blog.stromhaltig http://blog.stromhaltig.de Damit der Strom der aus der Steckdose kommt ein bisschen nachhaltiger ist. Thu, 24 Jul 2014 13:10:22 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.8.3 Alle intelligenten Geräte der Welt verbrauchen zusammen mehr Strom als Deutschland http://blog.stromhaltig.de/2014/07/alle-intelligenten-geraete-der-welt-verbrauchen-zusammen-mehr-strom-als-deutschland/ http://blog.stromhaltig.de/2014/07/alle-intelligenten-geraete-der-welt-verbrauchen-zusammen-mehr-strom-als-deutschland/#comments Thu, 24 Jul 2014 13:10:22 +0000 http://blog.stromhaltig.de/?p=6428 Die internationale Energieagentur warnt in einer aktuellen Studie vor dem Internet der Dinge als großer Stromverschwender. Kaspar Wolfensberger fasst bei CE Today zusammen:

Konkret sahen die Zahlen für 2013 laut Studie wie folgt aus. Die 14 Milliarden mit den Netz verbundenen Geräte hatten einen Stromverbrauch von 616 Terawattstunden. Gut 400 Terawattstunden wurden dabei für den Standby-Modus gebraucht. Die IAE warnt nun, dass mit der Zunahme von intelligenten Gegenständen diese Zahl bis 2025 um den Faktor zwei wachsen könnte. Als Beispiel nannte die Behörde hierfür die Steuerung von Gegenständen via Smartphone. Um eine solche zu ermöglichen, müssten diese ständig mit einem Netzwerk verbunden sein.

Am Beispiel des STUDIO® Thermo-Kaffeeautomat, welcher bei Aldi-Süd angeboten wurde, kann man sehr schön sehen, dass auch wenig Intelligenz für Grundlast sorgt.

Der Wecker klingelt am Morgen und aus der Küche kommt einem beim Aufstehen bereits der angenehme Geruch von frisch gebrühtem Kaffee entgegen. Eine Zeitschaltuhr in der Kaffeemaschine machen es möglich…

2 Watt Stromverbrauch dauerhaft an 8760 Stunden im Jahr.  Macht 17,52 KWh. Kostet bei 0,25€/KWh im Jahr 4,38€ – verschmerzbar.

Vielleicht geht es auch anderen Käufern des Gerätes so, am Anfang ist man noch diszipliniert und richtet den Kaffee am Abend und stellt den Timer. Nach einigen Wochen schläft die Begeisterung am Geruchserlebnis am Morgen ein. Die 4,38€ im Jahr, die der Luxus kostet werden aber weiter anfallen. Abhilfe bringt nur den Stecker zu ziehen, das hatten wir bei der alten Maschine nur im Urlaub gemacht.

Analysis by the International Energy Agency (IEA) shows that implementing best available technologies and solutions could cut electricity demand by more than 60%

Am Beispiel der Kaffeemaschine ist die Lösung sehr einfach. Bei vielen anderen Geräten wird es komplizierter. Da sei zum Beispiel der Dim-Aktor der Heimautomatisierung (Smart-Home) genannt. Selbst hochwertige Produkte regeln zwar schön den Strom runter, aber selbst im “Aus” Zustand kommt noch 1-2 Watt durch die Leitung. Genug um ein LED-Leuchtmittel zum aufleuchten zu bringen.

 A key step towards realising this potential is to ensure that, when not performing primary functions (such as transmitting or recording TV shows, heating up food or water), such devices power down to low power modes as quickly as possible and remain in these modes for as long as possible.

Durch den relativ geringen Verbrauch der einzelnen Geräte, hebt sich im Laufe der Zeit der Grundlastverbrauch immer weiter an. Dieser Verbrauch kann man auch als Komfort-Verbrauch oder Luxus-Verbrauch bezeichnen, denn er dient lediglich dazu im Falle einer Nutzung sofort – ohne Zeitverlust – einen Nutzen zu erbringen. Bei CE Today werden als Beispiel die Set-Top Boxen von Fernseher (wie Apple TV/Google TV/Maxdome) genannt, die eigentlich recht schnell nach einer Stromunterbrechung starten können – der Regelbetrieb allerdings keine Unterbrechung vorsieht.

blog.stromhaltig kommt auf eine minimale Entnahme aus dem Stromnetz von 95 Watt. Macht 832 KWh im Jahr – macht 208€ Kosten für Komfort, Luxus und Bequemlichkeit in einem 3 Personen Haushalt. Für die EEG-Umlage zahlen wir weniger…

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Der Zubau von Gestern ist die Ungewissheit von morgen http://blog.stromhaltig.de/2014/07/der-zubau-von-gestern-ist-die-ungewissheit-von-morgen/ http://blog.stromhaltig.de/2014/07/der-zubau-von-gestern-ist-die-ungewissheit-von-morgen/#comments Thu, 24 Jul 2014 07:42:42 +0000 http://blog.stromhaltig.de/?p=6420 Als in den frühen 2000er Jahren die ersten Photovoltaik-Anlagen unter das Dach der EEG-Einspeisevergütung gerutscht sind, da waren 20 Jahre Zeit sich über mit dem Zeitpunkt “Danach” zu beschäftigen.  Mittlerweile sind wir eine Dekade weiter und in der Geschwindigkeit der Strompolitik gesprochen, werden “morgen” die ersten Anlagen aus der Einspeisevergütung purzeln. Was dann? Gehen die Anlagen vom Netz? Abgeschrieben = Vergessen? – Die Antworten fehlen, wie die Ideen zu Geschäftsmodellen.

statistic_id154138_installierte-leistung-der-nach-eeg-vergueteten-anlagen-in-deutschland-bis-2011Noch reden wir über Zubauzahlen – und lediglich bei den Großkraftwerken sorgt sich die Bundesnetzagentur über die Auswirkungen von Stilllegungen.  Wenn im Jahre 2022 der letzte Atommeiler in Deutschland vom Netz geht, dann besteht zeitgleich über die Zukunft einer 9,5 Fachen Kapazität ein großes Fragezeichen. Was geschieht mit 14 GWp PV-Anlagen, die bis ins Jahre 2003 gebaut wurden?

Egal ob Freifläche oder Hausdach – die Wirtschaftlichkeitsberechnung der PV-Anlagen unter der EEG-Einspeisevergütung wird nach 20 Jahren + 1 Tag beendet sein. Der Besitzer hat sein Geld redlich verdient. Doch was jetzt?

Steht die Anlage auf einer gepachteten/gemieteten Fläche?

In diesem Fall ist die Frage, ob bei der Anlage ein Rückbau nach 20 Jahren beschlossen wurde. Im Jahre 2022 könnte es denkbar sein, dass einige Freiflächenanlagen einfach abgebaut wurden. Kritischer wird dieser Zustand etwa 5 Jahre später sein, da in den Jahren 2007-2011 sehr viele große Anlagen entstanden sind, die rein zur Erwirtschaftung von Rendite ausgerichtet sind. Eine Festgeldanlage mit definierter Laufzeit.

Diese Anlagen am Netz zu halten, wird schwerlich möglich sein, auch wenn die Betriebskosten minimal sind. Die aus der Einspeisevergütung berechneten Pachtzinsen dürften schlicht unwirtschaftlich sein. In diesem Fall ist zu hoffen, dass man den Grundbesitzern ein Konzept anbieten kann, welches die Anlage in ihren Eigentum überführt und die Rückbaukosten absichert.

Der Folgebetrieb

Unabhängig von der Größe der Anlage, kann im Falle eines Weiterbetriebs nach der Einspeisegarantie ein Problem bestehen. Diese Anlagen sind meist nicht auf die Eigenstromnutzung ausgelegt, so dass der erzeugte Strom immer in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Bei einer Eigenstromnutzung werden Kosten für den Umbau und die notwendigen Zähler auf den Betreiber zukommen. Eventuell sind bis zu diesem Zeitpunkt die Speicher weiter entwickelt, so dass die Nutzung des eigenen Stroms lukrativer machen. Eigenstrom geht allerdings dem Netz verloren – günstiger Industriestrom zu den Peak-Stunden gehören spätestens ab 2027 der Vergangenheit an.

Vermarktung

Die schwierigste Aufgabe wird es werden, eine Lösung für die Vermarktung der Strommengen zu finden. Elektrische Energie, die nicht in unmittelbarer Nähe der Anlage verbraucht wird, steht bei einem Weiterbetrieb zunächst im Netz als “Gratisstrom” zur Verfügung. In einem Markt, der nach Verbrauch abrechnet, kann es “Kostenloses” allerdings nicht geben, da ansonsten der Markt nicht über das Prinzip des Angebots und Nachfrage funktionieren kann. Bei gleichen Bedingungen wie heute, würde mit dem Aufkommen der ersten signifikanten Strommengen ohne Preisschild die Strombörse und der gesamte Handel kollabieren.

Ein Grund, warum größere Energieversorger auf die Politik einwirken, einen Kapazitätsmarkt zu schaffen und den Verbrauchsgestützen Strommarkt langsam auslaufen zu lassen. “Denbar sind Kapazitätsmärkte” – so die Sommer-Kanzlerin (blog.stromhaltig berichtete).

Individualentscheidung

Fakt ist, dass jede einzelne Anlage für sich eine individuelle Entscheidung über ihre Zukunft haben wird. Sieht man von bereits geschlossenen Verträgen zum Rückbau ab, so wird es Zeit sich über Lösungen einige Gedanken zu machen. Wer den heutigen Betreibern ein sinnvolles Angebot machen kann, der wird höchst wahrscheinlich auch den Zuspruch finden.

Hybridstrommarkt als Lösung

blog.stromhaltig propagiert die Einführung eines sogenannten Hybridstrommarktes als Angebot für die Anlagenbetreiber. Aus sicht des Anlagenbetreibers vermietet er die Erzeugungskapazität der Anlage an die Letzverbraucher. Der Hybridstrommarkt ist möglich ab einer Anlagengröße von 1 KWp bis zu vielen MWp.

Pressemitteilung zum Hybridstrommarkt

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ÜNB: Tennet-Stromnetz und geplanter Ausbau http://blog.stromhaltig.de/2014/07/uenb-tennet-stromnetz-und-geplanter-ausbau/ http://blog.stromhaltig.de/2014/07/uenb-tennet-stromnetz-und-geplanter-ausbau/#comments Tue, 22 Jul 2014 22:59:06 +0000 http://blog.stromhaltig.de/?p=6416 Das Stromnetz des Übertragungs-Netzbetreibers Tennet TSO zieht sich quer durch Deutschland – von Schleswig-Holstein bis zur Südspitze in Bayern. Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick über das Netz und die geplanten Projekte.

Rückgrat der Stromversorgung ist das Hochspannungsnetz, das die Kraftwerke mit den Kunde verbindet. TenneT betreibt das Hochspannungsnetz in großen Teilen Deutschlands (und in den Niederlanden). In der Firmendarstellung heißt es:

Das Stromnetz des Übertragungs-Netzbetreibers Tennet zieht sich quer durch Deutschland – von Schleswig-Holstein bis zur Südspitze in Bayern. Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick über das Netz und die geplanten Projekte.

Rückgrat der Stromversorgung ist das Hochspannungsnetz, das die Kraftwerke mit den Kunde verbindet. TenneT betreibt das Hochspannungsnetz in großen Teilen Deutschlands (und in den Niederlanden). In der Firmendarstellung heißt es:

«Unsere oberste Priorität ist eine sichere und ununterbrochene Übertragung von Strom. Störungen müssen zu jeder Zeit vermieden werden. TenneT strebt dies durch die unablässige Überwachung der Qualität und der Kapazität des Hochspannungsnetzes an. An Orten, an denen viel Strom gebraucht oder geliefert wird, muss das Netz in der Lage sein, große Mengen an Energie zu übertragen, indem es beispielsweise für eine höhere Spannung ausgelegt oder mit dickeren Kabeln ausgerüstet wird. TenneT überträgt nur Hochspannung, d.h. Spannungen von 110.000 Volt (110 kV) und höher. TenneT verbindet das Hochspannungsnetz über Umspannwerke mit den Verteilernetzen. Diese Knotenpunkte bestehen unter anderem aus Transformatoren, die eine hohe Spannung in eine niedrigere, für Haushalte, Unternehmen und Einrichtungen geeignete Spannung umwandeln.

TenneT transportiert Strom von der Quelle (Erzeugung) zu den Verteilernetzen. Diese bringen den Strom zu den Stromkunden. Die Speicherung von Strom ist schwierig. Strom kann nicht auf Vorrat gehalten werden. Um eine kontinuierliche Lieferung von Strom zu garantieren, müssen die Stromnachfrage und das Stromangebot rund um die Uhr an 7 Tagen in der Woche im Gleichgewicht gehalten werden. TenneT nutzt hier Instrumente wie Regelleistung, Reserveleistung und Notleistung, um Spitzen und Täler bei Stromnachfrage und Stromangebot aufzufangen. In Zusammenarbeit mit europäischen Netzbetreibern findet auch eine grenzüberschreitende Kompensation von Überschüssen und Mangelsituationen statt.»

Um sich eine Vorstellung von diesen Hochspannungsleitungen machen zu können, haben wir von Tennet den aktuellen Ausbauplan Deutschland erhalten.

In der zweiten Karten sind alle geplanten Ausbauprojekte enthalten.

Nummer Bezeichnung Nummer Bezeichnung
1 Altenfeld-Redwitz 9 Ostbayernring
2 Altheim-Matzenhof (St. Peter) 10 Ostküstenleitung
3 Audorf-Flensburg 11 Simbach-St. Peter
4 Audorf-Hamburg Nord 12 Stade-Dollern
5 Dörpen West-Niederrhein 13 Wahle-Mecklar
6 Emden-Conneforde 14 Westküstenleitung
7 Ganderkesee-St. Hülfe 15 Wilhelmshaven-Conneforde
8 Hamburg Nord-Dollern


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Autor: Björn-Lars Kuhn

Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfj
Björn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.
Er ist zudem Gründungsmitglied der Energieblogger.

 

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Lastprofile – 4 Profile und ihre Treffsicherheit zu Max-Musterhaushalt http://blog.stromhaltig.de/2014/07/lastprofile-4-profile-und-ihre-treffsicherheit-zu-max-musterhaushalt/ http://blog.stromhaltig.de/2014/07/lastprofile-4-profile-und-ihre-treffsicherheit-zu-max-musterhaushalt/#comments Tue, 22 Jul 2014 22:53:04 +0000 http://blog.stromhaltig.de/?p=6413 blog.stromhaltig hat schon sehr oft über die Standardlastprofile geschrieben. Bei einem privaten Stromtarif sorgt der Energieversorger dafür, dass entsprechend eines sogenannten H0 Lastprofils für den Kunden immer Strom irgendwo in das Netz eingespeist wird. Durch das Fehlen zeitgemäßer Verfahren und Prozesse, stimmt diese Menge nicht mit dem Verbrauch des Kunden überein. Das Netz muss irgendwie diese Mengendifferenz ausgleichen, da immer nur soviel Strom erzeugt werden darf/kann, wie genau zu diesem Zeitpunkt entnommen wurde.

Einige Schwächen der Standardlastprofile wurden bereits in den vorhergehenden Beiträgen angesprochen. So ist die Grundlast in der Nacht tendenziell zu hoch, wodurch in der Nacht für private Haushalte mehr Strom eingespeist wird, als tatsächlich entnommen wird. In diesem Beitrag sollen vier Profile auf die Treffsicherheit (= Profiltreue) untersucht werden.

Jeder Stromkunde kann mit einem einfachen Strommessgerät selbst herausfinden, ob im jeweiligen Verteilnetz gerade zuviel, oder zuwenig Energie vorhanden ist. Dazu ist die Spannung im Tagesverlauf zu beobachten. Nicht selten stellt man dabei fest, dass in der Nacht höhere Werte Gemessen werden, als am Tage oder am Abend. Ursache ist der starke Rückgang des Stromverbrauchs in der Nacht.

Für die Abrechnung zwischen dem Energieversorger wird in Deutschland in 15 Minuten Blöcken gearbeitet. Entsprechend wird in der Analyse der Treffsicherheit geprüft, ob der Sollwert (H0-Lastprofil) und der Istwert (Kundenverbrauch) über bzw. unterschritten werden.

blog.stromhaltig hat die Verbräuche von vier Musterverbrauchern über die Dauer von  einem Jahr untersucht.

Überdeckung Unterdeckung
Verbraucher A 94% 6%
Verbraucher B 85% 15%
Verbraucher C 65% 35%
Verbraucher D 89% 11%

Der Idealwert ist eine Überdeckung zu 50% der Zeit und eine Unterdeckung zu 50% der Zeit.  Erstaunlich ist, dass am nähsten der Stromanschluss C trifft, der in der Liste der einzige Anschluss ist, bei dem kein Standardlastprofil H0 hinterlegt ist. Es handelt sich um eine Wärmepumpe, die auf eine optimale Ausnutzung von Solarstrommengen optimiert ist.

Bei Verbraucher A,B und D wurde untersucht, zu welchen Zeiten die Unterdeckung stattfindet. D.h. der Stromkunde mehr Strom verbraucht, als zum gleichen Zeitpunkt für diesen Kunden eingespeist wird.

Spitzenreiter in den Zeiten, bei denen es zu einer Unterdeckung kam, waren die Stunden von 18:00 bis 20:00 Uhr, bei der auch das Standardlastprofil eigentlich eine Verbrauchsspitze vorsieht, die allerdings bei den analysierten Verbrauchern deutlicher ausfällt.

Individuelle Nutzung von Großverbrauchern, wie Waschmaschine, Föhn, Computersysteme, hatten kaum Auswirkungen auf das Lastprofil. Abweichend zum Standard Lastprofil H0 des BDEW konnten bei den untersuchten Profilen keine Veränderungen zwischen den Jahreszeiten festgestellt werden.

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Denkbar sei die Einrichtung von Kapazitätsmärkten http://blog.stromhaltig.de/2014/07/denkbar-sei-die-einrichtung-von-kapazitaetsmaerkten/ http://blog.stromhaltig.de/2014/07/denkbar-sei-die-einrichtung-von-kapazitaetsmaerkten/#comments Tue, 22 Jul 2014 01:01:07 +0000 http://blog.stromhaltig.de/?p=6406 Mit diesen Worten schließt die Meldung zur Sommerpressekonferenz der Kanzlerin, über die Franz Alt berichtet. Zwei Gutachten im warnen die Bundesregierung vor der übereilten Einführung dieses neuen Spielfeldes im Milliardenpoker, so der Spiegel.

Kapazitätsmärkte darf es nur für verlässliche Stromerzeugung geben. Zum Beispiel, wenn wie im BINE Projekt von “nur” 99,994% Verfügbarkeit eines Angebotes für Regelenergie aus Windkraft ausgegangen wird.

10 GW Leistungseinschränkung, wie sie am 21./22.07.2014 durch Streinkohle, Braunkohle und Gaskraftwerken vorliegen, kann man wohl kaum als verlässliche Kapazitäten bezeichnen.

Aktuelle ungeplante Nichtbeanspruchbarkeiten laut EEX:

Erzeugung aus Datum Beginn Datum Ende Leistungeinschränkung (MW) Grund 
Steinkohle 04.07.2014, 11:45 23.07.2014, 00:00 507.0
Steinkohle 21.07.2014, 08:22 26.07.2014, 00:00 430.1
Steinkohle 22.07.2014, 01:06 22.07.2014, 04:59 282.0 Failure
Steinkohle 21.07.2014, 08:22 26.07.2014, 00:00 430.1
Steinkohle 21.07.2014, 06:15 23.07.2014, 00:00 60.0 External factors
Steinkohle 21.07.2014, 12:15 23.07.2014, 00:00 40.0 External factors
Steinkohle 21.07.2014, 07:00 23.07.2014, 00:00 30.0 External factors
Steinkohle 21.07.2014, 08:22 26.07.2014, 00:00 430.1
Steinkohle 21.07.2014, 08:22 26.07.2014, 00:00 430.1
Steinkohle 21.07.2014, 06:15 23.07.2014, 00:00 25.0 External factors
Steinkohle 21.07.2014, 08:22 26.07.2014, 00:00 430.1
Steinkohle 21.07.2014, 08:22 26.07.2014, 00:00 430.1
Steinkohle 21.07.2014, 08:22 26.07.2014, 00:00 430.1
Steinkohle 21.07.2014, 08:22 26.07.2014, 00:00 430.1
Steinkohle 21.07.2014, 08:22 26.07.2014, 00:00 430.1
Steinkohle 21.07.2014, 08:22 26.07.2014, 00:00 430.1
Steinkohle 20.07.2014, 22:58 24.07.2014, 00:00 211.0 Failure
Steinkohle 21.07.2014, 08:22 26.07.2014, 00:00 430.1
Steinkohle 21.07.2014, 08:22 26.07.2014, 00:00 430.1
Steinkohle 21.07.2014, 10:25 22.07.2014, 13:00 295.0 Failure
Steinkohle 21.07.2014, 08:22 26.07.2014, 00:00 430.1
Braunkohle 21.07.2014, 08:17 23.07.2014, 04:59 255.0 Failure
Braunkohle 17.07.2014, 07:45 22.08.2014, 22:00 200.0 Other
Steinkohle 21.07.2014, 08:22 22.07.2014, 00:00 430.1
Braunkohle 17.07.2014, 08:50 24.07.2014, 00:00 120.0 Failure
Steinkohle 15.07.2014, 23:30 25.07.2014, 00:00 29.0 Failure
Steinkohle 12.07.2014, 00:00 23.08.2014, 00:00 755.8
Steinkohle 03.07.2014, 14:15 01.08.2014, 00:00 160.0 Failure
Steinkohle 12.05.2014, 19:15 16.01.2015, 00:00 510.0 Other
Gas 05.03.2014, 12:30 01.04.2015, 01:30 400.0 Other
Gas 14.03.2013, 03:19 31.08.2015, 01:00 112.0

Betrachtet man die Zahlen etwas genauer, so fällt auf, dass eigentlich darin etwas nicht stimmen kann. Nahezu zeitgleich müssten 14 Kraftkwersblöcke jeweils eine Einschränkung von 430,1 MW haben und zeitlich auch wieder verfügbar sein.

Dennoch ist in diesen Angaben auch der Eintrag für den Block E des Westfalen-Kraftwerks vergraben. Nach Angaben des Betreibers RWE gibt es dort die folgende Einschränkung:

  • 295 MW
  • Ab 21.07.2014 10:25 Uhr
  • Bis 22.07.2014 13:00 Uhr
  • Wegen “Technischem Fehler”
  • Ausfalldauer: 26,42 Stunden

Kommt es zu keinen weiteren Ausfällen an diesem Kraftwerksblock im Jahre 2014, so ist eine maximale Verfügbarkeit von 99,698% erreichbar. Deutlich weniger als die Zuverlässigkeit, die im BINE-Projekt erreicht wird.

 

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Zudem ist zu beachten, dass von den künftigen endgültigen Stilllegungsplanungen vier Kraftwerksblöcke mit 992 MW als systemrelevant nach § 13aEnWG genehmigt worden sind, die demnach zunächst nicht stillgelegt werden und den vorgenannten Negativsaldo entsprechend reduzieren.

Die entstehenden Zusatzkosten der Reservekraftwerke torpedieren sämtliche Erwartungen an eine Strompreisbremse, da auch der Zubau von Stromerzeugung ohne Brennstoffkosten durch die aktuelle EEG-Reform abgewürgt wurde.

Proteus-Statistik-Energiemix-Deutschland-2014Auf Basis der Kraftwerksliste für Deutschland lässt sich der Strommix herleiten, der daraus erzeugt werden kann. Hierzu wird die Netto-Nennleistung mit den Volllaststunden des Primärenergieträgers multipliziert und durch 8760 Jahresstunden dividiert (vergl. Analyse der Volllaststunden). Das Ergebnis ist die jährliche Strommenge, die für den jeweiligen Kraftwerkstypus zu erwarten sind.

Stromerzeugung aus Anlagen, die Brennstoffe benötigen, machen den Strompreis abhängig von den Preisen an den internationalen Rohstoffmärkten. Im Juli 2014 ist über 70% der Erzeugung mit direkten Kosten für Brennstoffe behaftet.

Veränderung im Erzeugungsmix Stand 31.12.2013 Stand 16.07.2014 Veränderung des Anteils
Abfall 1.85% 1.80% -0.05%
Biomasse 6.71% 6.95% 0.24%
Braunkohle 23.24% 22.68% -0.57%
Deponiegas 0.12% 0.12% 0.00%
Erdgas 14.38% 14.12% -0.26%
Grubengas 0.13% 0.12% -0.01%
Kernenergie 15.83% 15.44% -0.39%
Klärgas 0.05% 0.05% 0.00%
Laufwasser 2.40% 2.42% 0.02%
Mehrere Energieträger
(nicht erneuerbar)
0.08% 0.07% 0.00%
Mineralölprodukte 1.00% 0.98% -0.02%
Pumpspeicher 1.40% 1.37% -0.03%
Solare Strahlungsenergie 5.60% 5.60% 0.00%
Sonstige Energieträger
(nicht erneuerbar)
0.69% 0.67% -0.02%
Speicherwasser
(ohne Pumpspeicher)
0.22% 0.22% -0.01%
Steinkohle 16.84% 17.82% 0.97%
Unbekannter Energieträger
(nicht erneuerbar)
0.04% 0.04% 0.00%
Windenergie
(Offshore-Anlage)
0.16% 0.19% 0.03%
Windenergie
(Onshore-Anlage)
9.24% 9.33% 0.09%

Der Anteil der Stromerzeugung aus Steinkohle ist seit Anfang des Jahres 2014 am deutlichsten angestiegen. Die Photovoltaik hat dagegen keine Veränderung, die Windenergie liegt kombiniert bei einem Plus von 0,12% Anteil des Gesamtmixes.

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http://blog.stromhaltig.de/2014/07/aktualisierte-kraftwerksliste-deutlich-mehr-kohlestrom-im-strommix/feed/ 0
5,75 Millionen Haushalte in Deutschland mit Ökostrom versorgt http://blog.stromhaltig.de/2014/07/575-millionen-haushalte-in-deutschland-mit-oekostrom-versorgt/ http://blog.stromhaltig.de/2014/07/575-millionen-haushalte-in-deutschland-mit-oekostrom-versorgt/#comments Sun, 20 Jul 2014 11:53:32 +0000 http://blog.stromhaltig.de/?p=6391 Wie die Kollegen des Solarserver unter Berufung auf die 10. Energie & Management Umfrage zu Ökostrom hinweisen, bezieht mittlerweile jeder 7. Haushalt grünen Strom. Wie aus der Umfrage weiter hervorgeht, rechnen lediglich ein kleiner Teil (22%) der befragten Anbieter mit einem Zuwachs des Kundenstamms bei 75% der Anbieter wird von einer Stagnation oder sogar einem Rückgang  erwartet.

Spannend erscheint, dass ein Anbieter allein (ExtraEnergie/HitEnergie) über 1 Millionen Kunden meldet.  Auf Platz 2 und 3 finden sich Lichtblick mit 475.000 Kunden und Entega/HSE mit 365.000 Kunden. Damit kontrollieren die 3 größten Anbieter etwa ein Drittel des Marktes. Statistisch hochgerechnet hat der Markt eine Größe von fast 18 TWh Liefermenge oder etwa 3% des Stromverbrauchs in Deutschland (596 TWh in 2013). Laut Jahresabrechnung 2012 der EEG-Konten wurden vor zwei Jahren etwa 66 TWh an Ökostrom erzeugt, der dann als Graustrom an die Endkunden geliefert wurde.

Für eine Beschleunigung der Stromwende muss kurzfristig:

  • Ökostromtarife von der EEG-Umlage befreien
  • Stromtarife abseits von Standardlastprofilen
  • Mehr Individualisierungsoptionen für private Stromlieferung
  • Aufbau von mehr Angeboten mit Sonnen/Windstrom
  • Prüfen der Wasserkraft als Primäreindeckung für Ökostrom

Wenn jeder 7. Haushalt in Deutschland eine Entscheidung für Ökostrom getroffen hat, dann zeigt dies auch den Willen der Verbraucher. Den Erzeugern und Vermarktern sind auf Basis der aktuellen Regelungen die Hände für innovativen Produkten gebunden.

Wie im Leserbrief des mündigen Strombürgers bereits zu lesen war, braucht der Stromkunde mehr Möglichkeiten zur Selbstbestimmung.

“Durch die Ergebnisse der diesjährigen E&M-Ökostromfrage bestätigt sich der Trend, den wir bereits seit 2012 beobachten. Es fehlt an einer leicht kommunizierbaren Qualitätsdifferenzierung im Ökostrommarkt. Das führt dazu, dass lediglich die Energiediscounter mit Ökostrom ohne erkennbaren Energiewende-Nutzen wachsen und die klassischen Ökostromanbieter stagnieren oder gar Kunden verlieren”, resümiert Udo Sieverding, Energieexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Erst vor einigen Tagen erreichte die Redaktion von blog.stromhaltig eine Anfrage zu mehr Wärmetarifen aus Ökostrom. Sondertarife, wie sie heute lediglich den Großverbrauchern vorbehalten sind, könnten durch feine Korrekturen in der Verfahrenspraxis noch in der Jahresfrist umgesetzt werden.

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BMWi: Ohne konsistente Netzausbauplanung keine erfolgreiche Energiewende / Pressemeldung http://blog.stromhaltig.de/2014/07/bmwi-ohne-konsistente-netzausbauplanung-keine-erfolgreiche-energiewende-pressemeldung/ http://blog.stromhaltig.de/2014/07/bmwi-ohne-konsistente-netzausbauplanung-keine-erfolgreiche-energiewende-pressemeldung/#comments Sat, 19 Jul 2014 09:12:32 +0000 http://blog.stromhaltig.de/?p=6383 Der Netzausbau ist die Achillesferse der Energiewende. Denn mit dem Umbau der Energieversorgung von konventioneller auf erneuerbare Erzeugung wird sich auch die Netzstruktur erheblich verändern. Treiber ist der zunehmende Stromtransport auf Übertragungsnetzebene von Nord nach Süd (insbesondere Wind) sowie eine verstärkte dezentrale Einspeisung (insbesondere kleiner Erneuerbare-Energien-Anlagen) in die Verteilernetze.

Im Übertragungsnetzbereich besteht ein gesetzlich festgelegtes, bundesweit koordiniertes System für die Netzentwicklung. Dabei bestehen in einem gestuften Verfahren für die Bürgerinnen und Bürger umfassende Beteiligungs- und Konsultationsmöglichkeiten. Ausgangspunkt ist die Ermittlung des Netzausbaubedarfs über jährlich von den Übertragungsnetzbetreibern gemeinsam erstellte und öffentlich konsultierte Netzentwicklungspläne (NEP-Prozess).

Wettbewerbshüter BNetzA

Wettbewerbshüter BNetzA

Am Ende des NEP-Prozesses steht ein von der Bundesnetzagentur bestätigter deutschlandweit gerechneter Netzentwicklungsplan (Netzausbaubedarf). Der konkrete Verlauf zwischen im NEP-Prozess festgelegten Anfangs- und Endpunkten wird in der vom NEP zu unterscheidenden, folgenden konkreten Planung ermittelt.

Aktuell wird von den Übertragungsnetzbetreibern der Netzentwicklungsplan 2014 entwickelt. Hier haben die Netzbetreiber im April einen 1. Entwurf vorgelegt, breit konsultiert und werten nun die eingegangenen zahlreichen Stellungnahmen der Öffentlichkeit aus. Nächster Schritt ist die Erarbeitung eines 2. Entwurfs, den sie der Bundesnetzagentur vorlegen, die ihn dann prüft und gegebenenfalls bestätigt.

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Rainer Baake, erklärte:

“In der breiten Konsultation zum Netzentwicklungsplan 2014 sind bei den Netzbetreibern zahlreiche Hinweise zum Netzausbaubedarf eingegangen. Ich würde es begrüßen, wenn die Übertragungsnetzbetreiber beim im September vorzulegenden 2. Entwurf zum Netzentwicklungsplan 2014 die Konsultation der Öffentlichkeit konstruktiv aufnehmen und fundierten Hinweisen bei ihrer weiteren Planung Rechnung tragen. Das genau ist Sinn und Zweck der Konsultation der Öffentlichkeit. Für den jetzt zu rechnenden 2. Entwurf des Netzentwicklungsplans 2014 ist darüber hinaus eine ergänzende Berücksichtigung der durch die zum 1. August 2014 in Kraft tretende Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG 2014) veränderten Rahmenbedingungen notwendig. Auf der Basis des reformierten EEG ist zu erwarten, dass sich die regionale Verteilung des EE-Zubaus anders über das Bundesgebiet verteilen dürfte als noch im 1. Entwurf des NEP angenommen. Ich bin allerdings sicher, dass es auch weiterhin erheblichen Netzausbaubedarf in Deutschland insgesamt und speziell auch zwischen den Erzeugungsregionen vor allem im Norden und Osten sowie den Verbrauchsschwerpunkten im Süden und Westen geben wird.”

(Text: Quelle BMWi)

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Smart-Meter wird zum Assistenzsystem http://blog.stromhaltig.de/2014/07/smart-meter-wird-zum-assistenzsystem/ http://blog.stromhaltig.de/2014/07/smart-meter-wird-zum-assistenzsystem/#comments Fri, 18 Jul 2014 11:06:40 +0000 http://blog.stromhaltig.de/?p=6373 Den Strombezug auf Autopilot schalten. Einem Rechnersystem, das nicht ermüdet und 24 Stunden an 7 Tagen der Wochen eine Auge auf das Thema elektrische Energie werfen kann, bietet Discovergy jetzt seinen Bestandskunden.

Am Beispiel der Casa Stromhaltig werden die verschiedenen Funktionen erstmals in einem Energieblog vorgestellt.

discovergy_widget

Für Portale, Blogs und eigene Informationsseiten, bietet Discovergy ein Widget an. Als kleine Spielerrei ist es nun auch im blog.stromhaltig in der Seitenleiste vorhanden. Die Erstellung des Widgets erfolgt über die Einstellungen zum Zähler. Über die API von Discovergy gibt es bereits eine direkte Integration des Smart-Meters in die Heimautomatisierungslösung von IP-Symcon. Diese Integration ruft allerdings nur alle paar Minuten den Zählerstand und die Verbrauchswerte ab. discovergy_ipsFür eine Live-Ansicht kann das Widget verwendet werden. Dazu eine String-Variable in der Console von IPS hinzufügen und als Profil “~HTMLBox” wählen. Als Wert der Variable wird der Code von der Discovergy-Webseite eingetragen.

Bereits seit einiger Zeit unterstützt Discovergy die Erfassung des eigenen Stromtarifes. Damit kann man aufgeschlüsselt nach Verbrauchs und Fixkosten für jede Zeiteinheit (Stunde, Tag, Monat, Jahr..) sehen, welche  Beträge sich hoffentlich auf der nächsten Stromrechnung finden. Erweitert wird der Abruf des Zählerstandes (zu finden beim Account-Button rechts oben) nun mit einigen statistischen Informationen, wie sie zum Beispiel bei der Planung des Eigenverbrauchs, oder bei RLM-Tarifen benötigt werden.

Name Differenz Maximalleistung (W) Minimalleistung (W)
Casa Stromhaltig 28 3076 69

Zum Assistenzsystem wird der Discovergy-Zähler durch die Benachrichtigungsoptionen, die beim Eintreten eines bestimmten, vom Anwender definierten Ereignisses, eine E-Mail versenden. Konfiguriert werden die Benachrichtigung je Zähler in dessen Einstellungen.

casa_stromhaltig

Angepasst auf die eigenen Bedürfnisse, kann so der Verbrauch an die tatsächlichen Bedingungen angepasst werden. In Verbindung mit dem GrünstromIndex (GSI) entsteht ein wichtiger Grundstein für das Demand-Side-Management des zukünftigen Smart Grids.

]]> http://blog.stromhaltig.de/2014/07/smart-meter-wird-zum-assistenzsystem/feed/ 0 Kraftwerksausfall: Säckingen / Schluchseewerk http://blog.stromhaltig.de/2014/07/kraftwerksausfall-saeckingen-schluchseewerk/ http://blog.stromhaltig.de/2014/07/kraftwerksausfall-saeckingen-schluchseewerk/#comments Thu, 17 Jul 2014 23:11:44 +0000 http://blog.stromhaltig.de/?p=6368 Wie der Übertragungsnetzbetreiber Transnet BW auf seiner Internetseite mitteilt, ist das Pumpspeicherkraftwerk Säckingen derzeit nicht verfügbar als Grund wird angegeben:

Ausfall Kraftwerk Säckingen. Schutzauslösung durch Beckentiefstand bei Reinigung der Beckendichtung.

Als Zeitraum für den Ausfall werden 6,5 Stunden angegeben.

Bild: Stefan-Xp / Wikipedia

Bild: Stefan-Xp / Wikipedia

Das Kraftwerk in Säckingen war das erste Deutsche Pumpspeicherkraftwerk in Kavernenbauweise, die Pumpen/Generatoren des Kraftwerks wurden in einen Hohlraum untergebracht. Gebaut wurde das Kraftwerk in den Jahren 1961 bis 1967 und diente zur Zeiten der Atomkraft zur Erzeugung einer künstlichen Stromnachfrage in der Nacht und zusätzlicher Erzeugung am Tage. Im Erzeugungsbetrieb können 360 MW in das Netz eingespeist werden. Im Pumpbetrieb werden 300 MW dem Stromnetz entnommen.

Durch die Lage im Süden des Schwarzwaldes, in der Nähe der Netzkuppelstelle zur Schweiz (bei Rheinfelden),  kann dieser Pumpspeicher auch als Regulator des Stromexport/Import für die Region angesehen werden. Bei einer taktischen Betriebsführung, können lokale Strommarktpreise gezielt genutzt werden.

Auf der Transparenz-Plattform der EEX wird zur Stunde von einer Leistungseinschränkung von 184 MW ausgegangen, die bis noch bis 01:00 Uhr am 18.07. besteht. Insgesamt dürfte der Ausfall eine Minderleistung von 1196 MWh betragen, einem Gegenwert von 42.984€ beim aktuellen Preis auf dem Spotmarkt.

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