blog.stromhaltig https://blog.stromhaltig.de Damit der Strom der aus der Steckdose kommt ein bisschen nachhaltiger ist. Thu, 02 Jul 2015 00:38:50 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.8.8 Warum ist das Geschlecht beim Betrieb einer PV-Anlage wichtig? https://blog.stromhaltig.de/2015/07/warum-ist-das-geschlecht-beim-betrieb-einer-pv-anlage-wichtig/ https://blog.stromhaltig.de/2015/07/warum-ist-das-geschlecht-beim-betrieb-einer-pv-anlage-wichtig/#comments Thu, 02 Jul 2015 00:22:05 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=8712 Weiterlesen ]]> Das PV-Anmeldeportal der Bundesnetzagentur ist schon eine feine Sache. Wenn die PV-Anlage kommt, dann darf man sich dort ganz einfach eintragen. Beim Casa.Stromhaltig wird es am 08.07.2015 soweit sein…

Mal ganz ehrlich: Wofür wird die Angabe des Geschlechtes benötigt? 

Eigentlich sollte die Angabe, ob man sich als Unternehmen oder Privatperson anmeldet genügen. Wobei… sobald man eine PV-Anlage betreibt ist man ja ein Unternehmen – also auch wieder schwierig.

In Zeiten, bei denen es sich rumgesprochen hat, dass man nur Daten erheben soll, die unbedingt benötigt werden, frage ich mich was das Geschlecht für einen Mehrwert bietet. Eine Statistik der Frauenquote unter den PV-Anlagenbesitzern würde mich echt brennend interessieren. Gibt es da Unterschiede zwischen den Bundesländern?

Die offizielle Antwort lautet übrigens:

Die Erhebung und Verwendung der der Bundesnetzagentur anvertrauten personenbezogenen Daten erfolgt ausschließlich zur Erfüllung der vom Gesetzgeber der Bundesnetzagentur zugewiesenen Aufgaben und unter strikter Beachtung der Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG). Dazu werden die über das PV-Meldeportal erhobenen Daten vollständig benötigt und automatisiert verarbeitet.

Ich warte jetzt erst einmal bis die Aktivierungsmail auch tatsächlich ankommt… scheinbar wird diese noch handgeschrieben (?).

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Neues Strommarkt-Design verzögert sich scheinbar https://blog.stromhaltig.de/2015/07/neues-strommarkt-design-verzoegert-sich-scheinbar/ https://blog.stromhaltig.de/2015/07/neues-strommarkt-design-verzoegert-sich-scheinbar/#comments Wed, 01 Jul 2015 08:42:51 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=8709 Weiterlesen ]]> Im Juni hätte eigentlich das Weißbuch zum Strommarkt 2.0 erscheinen sollen. In einem Weißbuch werden die konkreten Maßnahmen angesprochen, die in der bestehenden Gesetzgebung geändert werden müssen. Nach mehr als 500 Einreichungen in der öffentlichen Konsultation zum Grünbuch war das zuständige Bundesministerium für Wirtschaft und Energie scheinbar etwas überfordert.  Auf den entsprechenden Seiten des Ministeriums finden sich keine Hinweise wie lange das Vorhaben verzögert wird.  Nach Sichtung der bestehenden Mitteilungen, scheint man jedoch von einer Einbeziehung der Öffentlichkeit weitgehend abzurücken. Die Petition zum Hybridstrommarkt wurde nicht weiter bearbeitet, die Verlässlichkeit vieler Großkraftwerke wird weder eingefordert noch hinterfragt.

Zeitplan Strommarkt-Design
Zeitplan Strommarkt-Design

 

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Zuviel für Strom bezahlt? https://blog.stromhaltig.de/2015/06/zuviel-fuer-strom-bezahlt/ https://blog.stromhaltig.de/2015/06/zuviel-fuer-strom-bezahlt/#comments Tue, 30 Jun 2015 21:54:23 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=8705 Weiterlesen ]]>

“Deutschlands Stromkunden zahlen jedes Jahr viele Millionen Euro zu viel, weil Unternehmen von Netzkosten befreit werden, obwohl die damit verbundenen Hoffnungen auf eine Stabilisierung des Stromnetzes gar nicht in Erfüllung gehen. Zu dem Fazit kommt ein unter Verschluss gehaltener Bericht der Bundesnetzagentur an das Bundeswirtschaftsministerium.” (Quelle: FAZ Ausgabe vom 30.06.2015)

Im Hinblick auf ein neues Strommarkt-Design, welches in den kommenden Monaten in die Gesetzgebung gehen soll, ist es mehr als ärgerlich, wenn ein Bericht unter Verschluss gehalten wird. Es geht um typischen (Max Musterverbraucher) und atypischen (irgendwie anders), wobei letztere durch günstigere Netzentgelte belohnt werden, weil sie besser sein sollten, doch das sind sie nicht.

Da es bei thermischen Kraftwerken mit Kosten verbunden ist, wenn diese ihre Leistung erhöhen oder senken sollen, hatte man die letzten Jahre die Verbraucher belohnt, die konstant Strom aus dem Netz gezogen haben. Kleinkunden, die bei einem Jahresverbrauch von zum Beispiel 3.600 KWh/Jahr ebenfalls eine Bandlast (=konstanter Verbrauch an mehr als 7.000 Stunden im Jahr)  von 180 Watt aufzeigten schauten in die Röhre und mussten für Industriekunden zahlen.  In der Kritik steht nun, dass durch die Vergünstigung bei den Netzentgelten die falschen Anreize geschaffen werden.

Tatsächlich benötigt werden Verbraucher, die netzdienlich ihren Verbrauch anpassen können. Ist für wenige Stunden ein Kraftwerk nicht verfügbar,  dann ist ein netzdienliches Verhalten gegeben, wenn der Verbrauch entsprechend reduziert werden kann. Nur so können Marktverfälschungen durch ungeplante Ereignisse vermieden werden, da der Markt entsprechend der ausgefallenen Last auch verkleinert wird.

Die Incentivierung über Netzgentgelte zu gestalten, wie dies bislang der Fall ist, scheint jedoch sehr marktfremd. Bei allen Stromlieferverträgen wird eine Punkt-zu-Punkt Abrechnung realisiert, wobei zur Erfüllung eines Vertrages der Erzeuger für einen Ersatz sorgen muss – oder sich genügend Ressourcen sichern muss, die abschaltbar sind. Da es eine vertragliche Freiheit gibt, kann dies bilateral zwischen den Vertragsparteien ausgehandelt werden und bedarf weder einer politischen Weichenstellung noch einer Kontrolle durch eine Behörde.

 

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Bundesnetzagentur zu flexiblen Stromtarifen/Lastgangmessung https://blog.stromhaltig.de/2015/06/bundesnetzagentur-zu-flexiblen-stromtarifenlastgangmessung/ https://blog.stromhaltig.de/2015/06/bundesnetzagentur-zu-flexiblen-stromtarifenlastgangmessung/#comments Fri, 26 Jun 2015 22:45:11 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=8702 Weiterlesen ]]> Im Juni 2013 hatte blog.stromhaltig bei der BNetzA nachgefragt, welche Möglichkeit es heute gibt, den gemeinen Haushaltsstromkunde an den  teilweise sehr günstigen Strompreisen patizipieren zu lassen. Die Antwort ist jetzt eingetroffen.


Bei privaten Kleinverbrauchern (Standardlastprofil) ist es dem Stromversorger nicht möglich ein anderes Profil als das vom Verteilnetzbetreiber gewählte SLP H0dyn einzuspeisen? Dies gilt selbst dann, wenn dem Versorger durch Lastgangmessung ein individuelles Profil zur Verfügung steht?

Gemäß § 12 Abs. 1 Stromnetzzugangsverordnung (StromNZV) ist der Netzbetreiber verpflichtet für die Abwicklung der Stromlieferung an Letztverbraucher mit einer jährlichen Entnahme von bis zu 100.000 kWh vereinfachte Methoden (standardisierte Lastprofile) anzuwenden, die eine registrierende Lastgangmessung nicht erfordern. Der Netzbetreiber weist dabei den einzelnen Messstellen in der Niederspannung das zu verwendende Standardlastprofil (SLP) zu und teilt dieses vorab dem Lieferanten mit. Der Netzbetreiber ist dabei nicht an spezielle Profile gebunden, die StromNZV schreibt lediglich vor, dass sich SLP am typischen Abnahmeprofil jeweils folgender Gruppen von Letztverbrauchern orientieren: 1. Gewerbe; 2. Haushalte; 3. Landwirtschaft; 4. Bandlastkunden; 5. Unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen; 6. Heizwärmespeicher. Die von der Brandenburgischen Technische Universität Cottbus (BTU Cottbus) im Auftrag des VDEW (Verband der Elektrizitätswirtschaft e. V. jetzt BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.)) entwickelten Standardlastprofile haben sich aber als Standard etabliert. H0 ist die Bezeichnung für das von der BTU Cottbus für Haushaltskunden ermittelte SLP. Der Netzbetreiber hat grundsätzlich die Möglichkeit für sein Netzgebiet eigene SLP zu entwickeln, die dann jedoch für die Gesamtheit aller Letztverbraucher einer Kundengruppe anzuwenden sind. D. h. der Einsatz eines Letztverbraucher individuellen Profils ist nicht vorgesehen, hier würden Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis stehen.
Speist der Lieferant im Rahmen seiner Belieferung genau die Energiemenge pro ¼ h ein, die durch das skalierte SLP vorgegeben wird, ist sein Bilanzkreis (hier werden Ein- und Ausspeisungen gegenübergestellt) ausgeglichen. Weicht der Lieferant, jedoch hiervon ab fällt Ausgleichsenergie (Differenz zwischen dem skalierten SLP und der tatsächlich eingespeisten Energie) an, die entsprechend zum Ausgleichsenergiepreis zu erstatten ist bzw. vom Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB)  vergütet wird. Der Ausgleichsenergiepreis ist ex ante nicht bekannt und stellt daher für den Lieferanten ein erhebliches Kostenrisiko dar. Darüber hinaus verpflichtet auch § 4 Abs. 2 S. 2 StromNZV den Lieferanten bzw. genau genommen dessen Bilanzkreisverantwortlichen zu einer ausgeglichenen Bilanz zwischen Einspeisungen und Entnahmen. Insofern ist der Lieferant stets gehalten die Beschaffung der Energiemengen für Letztverbraucher mit einem Jahresverbrauch von weniger als 100.000 kWh nach den SLP auszurichten.

Ebenfalls bei privaten Kleinverbrauchern (unter 10 MWh/a) ist es nicht möglich eine RLM durchzuführen? In den Netzzugangsbedingungen der RWE/Syna und EnBW Netze konnte ich keinen Hinweis darauf finden.

Grundsätzlich ist gem. § 12 Abs. Abs. 1 StromNZV in der Niederspannung erst ab einem Jahresverbrauch von mehr als 100.000 kWh eine RLM-Messung vorgesehen (in allen übrigen Fällen ist sie obligatorisch). Letztverbraucher in der Niederspannung mit einem Jahresverbrauch kleiner 100.000 kWh können jedoch im Einvernehmen mit dem jeweiligen Lieferanten vom Messstellenbetreiber eine RLM-Messung verlangen (vgl. § 10 Abs. 3 Messzugangsverordnung), sofern mit dem Netzbetreiber die Bilanzierung auf RLM-Basis vereinbart wurde (vgl. § 12 Abs. 2 S. 3 StromNZV). Aufgrund der hohen Kosten, die mit einer RLM-Messung verbunden sind (ca. 600 € / a), ist dies in der Regel für Kleinverbraucher nicht sinnvoll. Das intelligente Messsystem („Smart Meter“ im Sinne des Energiewirtschaftsgesetzes) wird jedoch in Zukunft eine der RLM-Messung vergleichbare Messung und Bilanzierung ermöglichen. Die Kosten hierfür sollen nach aktuellem Stand bei etwa 100 €/a liegen.

Vielen Dank für die Beantwortung.

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Will jemand? Habe Strom. https://blog.stromhaltig.de/2015/06/will-jemand-habe-strom/ https://blog.stromhaltig.de/2015/06/will-jemand-habe-strom/#comments Thu, 25 Jun 2015 17:59:12 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=8700 Weiterlesen ]]> Und will keine Einspeisevergütung nach EEG.

Aktuell finden die täglichen Redaktionssitzungen von blog.stromhaltig auf Madeira statt. Noch kurz vor der Abreise ist der Auftrag für 6,4 KWp PV-AUFDACH verschickt worden. Im Rahmen dessen, dass das Finanzamt noch von einer Gewinnerzielungsabsicht spricht (braucht man für den Vorsteuerabzug), suche ich nun Modelle den Überschuss an Abnehmer zu bekommen. Wir leben in einem freien Land, also wer will? – Ich will zumindest keine Stütze :)

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Kraftwerke – Unterschiedliche Betriebskonzepte https://blog.stromhaltig.de/2015/06/kraftwerke-unterschiedliche-betriebskonzepte/ https://blog.stromhaltig.de/2015/06/kraftwerke-unterschiedliche-betriebskonzepte/#comments Tue, 23 Jun 2015 10:26:46 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=8689 Weiterlesen ]]> Beim Betrieb von Großkraftwerken verfolgen die Eigner sehr unterschiedliche Konzepte. Bei den sogenannten ungeplanten Nichtverfügbarkeiten, die im Rahmen des REMIT Informationsportals gesammelt werden, lassen sich Rückschlüsse über die Beweggründe finden. Aus Basis der Parameter “Wochentag” und “Stunde des Tages”, werden die ungeplanten Nichtverfügbarkeiten subsumiert.  Gibt es eine planbare Ungeplantheit?

Kraftwerk Boxberg
Kraftwerk Boxberg
Kraftwerk Niederaußem
Kraftwerk Niederaußem
Kraftwerk Frimmersdorf
Kraftwerk Frimmersdorf
Kraftwerk Huckingen
Kraftwerk Huckingen
Kraftwerk Moorburg
Kraftwerk Moorburg
Kraftwerk Walsum
Kraftwerk Walsum

Hinweis:

Die Farbskala variiert je nach Kraftwerk. Unter Kraftwerk werden alle Blöcke am Standort zusammengefasst.

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Share Economy für den Stromkunden https://blog.stromhaltig.de/2015/06/share-economy-fuer-den-stromkunden/ https://blog.stromhaltig.de/2015/06/share-economy-fuer-den-stromkunden/#comments Tue, 23 Jun 2015 09:26:00 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=8673 Weiterlesen ]]> Die Kunst nicht nur alleine etwas zu nutzen, sondern mehr erreichen, durch gemeinsame Nutzung, ist wichtigster Bestandteil der Share Economy. Via Uber das Auto teilen, bei AirBNB das Gästezimmer vermieten. Es gibt viele erfolgreiche Geschäftsmodelle in der Share Economy, die sich auch auf die Stromwirtschaft übertragen lassen. Im Hybridstrommarkt ist das Prinzip des Teilen von Ressourcen bereits fester Bestandteil, aber auch andere Konzepte die bereits umgesetzt werden. Es geht darum aus einer Gemeinschaft heraus durch Teilen und nutzen zu wachsen – gemeinsam.

 ”Eine Strom-Community braucht keinen Versorger mehr” (Justus Schütz, Gründer Buzzn)

Buzzn oder Localpool - beide Konzepte gehen davon aus, dass innerhalb der Gemeinschaft zumindest ein Teil des benötigten Stroms erzeugt wird, dabei baut Uber keine Autos und AirBNB keine Häuser. Share Economy ist dann erfolgreich, wenn auf ohnehin vorhandene Kapazitäten aufgebaut werden kann. Es sollen keine Zusatzkosten entstehen – dann klappt es in der Gemeinschaft.

Vor zwei Monaten wurde bei blog.stromhaltig das Prinzip von Swaps vorgestellt.  Der Ansatz zur Share Economy ist recht einfach:Für jeden Stromkunde wird entsprechend eines Lastprofils immer eine definierte Strommenge in das Netz eingespeist. Benötigt der Anschluss allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht diese Strommenge, so kann sie von anderen Stromkunden genutzt werden.  Wichtig ist nur, dass der Jahresstromverbrauch nicht verändert wird, da ansonsten ein sogenannter atypischer Verbrauch vorlegen würde, der nur mit Rücksprache des Netzbetreibers zulässig ist.

prosumerIm Rahmen des Projektes Prosume wird aktuell die für eine Share Economy bei Stromkunden notwendigen Voraussetzungen geschaffen. Zunächst müssen die Aufgaben und Zuständigkeiten klar definiert werden. Der klassische Stromkunde ist Empfänger und Zahler. Ein Modell, bei dem er selbst zum Produzent und Händler wird, ist in einer zentralistisch ausgelegten Stromwirtschaft 1.0 nicht vorgesehen. Mit Verbreitung des Internet Of Things hat sich ein Konzept bewehrt, bei dem man die Zuständigkeiten (Seperation of Duties) zunächst an einzelne Rollen zuweist und diese kapselt. Der Source-Code für Prosume (bei github) definiert 3 vollständig von einander getrennte Rollen: Prosumer, Metergateway und Trader. Einzelne Funktionen können zwar zusammengefasst werden, aber auch beliebig getrennt werden.

Auf Basis des IEEE FIPA Standards (s.h. FIPA Homepage) wurde für jede Rolle sogenannte Agenten entwickelt, welche untereinander die für eine Share Economy notwendigen Daten austauschen. Wichtig erscheint in der aktuellen Simulation, dass der Prosumer selbst möglichst flexibel und unabhängig agieren kann. In der bestehenden Implementierung ist so zum Beispiel vorgesehen, dass für jede Zeiteinheit (15 Minuten) theoretisch ein anderer Trader den Handel im Auftrag des Prosumers übernehmen kann. Ebenso kann der Prosumer die Handelstätigkeit natürlich auch selbst durchführen (=Käufer/Verkäufer suchen).

Share Economy ist in der Energiewirtschaft möglich. Das Prosume Projekt zeigt bereits heute recht eindeutig, welchen Mehrwert durch aktive Stromkunden in die Gemeinschaft eingebracht werden kann.

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Boxberg die Dritte… https://blog.stromhaltig.de/2015/06/boxberg-die-dritte/ https://blog.stromhaltig.de/2015/06/boxberg-die-dritte/#comments Sun, 21 Jun 2015 22:50:03 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=8684 Weiterlesen ]]> Nach der legendären Boxberg die Erste  und der unvergessenen Boxberg die Zweite. Freut es blog.stromhaltig ganz ungeplant die Dritte Episode bekannt zugeben. Diesmal durfte der Block R unverhofft wie das Weihnachtsfest seine Einspeisung nicht an die zahlende Kundschaft bringen. Natürlich wurden (wahrscheinlich) auch diesmal alle Lieferverträge dank (hoffentlich) profitabler Abitragegeschäfte erfüllt.

Brennstoff Braunkohle
Root Cause NA01
Gemeldet 21.06.15 21:00
Ende (geplant) 22.06.15 04:00
Reduktion 641 MW
Dauer 7 Stunden
Bilanzabweichung 4487 MWh
Archiv offen

Beim Stichwort Versorgungssicherheit gehen wir immer davon aus, dass Betreiber von Kraftwerken notleidend sind. Gerne vergessen wir, dass vielleicht auch aus wirtschaftlichen Gründen einmal ein Kraftwerk vom Netz genommen wird, ohne dass es einer Genehmigung der Bundesnetzagentur oder eines Übertragungsnetzbetreibers bedarf. Auf diese Sicherheit vertrauen wir, wenn wir von Kapazitätsmärkten sprechen. Auf diese Sicherheit verlassen wir uns, wenn wir über Kraftwerksreserven nachdenken. Vertrauen, dass wir nicht eines Tages erpressbar werden und dann vom Strom verlassen werden. Zum Glück sind alle EEG-Anlagen verpflichtet ihren Strom einzuspeisen (solange sie Förderung erhalten).

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Auch dieses Jahr Abschaltungen wegen Rheintemperatur möglich https://blog.stromhaltig.de/2015/06/auch-dieses-jahr-abschaltungen-wegen-rheintemperatur-moeglich/ https://blog.stromhaltig.de/2015/06/auch-dieses-jahr-abschaltungen-wegen-rheintemperatur-moeglich/#comments Fri, 19 Jun 2015 08:36:57 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=8671 Weiterlesen ]]> Bei 25,5 Grad ist Schluss - stand vor genau einem Jahr bereits bei blog.stromhaltig. Es handelt sich dabei um die maximale Temperatur des Rheins, bis zu dem zusätzlich Wärme in den Fluss abgeleitet werden kann. Viele Kraftwerke sind in unmittelbarer Nähe zu Flüssen gelegen, da sie zur Kühlung Energie in Form von Wärme an das Gewässer abgeben, wenn es keine andere Verwendung gibt. Zwar sind die meisten Kraftwerke heute effizienter und können mehr Energie in Strom verwandeln – dennoch wird eine andere Kühlquelle benötigt. Für das Kraftwerk in Heilbronn darf maximal 650 Liter pro Minute zur Kühlung verwendet werden.  Steigt jedoch die Temperatur der Flüsse im Sommer an, so droht eine Zwangsabschaltung, denn die Flüsse drohen aus dem Gleichgewicht zu gelangen.

Einige interessante Messpunkte:

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#BinDannMalWeg https://blog.stromhaltig.de/2015/06/binndannmalweg/ https://blog.stromhaltig.de/2015/06/binndannmalweg/#comments Fri, 19 Jun 2015 08:19:58 +0000 https://blog.stromhaltig.de/?p=8666 Ungeplante Nichtverfügbarkeiten der Kraftwerke in Deutschland
Ungeplante Nichtverfügbarkeiten der Kraftwerke in Deutschland
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