrag, ein Amt ohne Mandat, eine Handlung ohne extrinsische Motivation.

Ehrenamt im Verein? Nein Danke! BDEW e.V. und VKU e.V. sind eher Teil des Problems als die Lösung.

Strommarkt-Designer

In ”Die Teilung der Erde” von Friedrich Schiller spricht Zeus zu den Menschen:  ”Nehmt hin die Welt!”. Die Menschen teilen daraufhin die Erde unter sich auf.

“‘Ich war’, sprach der Poet, ‘bei dir. Mein Auge hing an deinem Angesichte, an deines Himmels Harmonie mein Ohr – verzeih dem Geiste, der, von deinem Lichte berauscht, das Irdische verlor!’ ‘Was tun?’ sprichtZeus, ‘die Welt ist weggegeben, der Herbst, die Jagd, der Markt ist nicht mehr mein, willst du in meinem Himmel mit mir leben – so oft du kommst, er soll dir offen sein’”

Die Stromwelt wird aktuell neu (zu-)geteilt. Es wird von niemandem verlangt, dass  er blind irgend einem Modell vertraut.  Das Angebot steht, dass mein ehrenamtliches Engagement vorhanden ist, für Fragen und Kritik am Hybridstrommarkt - im Rahmen meiner Möglichkeiten – zur Verfügung zu stehen.

  • Jeder Besitzer eines Stromanschlusses hängt am Strommarkt
  • Jeder Besitzer einer PV-Anlage hängt am Strommarkt
  • Jeder mit einer Beteiligung an einer Anlage – hängt am Strommarkt

Engagement kann gezeigt werden, durch die Kommunikation von einigen wenigen Merksätzen (die auf den Hybridstrommarkt zutreffen).

  • Es gibt eine Alternative zu Kapazitätsmärkten
  • 100% Erneuerbare ist nur über ein entsprechendes Marktdesign möglich
  • Es gibt eine Alternative zur Abzocke im dezentralen Leistungsmarkt
  • Es gibt eine Zukunft für die Bürgerenergiewende
  • Es gibt Selbstbestimmung für Stromkunden
  • Es gibt Investitionssicherheit für neue Anlagen
  • Es gibt die Möglichkeit zur Mitbestimmung

Ja wenn…

Die Beobachtungen der letzten Wochen zeigt, dass scheinbar bei den Experten das Thema überhaupt nicht angekommen ist.

“Auch ist das derzeit nicht wirklich ein Thema für die Stiftung, da wir uns projektmäßig gerade sehr auf das besagte BBEn und ein anderes Projekt fokussieren.”

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Mehr dezentrale Stromerzeugung – Tennet bereitet sich auf Rekord Wind vor https://blog.stromhaltig.de/2014/12/mehr-dezentrale-stromerzeugung-tennet-bereitet-sich-auf-rekord-wind-vor/ https://blog.stromhaltig.de/2014/12/mehr-dezentrale-stromerzeugung-tennet-bereitet-sich-auf-rekord-wind-vor/#comments Fri, 12 Dec 2014 12:43:17 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=7290

Die für den heutigen Freitag erwartete Windfront mit einer Rekordeinspeisung von 28.000 Megawatt Windenergie in das deutsche Stromnetz stellt das Höchstspannungsnetz vor große Herausforderungen. Die hohe Einspeisung belastet das Netz stark und führt zu Transportengpässen. (Quelle Tennet TSO)

Wie der Übertragungsnetzbetreiber mitteilt, gibt es an diesem Freitag eine ähnliche Situation, wie letztes Jahr beim Sturm Xaver. Das Stromnetz, welches auf mehr als 80 GW ausgelegt ist, soll mit 28 GW Windstrom zurecht bekommen – und erhält von der Strombörse keine Unterstützung. Durch die Prämisse des Handels, dass Deutschland eine Kupferplatte ist, bei der die vorhandenen Leitungen keine Rolle spielen, rechnet Tennet TSO mit umfangreichen Re-Dispatch Maßnahmen.

redispatch_20141212

Visualisiert man die Eingriffe der letzten Stunden auf einer Karte, so fällt auf, dass besonders die Kraftwerke im Süden reduzieren müssen.

“Zeitweise werden heute ca. 20 konventionelle Kraftwerke gleichzeitig für solche Maßnahmen genutzt werden.”

Ein abgewürgter Ausbau der Solarenergie und ein deutlich verlangsamter Ausbau von Windkraft in Baden-Württemberg und Bayern, sorgt am Freitag dazu, dass der Strom eine sehr große Distanz zwischen der Erzeugung und dem Verbrauch zurück legen muss.

Tage wie diese, die etwa einmal pro Jahr vorkommen, zeigen, dass die Stromlogistik viel stärker in den Preisen des Handels eingearbeitet werden muss. Von Börsenbetreiber und Stromhändler liegen hierzu bislang keine Konzepte vor.

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Was möchte der Schreiberling uns damit sagen? https://blog.stromhaltig.de/2014/12/was-moechte-der-schreiberling-uns-damit-sagen/ https://blog.stromhaltig.de/2014/12/was-moechte-der-schreiberling-uns-damit-sagen/#comments Fri, 12 Dec 2014 09:24:36 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=7285

Im vergangenen Jahr hat es Strom im Wert von 43 Milliarden Euro gehandelt – einer Menge, die dem Doppelten des deutschen Stromverbrauchs entspricht… (Quelle Welt)

Der Energie-Medienexperte Björn L. Kuhn hatte mit seinem Beitrag zu Wetzels Welt bereits den  Vorwurf einer ideologischen Verblendung eingefangen. So richtig verstehen lässt sich die Faktenebbe aus der Welt-Redaktion jedoch wirklich nicht.

Da Kommentatoren in Blogs auch dazu neigen, den Inhalt auf einen Satz zu reduzieren, soll an dieser Stelle hier auch nicht der gesamte Beitrag rezitiert werden. Dieser Satz nimmt aus Sicht von blog.stromhaltig eine Schlüsselfunktion ein, da er das sogenannte Scene Setting beschreibt.

Wenn das Unternehmen RWE Trading & Supply 43 Milliarden Euro Strom gehandelt hat, dies der doppelten Menge des deutschen Stromverbrauchs entspricht…

… ist der Strommarkt in Deutschland 43/2 = 21,5 Milliarden Euro?

… kann man mit 21,5 Milliarden Euro den Stromverbrauch in Deutschland bezahlen?

… wird (im Schnitt) jede verbrauchte Kilo-Watt-Stunde zwei mal durch die RWE gehandelt?

… da auch andere Unternehmen handeln – keiner Verlustgeschäfte macht – könnte man mit der Abschaffung des Handels viel Geld sparen?

… im Jahre 2013 hatte das Unternehmen Umsatzerlöse von 911,2 Millionen Euro erzielt (Quelle Bundesanzeiger). Ist die Handelsmarge beim Produkt Strom demnach 2,1% ?

Es freut den Strommarkt-Designer, dass dieses holzige Thema der Energiepolitik seinen Weg in die Welt geschafft hat. Da es sich um keinen Blog, sondern um eine journalistische Redaktion handelt, ist davon auszugehen, dass der Leser Fakten geliefert bekommt, um diese frei von Ideologie assimilieren zu können.

Das gesamte Thema rund um die Aufsplittung von Eon (wurde berichtet)   muss gedeutet werden. RWE im Bereich des Trading/Handels zu fragen ist vorbildlich, da die großen Energieversorger ihre Daseinsberechtigung auf den Netzbetrieb ausgerichtet haben.

Kein Wunder, dass man genau an dieser Baustelle im Grünbuch des BMWi nur wenig rentabilitätsentscheidende Punkte findet.

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19€ je Bundesbürger für die Chemische und Pharmazeutische Industrie. Ein Dank? Fehlanzeige! https://blog.stromhaltig.de/2014/12/19e-je-bundesbuerger-fuer-die-chemische-und-pharmazeutische-industrie-ein-dank-fehlanzeige/ https://blog.stromhaltig.de/2014/12/19e-je-bundesbuerger-fuer-die-chemische-und-pharmazeutische-industrie-ein-dank-fehlanzeige/#comments Fri, 12 Dec 2014 08:14:17 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=7279

Die chemisch-pharmazeutische Industrie profitiert in diesem Jahr mit schätzungsweise 1,6 Milliarden Euro von den Ausnahmeregelungen bei der Umlage nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG). Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (18/3374) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/3129) mit. Nach Angaben der Regierung sind 2014 164 Unternehmen und 256 Abnahmestellen der chemisch-pharmazeutischen Industrie teilweise von der Zahlung der EEG-Umlage befreit.

Der Stromverbrauch der chemisch-pharmazeutischen Industrie habe 2012 bei 52,2 Terawattstunden gelegen und sei im Jahr 2013 auf 51,7 Terawattstunden gesunken. Die Zahl der Beschäftigten der Branche sei seit Jahren mit rund 440.000 recht stabil, schreibt die Regierung weiter. (Quelle: Deutscher Bundestag)

Da die notleidende Chemisch-Pharmazeutische Industrie leider kein Geld für Weihnachtskarten an die Bundesbürger hat (wobei das eine Aktion sein könnte, um den Mindestlohn der Zusteller endlich durchzubekommen) wurde EinDanke.de angepasst.

(Beitragsbild: GetAccess HR Marketing )

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Denkgrafik: Ist die Deutsche Energiewende in Europa vernetzt? https://blog.stromhaltig.de/2014/12/denkgrafik-ist-die-deutsche-energiewende-in-europa-vernetzt/ https://blog.stromhaltig.de/2014/12/denkgrafik-ist-die-deutsche-energiewende-in-europa-vernetzt/#comments Thu, 11 Dec 2014 09:08:17 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=7275 europa_physikalische_vernetzung

Die Energiewende in Deutschland sollte auch im Europäischen Kontext gedacht werden. Am Stapellauf der Norwegian Pearl im Jahre 2006 kann man sehr gut erkennen, wie ein Schaltvorgang im Stromnetz in Deutschland einen Blackout in Frankreich, Belgien, Italien, Niederlande und Spanien auslöste.

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